Markersdorf-Haindorf ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich.

Geografie mini|Haindorf Markersdorf-Haindorf liegt im Mostviertel westlich von St. Pölten zwischen Pielach und Sierning. Die Gemeinde liegt fast durchgehend in 250 Meter über dem Meeresniveau, nur im Südwesten erreichen Hügel 300 Meter Höhe. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 16,68 Quadratkilometer, davon werden 84 Prozent landwirtschaftlich genutzt, knapp drei Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Haindorf () Knetzersdorf () Mannersdorf () Markersdorf an der Pielach () Mitterau () Mitterndorf () Nenndorf () Poppendorf () Winkel () Wultendorf ()

Die Gemeinde besteht aus zehn Katastralgemeinden Haindorf, Knetzersdorf, Mannersdorf, Markersdorf, Mitterau, Mitterndorf, Nenndorf, Poppendorf, Winkel und Wultendorf.

Nachbargemeinden

Geschichte Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

In der Zeit zwischen 1108 und 1116 gründete Marquard von Schönbühel Marchwartisdorf, wie Markersdorf damals genannt wurde. Der Ort entwickelte sich zum Mautort und Sitz des Landesgerichtes zwischen Wienerwald und Erlauf.

Über die Entstehung des im Norden der Gemeinde liegenden Schlosses Mitterau gibt es keine Belege. Im Jahr 1380 waren die Herren von Wallsee die Besitzer. Sie bewohnten das Schloss jedoch nicht, 1386 war es an Ritter Paul von Hechenberg verpfändet. 1495 bewohnte es die Familie Mamming. Im Jahr 1710 kam das Schloss in den Besitz der Familie Montecuccoli. Diese ließen es zwischen 1746 und 1755 in die heutige Form umbauen. Es ist noch heute im Besitz der Familie.

1939 wurde der Fliegerhorst Markersdorf durch den Reichsluftfahrtminister Hermann Göring eröffnet. Ebendort etabliert sich der Fußballverein LSV Markersdorf an der Pielach. Nach Bombardierungen, die auch zu schwersten Schäden im Ort Markersdorf selbst führten, erfolgte 1945 die Sprengung der verbliebenen Gebäude durch die Wehrmacht und danach durch die Rote Armee.

Mit der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurden zum 1. Jänner 1970 wurden die Gemeinden Markersdorf an der Pielach und Haindorf zusammengelegt.

Einwohnerentwicklung

mini|Pfarrkirche Haindorf mini|hochkant|Pfarrkirche Markersdorf an der Pielach mini|Kellergasse Haindorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Mitterau Katholische Pfarrkirche Haindorf Hll. Peter und Paul Katholische Pfarrkirche Markersdorf an der Pielach hl. Martin

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 51 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren dreißig Haupterwerbsbauern. Diese bewirtschafteten neunzig Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 100 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft, 24 im Bereich Warenherstellung und vier im Bergbau. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (70), soziale und öffentliche Dienste (59), Beherbergung und Gastronomie (24) und der Handel (22 Mitarbeiter). Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)51654555Produktion1715128120Dienstleistung8948207156 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 1011 Erwerbstätige in Markersdorf-Haindorf. Davon arbeiteten 175 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.

Verkehr Eisenbahn: Durch das Gemeindegebiet verläuft die Westbahn. Straße: Durch den Süden der Gemeinde führt die West Autobahn A1.

Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Politik Gemeinderat mini|Gemeindeamt Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1990: 13 ÖVP und 6 SPÖ. 1995: 13 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. 2000: 8 ÖVP, 5 SPÖ, 3 Jugendclub, 2 FPÖ und 1 Liste Wilhelm Schulz. 2005: 9 ÖVP, 8 SPÖ, 1 Bürgerliste Schulz und 1 Markersdorf Positiv. 2010: 12 ÖVP, 4 Bürgerliste Schulz und 3 SPÖ. 2015: 11 ÖVP, 6 BLS–Bürgerliste Markersdorf-Haindorf und 2 SPÖ. 2020: 11 ÖVP, 3 BLS–Bürgerliste Markersdorf-Haindorf, 2 Grüne, 2 SPÖ und 1 FPÖ.

Bürgermeister

bis 2010 Willibert Paukowitsch (ÖVP) seit 2010 Friedrich Ofenauer (ÖVP)

Partnergemeinde Csesztreg im Komitat Zala in Ungarn ist die Partnergemeinde von Markersdorf-Haindorf.

Persönlichkeiten

Albert Montecuccoli-Laderchi (1802–1852), Verwaltungsbeamter und Politiker Hermann Bieder (* 1941), Slawist und Professor an der Universität Salzburg Friedrich Ofenauer (* 1973), Bürgermeister und Abgeordneter zum Nationalrat Franz Zahorik, langjähriger Bürgermeister, Ehrenbürger und Ehrenringträger der Gemeinde

Weblinks

Webpräsenz der Marktgemeinde Markersdorf-Haindorf

Topothek Markersdorf-Haindorf Bildmaterial zur Gemeinde Markersdorf-Haindorf, verortet, beschlagwortet und datiert

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 1970