Kischen (Kirchspiel Schirwindt), 1938 bis 1945: Zweihuben, , ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich nahe der Kommunalstraße 27K-058 drei Kilometer nordnordöstlich von Tretjakowo (Sodargen).

Geschichte mini|Die Gemeinde Kischen (Kirchspiel Schirwindt) auf einem Messtischblatt von 1937 Der ursprünglich Lenkutschen genannte Ort wurde seit 1625 erwähnt. Seit vor 1730 hieß der Ort Kyschen.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Zweihuben Um 1780 war Kischen ein meliertes Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 70. 1874 wurde die Landgemeinde Kischen in den neu gebildeten Amtsbezirk Pieraggen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Nicklashagen Zur Unterscheidung zum ebenfalls im Kreis Pillkallen gelegenen gleichnamigen Kischen, das zum Kirchspiel Schillehnen gehörte, wurde diesem Kischen der Zusatz Kirchspiel Schirwindt beigegeben. 1938 wurde Kischen (Kirchspiel Schirwindt) in Zweihuben umbenannt. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 24 1871 22 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 24 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 19 1910 21 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 17 1939 38

Kirche Kischen (Kirchspiel Schirwindt)/Zweihuben gehörte zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk