Die Gemeinde Fichtwald liegt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg und gehört dem Amt Schlieben mit Sitz in der Stadt Schlieben an.

Geografie Die Gemeinde Fichtwald liegt im östlichen Teil des Fichtwaldes, eines feuchten Niederungsgebietes, das heute durch Wiesen-, Weide- und Ackerflächen geprägt ist. Das ursprüngliche Moorgebiet wurde seit seiner Besiedlung immer weiter trockengelegt. Der Fichtwald ist von sechs ehemals eigenständigen Dörfern umgeben, von denen drei in der Gemeinde Fichtwald aufgingen. Die anderen Dörfer waren Proßmarke, Wehrhain und Frankenhain.

Gemeindegliederung Ortsteile der Gemeinde sind Hillmersdorf, Naundorf und Stechau.

Geschichte Hillmersdorf, Naundorf und Stechau gehörten seit 1816 zum Kreis Schweinitz in der preußischen Provinz Sachsen und ab 1952 zum Kreis Herzberg im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster.

Im 19. Jahrhundert begann man mit dem Abbau von Torf im Fichtwaldgebiet. Mit der Erschließung der Braunkohle in der Niederlausitz verlor Torf an Bedeutung, und die landwirtschaftliche Nutzung wurde wieder wichtiger.

Die Gemeinde Fichtwald entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Hillmersdorf, Naundorf und Stechau.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Hillmersdorf Naundorf Stechau Jahr Fichtwald1875 300 370 300 2001 8021910 310 300 350 2005 7351939 293 231 342 2010 6751946 447 348 567 2015 6731950 445 332 556 2020 6011971 281 275 447 2021 6031990 219 243 421 2022 5961995 210 242 391 2023 5962000 206 240 358 2024 592 Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. DezemberHistorisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 14–17Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Fichtwald besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 81,6 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Bürgergemeinschaft Fichtwald 33,2 % 3 Freie Wählergemeinschaft Fichtwald 29,8 % 2 Wählergemeinschaft gemeinsames Fichtwald 19,1 % 1 Einzelbewerber Mirko Leutner 7,5 % 1 AfD 6,8 % 1 Einzelbewerber Martin Stolpe 3,6 % –

Bürgermeister 2003–2014: Reinhard SchulzeKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 24 2014–2024: Peggy Bulst (Bürgergemeinschaft Fichtwald) seit 2024: Thomas Wilkert (Freie Wählergemeinschaft Fichtwald)

Wilkert wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 mit 54,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren§ 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes gewählt.

Sehenswürdigkeiten miniatur|Schloss in Stechau In der Liste der Baudenkmale in Fichtwald stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Verkehr Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 87, die Herzberg/Elster mit Luckau verbindet. Der Ortsteil Hillmersdorf liegt an der Landesstraße L 70 zwischen Hohenbucko und Doberlug-Kirchhain.

Persönlichkeiten Adam Heinrich Dresig (1701–1761), Pädagoge und Altphilologe, geboren in Hillmersdorf

Weblinks

Gemeinde Fichtwald beim Amt Schlieben

Einzelnachweise Bildung einer neuen Gemeinde Fichtwald. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 9. Oktober 2001 Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S. 696 PDF Hans-Dieter Lehmann: Die Geschichte des Schliebener Landes. BücherKammer, Herzberg/Elster 2006

Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster Kategorie:Gemeindegründung 2001