mini|Loich nach einer Ansichtskarte um 1910
Loich ist eine österreichische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk St. Pölten im Bundesland Niederösterreich. mini|Blick von der Leopoldwarte auf Loich
Geografie Loich liegt im Mostviertel etwa 30 Kilometer südwestlich der Bezirks- und Landeshauptstadt St. Pölten. Das Gebiet gehört zu den Türnitzer Alpen, einer Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen.
Die Fläche der Gemeinde umfasst 24,52 Quadratkilometer, davon sind 65 Prozent bewaldet, 32 Prozent entfallen auf landwirtschaftliche Nutzflächen.
Ausdehnung des Gemeindegebietes Das Gebiet der Gemeinde Loich reicht von der Pielach im Norden bis zur Wasserscheide der Pielach und der Traisen im Süden. Im Westen, Süden und Osten ist die Gemeinde von den natürlichen Grenzen des vom Loichbach gebildeten Tales begrenzt. Der tiefste Punkt liegt mit im Gemeindeteil Dobersnigg, wo die Pielach das Gemeindegebiet verlässt. Die höchsten Erhebungen sind der Eisenstein mit im Südosten sowie der Schwarzenberg mit im Osten des Gemeindegebietes.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Dobersnigg () Hammerlmühlgegend () Loich () Loicheckgegend () Oedgegend () Rehgrabengegend () Schroffengegend () Schwarzengrabengegend () Siedlung ()
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Loich.
Nachbargemeinden
Geschichte Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.
Die erste urkundliche Erwähnung von Loich erfolgte im Jahr 1307 als Levch in einer Urkunde des Stiftes Lilienfeld. Der Name ist indogermanischen Ursprungs und bedeutet „weiß, hell glänzend“.
Zur eigenständigen Pfarre erhoben wurde Loich im Jahr 1784, als es von Kirchberg getrennt wurde. Die ersten Aufzeichnungen über eine Schule stammen aus 1801.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Loich
Katholische Pfarrkirche Loich hl. Nikolaus Heimatmuseum: Das Heimatmuseum des Kultur- und Heimatvereines Loich ist teils ein Freilichtmuseum, bestehend aus einem Dörrhaus, einem Presshaus, der Pichl-Mühle und der Heimatstube. In der Mühle kann der Mahlvorgang vom Korn zum Mehl vorgeführt werden. Zudem können unter anderem alte bäuerliche Gerätschaften über Obstbau und Verarbeitung, Geräte zur Woll-, Hanf- und Flachsverarbeitung, Geräte und Dokumente über Kohleabbau und eine Mineraliensammlung besichtigt werden. Kaiser-Jubiläumsbrunnen: Von der Gemeinde Loich anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Kaiser Franz Joseph errichtet
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Die Pielachtaler Moststube im Ortsteil Dobersnigg in der Nähe das Bahnhofes Loich (2018) Im Jahr 2011 gab es 149 Arbeitsplätze in Loich, 61 in der Landwirtschaft, 62 im Produktionssektor und 26 im Dienstleistungssektor. Wohnhaft waren in Loich 302 Erwerbstätige. Davon arbeiteten 91 in der Gemeinde, siebzig Prozent pendelten aus.
Bildung In Loich befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Verkehr mini|Bahnhof Loich (2018) Das Gemeindegebiet von Loich liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen und ist nur über die im Tal des Loichbaches verlaufende Landesstraße erreichbar, die im Gemeindeteil Dobersnigg von der Pielachtal Straße (B 39) abzweigt. Über die B 39 besteht eine Anbindung an die Bezirks- und Landeshauptstadt St. Pölten sowie die West Autobahn (A 1) in ca. 30 km Entfernung.
Im Norden des Gemeindegebietes verläuft die Mariazellerbahn entlang der Pielach. Im Gemeindeteil Dobersnigg befindet sich die Haltestelle Loich. Von hier bestehen stündliche Regionalzug-Verbindungen nach St. Pölten.
Politik Gemeinderat Im Gemeinderat gibt es seit der Gemeinderatswahl 2020 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 10, Liste SPÖ 5.
Bürgermeister
1964–1987 Alois Hösl, 1990–2000 Wilhelm Nestelberger 2000–2024 Anton Grubner Seit 2024 Sabine Moser (ÖVP)
Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde Alois Hösl, Bürgermeister von 1964 bis 1987 Wilhelm Sommerecker, Ehrenoberbrandinspektor und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Loich von 1982 bis 1991
Personen mit Bezug zur Gemeinde Heinz Fischer (* 1938), österreichischer Bundespräsident, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Loich und besuchte auch die ortsansässige Schule
Literatur Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, Viertel Ober-Wienerwald (heute etwa Mostviertel), 7. Band: Schwerbach-Gegend (Herrschaft Kirchberg) bis Weissenbach, Wien 1837 (Online-Version). Monika Bobak: 700 Jahre Loich – Gemeindechronik Loich, erstellt anlässlich der 700-Jahr-Feier. Gemeinde Loich, 2007
Weblinks
Gemeinde Loich Homepage der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk St. Pölten Kategorie:Ersterwähnung 1307