mini|hochkant=1.1|Sharon Stone (2026)rahmenlos|zentriert|klasse=notpageimage skin-invert-image|Sharon Stone mini|hochkant|Sharon Stone, 2017 Sharon Vonne Stone (* 10. März 1958 in Meadville, Pennsylvania) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin. Ihren Durchbruch als Hauptdarstellerin hatte sie 1992 in dem Erotikthriller Basic Instinct.

Leben und Karriere 1980er Jahre mini|hochkant|Sharon Stone beim Festival des amerikanischen Films in der französischen Küstenstadt Deauville, 1991 Sharon Stone ist die Tochter von Dorothy und Joseph Stone. Sie hat drei Geschwister: Kelly, Mike († 2026) und Patrick (1965–2023). 1977 verließ sie ihren Geburtsort Meadville und ging nach New York, um als Model zu arbeiten.

Ihre Schauspielkarriere begann 1980 mit einer Rolle in Woody Allens Stardust Memories, für die sie aus mehr als 100 Bewerberinnen von Allen ausgewählt wurde. In ihrer Szene stellt sie ohne Sprechpart eine attraktive Frau dar, die den Hauptdarsteller anlächelt, und so wird sie im Filmabspann als „Pretty Girl on Train“ bezeichnet.Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 21–25 . Diese kurze Szene reichte aus, dass der für seine Horrorfilme bekannte Regisseur Wes Craven Stone für sein nächstes Filmprojekt engagierte. In Tödlicher Segen, inszeniert von Wes Craven, spielt sie eines von drei Models, die von den Mitgliedern einer fanatischen Sekte terrorisiert werden. In Deutschland kam der Film nicht in die Kinos, sondern wurde nur als Video veröffentlicht. Für Stone blieb aus diesem Filmprojekt eine langjährige Freundschaft mit Mimi Craven, der damaligen Lebenspartnerin des Regisseurs, die sie in den 90ern auch als Fotografin begleitete.

Inzwischen war Stone von New York nach Los Angeles gezogen und nahm dort, wie auch schon zur Zeit ihrer Modeltätigkeit, Schauspielunterricht. In den nächsten zwei Jahren war sie in US-TV-Produktionen zu sehen, so mit Rock Hudson in dem Film über einen Casinobesitzer Die Haie von Las Vegas. Neben der Zusammenarbeit mit dem Altstar, die in eine Freundschaft mündete und eine der Ursachen dafür ist, warum sich Stone in ihrem gesellschaftlichen Engagement besonders für AIDS-Kranke einsetzt, traf sie hier auch ihren ersten Ehemann Michael Greenburg, der diesen Film produzierte.Frank Sanello: Naked Instinct : the unauthorized biography of Sharon Stone. Edinburgh 1987, S. 62. 1984 war dann Stone zumindest in den USA auch wieder auf der Kinoleinwand zu erleben, in dem als Beziehungskomödie angelegten Triple Trouble. Die Sympathien gehören in dem Film der Kinddarstellerin Drew Barrymore, die durch ihre Rolle in E.T. – Der Außerirdische schon berühmt war. Stone spielt eine etwas dümmliche Blondine mit welcher der Filmvater des Kinderstars eine Affäre beginnt. Erstmals ist Stone in diesem Film nackt zu sehen.Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 32–36 .

Die nächsten beiden Filme führten Stone für 9 Monate nach Simbabwe, wo im Rahmen der zu diesem Zeitpunkt erfolgreichen Indiana-Jones-Filme, ein weiteres Abenteuerfilmprojekt gestartet wurde. Als Vorlage galten hierbei die Romane von Henry Rider Haggard mit der Abenteurerfigur Allan Quatermain, die von Richard Chamberlain dargestellt wurde. Stone spielt eine Archäologentochter, die sich in den Abenteurer verliebt. Aus Kostengründen wurden gleich 2 Filme gleichzeitig mit den Titeln Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige und Quatermain II – Auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt gedreht. In ihrer Autobiografie The Beauty of Living Twice berichtet Stone von schrecklichen Dreharbeiten durch das verregnete Wetter, aber auch die Atmosphäre zwischen der Filmcrew und den Einheimischen als auch innerhalb des Filmteams waren wohl alles andere als gut. An der Kinokasse wurden die Strapazen für die Filme jedoch nicht belohnt. In Deutschland starteten beide Filme 1986 und erreichten mit jeweils etwas mehr als 700.000 Besuchern die Plätze 33 und 34 in der Jahresbilanz.

Zurück in den USA spielte sie eine Nebenrolle als Journalistin in der Komödie Police Academy 4 – Und jetzt geht’s rund. Danach gab sie dann oft die „Schöne an der Seite des Helden“ in Actionfilmen wie in Action Jackson in dem sie erstmals einen Filmtod erleidet und sich die Aufmerksamkeit für die weibliche Filmattraktion mit Vanity teilen muss. In Nico spielt Stone die Ehefrau des von Steven Seagal verkörperten Actionhelden, der jedoch bei seinen spektakulären Szenen öfter mit seiner, von Blaxploitation-Star Pam Grier dargestellten, Polizeikollegin zu sehen ist.

Im Jahr 1989 war Stone dann an einem europäischen Filmprojekt beteiligt, einer weiteren spanischen Verfilmung des Romans: Blutige Arena von Vicente Blasco Ibáñez mit dem Titel Blood and Sand. In dem Film über einen erfolgreichen Torero, der einer Femme fatale verfällt und dadurch Familie und Karriere verliert, zeigte sich die Amerikanerin, wie in ihrem späteren Erfolgsfilm Basic Instinct: als kühle, erotische Verführerin. Die Rolle der Verführerin in einer Hollywood-Verfilmung des Romans aus dem Jahr 1942 wird als Karrierestart von Rita Hayworth angesehen.Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 70–75 .

1990er Jahre

Stone war zumindest in ihrem nächsten Filmprojekt 1990 erstmals an einem Blockbuster beteiligt. Im Science-Fiction-Film Die totale Erinnerung – Total Recall spielt sie wieder die Blondine an der Seite des männlichen Helden, in diesem Fall Arnold Schwarzenegger. Der Film wurde jedoch besonders wegen der aufwendigen Spezialeffekte und der Präsenz seines Hauptdarstellers bekannt. Stone arbeitete in diesem Film erstmals mit Basic Instinct-Regisseur Paul Verhoeven zusammen.Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 75–82 .

Im Juli desselben Jahres war Stone in der USA-Ausgabe des Männermagazins Playboy zu sehen. Die Nacktaufnahmen wurde dann im August 1990 teilweise im deutschsprachigen Filmmagazin Cinema veröffentlicht. Zu den Gründen wird die Schauspielerin damit zitiert, dass sie ihre Karriere voranbringen wollte, aber auch finanzielle Aspekte eine Rolle spielten.Frank Sanello: Naked Instinct : the unauthorised biography of Sharon Stone. Edinburgh/London 1987, S. 94–99 .Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 182;187 .

1991 spielt sie dann im Psychothriller Scissors eine 26 Jahre alte Jungfrau, die sich ständigen männlichen Belästigungen ausgesetzt sieht. Erstmals ist in diesem Film die Hauptrolle allein auf Stone zugeschnitten. Die Produktion erschien erst nach Basic Instinct in Deutschland als Video und wurde aus Vermarktungsgründen hier unter dem Titel Final Instinct veröffentlicht. Weiterhin ist sie in diesem Jahr als Reporterin im Film Verliebt in die Gefahr über Italiens Terrorszene in den 1970er zu sehen. In der Beziehungskomödie Na typisch! mit Elizabeth Perkins und Kevin Bacon in den Hauptrollen, gibt Stone dann wieder die blonde Unruhstifterin.

Nachdem Stone mittlerweile an 18 Filmproduktionen beteiligt war, erlangte sie 1992 durch ihre Rolle in Paul Verhoevens Erotikthriller Basic Instinct endlich die gewünschte öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei war die Besetzung der mit allen erotischen Mitteln spielenden Femme fatale und kühlen Serienmörderin Catherine Tramell vorher bereits 12 anderen Schauspielkolleginnen wie Michelle Pfeiffer, Kim Basinger, Meg Ryan oder Ellen Barkin angeboten worden, die diese jedoch jeweils ablehnten. Der Film spielte weltweit 352 Millionen Dollar ein, wobei Stone für ihre Schauspielleistung nicht mehr als 500.000 Dollar erhielt. Im Vergleich hierzu wurde die männliche Hauptrolle mit dem zu dieser Zeit sehr populären Michael Douglas mit 14 Millionen Dollar Gage vergütet. Stone erhielt für ihre Rolle eine Nominierung für den Golden Globe, aber auch für die Goldene Himbeere. Die US-Kulturwissenschaftlerin Camille Paglia preist ihre Figur als „großartigen Vamp, wie Mona Lisa, eine Art heidnische Göttin“ („a great vamp figure, like Mona Lisa herself, like a pagan goddess“).Sharon Stone als „Pagan Goddess“: Audiokommentar von Camille Paglia (englisch). DVD, Kinowelt GmbH, 2005 (4 006680 034164)

Anschließend war Stone dann, diesmal mit 2,5 Millionen vergütet, in einer weiteren erotischen Thriller-Rolle in Sliver zu sehen. Der Film war kommerziell nicht so erfolgreich wie Basic Instinct und erhielt auch keine guten Kritiken, spielte aber weltweit immerhin mehr als 100 Millionen Dollar ein. 1994 erfüllte sich dann für die Schauspielerin ein weiterer Wunsch, in dem sie einen Film an der Seite des von ihr sehr verehrten Sylvester Stallone spielen konnte. Der Actionfilm The Specialist konnte zwar die Kritiker nicht überzeugen und wurde auch wieder mit einigen Goldenen Himbeeren bedacht, spielte aber weltweit mehr als 170 Millionen Dollar ein. Stone erhielt für ihre Beteiligung 5 Millionen Dollar. Im selben Jahr war Stone auch zusammen mit Richard Gere im Beziehungsdrama Begegnungen – Intersection in den Kinos zu sehen. Auf eigenen Wunsch spielte sie diesmal die Ehefrau ihres Filmpartners Gere und nicht die Geliebte, die von Lolita Davidovich verkörpert wurde. Der Imagewechsel wurde vom Kinopublikum nicht besonders honoriert, der Film spielte bei Produktionskosten von 40 Millionen Dollar nur 20 Millionen Dollar ein. Seit Stone im Alter von 14 Jahren Hermann Hesses Roman Der Steppenwolf las, interessiert sie sich für buddhistische Texte. Verstärkt wurde dies später durch die Begegnung mit dem Dalai Lama, während sie mit Richard Gere den Film Begegnungen – Intersection drehte.Der Schlaganfall hat mir Gesundheit, Geld und Ruhm genommen - Interview mit Sharon Stone von Sven Michaelsen auf welt.de vom 11. Dezember 2023 Die von ihren Eltern vom Methodismus geprägte Schauspielern bezeichnet sich zwar weiterhin als traditionell gottgläubig, aber auch als Buddhistin.

Im Folgejahr 1995 spielte Stone dann eine Hauptrolle im Western Schneller als der Tod, bei dem sie auch als Produzentin beteiligt war. Auf Grund ihres Einflusses wurden auch Rollen mit den zu diesem Zeitpunkt noch recht unbekannten Schauspielern Leonardo DiCaprio sowie Russell Crowe besetzt, für den Neuseeländer Crowe war dies die erste größere Rolle in Hollywood. Im von Männern dominierten Western-Genre spielte Stone eine Revolverheldin, die, um den Mord an ihrem Vater zu rächen, an einem Duell-Wettbewerb teilnimmt. Von den Kritikern wurde dem Film vorgeworfen, dass er zum einen die Filmheldin als coole, weibliche Antwort auf Clint Eastwood darstellen möchte, andererseits aber auch deren Ängste und Verletzlichkeit zeigt. Dies wurde dann auch als Ursache für den finanziellen Misserfolg gesehen – von den mehr als 30 Millionen Dollar Produktionskosten konnten nur ca. 18 Millionen an den Kinokassen eingespielt werden. Andere Meinungen sehen den Grund eher in der größeren Menge von Westernproduktionen Anfang der 1990er auf Grund von einzelnen Erfolgen wie Erbarmungslos und Der mit dem Wolf tanzt, obwohl generell kein größeres Interesse an diesem Filmgenre mehr bestand.Frank Sanello: Naked Instinct : the unauthorised biography of Sharon Stone. Edinburgh/London 1987, S. 182–193 .Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 182;187 .Gebhard Hölzl ; Thomas Lassonczyk: Sharon Stone : mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. München 1985, S. 156/164 .