Davao (Tagalog: Lungsod ng Dabaw; Cebuano: Dakbayan sa Dabaw; Englisch: Davao City) ist eine Stadt der obersten Kategorie auf der philippinischen Insel Mindanao.

Sie hat Einwohner (Stand ) und ist mit 2.443,61 km² (zum Vergleich: Metro Manila hat 638,55 km²) bei weitem die flächenmäßig größte Stadt der Philippinen und damit auch eine der größten Städte weltweit. Die Bevölkerungsdichte liegt bei Bewohnern pro km².

Bürgermeisterin der Stadt ist seit dem 20. Juni 2016 Sara Duterte-Carpio,philstar.com: Duterte-Geschwister vereidigt (englisch), abgerufen am 25. August 2016. die zuvor dieses Amt bereits von 2010 bis 2013 bekleidete. Sie trat damit die Amtsnachfolge ihres Vaters Rodrigo Duterte an, der zuvor über mehrere Amtsperioden von 1988 bis 1998, von 2001 bis 2010 und nochmals von 2013 bis 2016 Bürgermeister von Davao City war und bei der Wahl 2016 zum Präsidenten der Philippinen aufstieg.

Davao City ist die größte Stadt Mindanaos und der Hauptort der nach Manila und Cebu drittgrößten Metropolregion der Philippinen. Sie ist Hauptstadt des Bezirks Davao-Region (oder Region XI) und eine derjenigen philippinischen Städte, die keiner Provinz unterstehen, wobei sie für statistische Zwecke zu Davao del Sur gerechnet wird.

Namensherkunft Örtliche Historiker sind der Meinung, die Bezeichnung Davao sei eine phonetische Mischung dreier Wörter aus einer Untergruppe der Bagobo-Volksgruppensprache, die den Fluss Davao bezeichnen. Die einheimischen Obos, die das Hinterland bewohnten, nannten den Fluss Davoh, die Clatta oder Guiangans nannten ihn Duhwow oder Davau und die Tagabawa Bagobos verwendeten das Wort Dabu.

Das Wort davoh aus der Sprache der Obos steht übersetzt für einen Platz „unterhalb der Höhe“. Dies rührt daher, dass ihre Siedlung an der Mündung des Davao-Flusses lag und dort von hohen Hügelzügen umgeben war. Wenn sie gefragt wurden, wohin sie auf ihrem Nachhauseweg gingen, antworteten sie: davoh.

Duhwow wiederum war ein Handelsplatz, an dem die Händler ihre Naturgüter gegen Salz und andere Bedarfsartikel tauschten.

Andere Quellen berichten, der Name stamme ab von dem Wort „Daba-daba“, das für „Feuer“ steht. Danach hätten jesuitische Priester diesen Ort so benannt, da sie in dieser Gegend auffallend viele Flammen und Feuer registrierten.

Geographie Davao City liegt im Südosten der Insel Mindanao am Golf von Davao, in den auch der Davao-Fluss mündet. Das Stadtgebiet ist umgeben von der Provinz Davao del Sur im Süden, von Cotabato im Westen, von Bukidnon im Norden und von Davao del Norte im Osten. Im Südosten befindet sich das Küstengebiet der Stadt.

Die Stadt grenzt an den Fuß des höchsten Gipfels des Inselstaates, des Mount Apo. Wendet man sich vom Gipfel in Richtung Osten, so stößt man auf großflächige Ebenen, unberührte Waldgebiete, befahrbare Flüsse, und gelangt schließlich zur glitzernden Metropole.

Allein 50 Prozent des Stadtgebiets ist als bewaldet klassifiziert, während 43 Prozent der agrarwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung stehen. Der Westrand des Stadtgebiets gehört bereits zum Mount Apo Natural Park.

Stadtgliederung mini|Mount Apo mini|Davao-Fluss in Davao City mini|Blick auf das Stadtzentrum und den Davao Fluss

Davao City ist in elf administrative Distrikte gegliedert, die wiederum in 182 Barangays (Ortsteile), die kleinste Verwaltungseinheit der Philippinen, unterteilt sind.

Acacia Agdao Alambre Alejandra Navarro Alfonso Angliongto Sr. Angalan Atan-Awe Baganihan Bago Aplaya Bago Gallera Bago Oshiro Baguio Balengaeng Baliok Bangkas Heights Bantol Baracatan Barangay 1-A Barangay 10-A Barangay 11-B Barangay 12-B Barangay 13-B Barangay 14-B Barangay 15-B Barangay 16-B Barangay 17-B Barangay 18-B Barangay 19-B Barangay 2-A Barangay 20-B Barangay 21-C Barangay 22-C Barangay 23-C Barangay 24-C Barangay 25-C Barangay 26-C Barangay 27-C Barangay 28-C Barangay 29-C Barangay 3-A Barangay 30-C Barangay 31-D Barangay 32-D Barangay 33-D Barangay 34-D Barangay 35-D Barangay 36-D Barangay 37-D Barangay 38-D Barangay 39-D Barangay 4-A Barangay 40-D Barangay 5-A Barangay 6-A Barangay 7-A Barangay 8-A Barangay 9-A Barangay 10-A Bato Bayabas Biao Escuela Biao Guianga Biao Joaquin Binugao Bucana Buda Buhangin Bunawan Cabantian Cadalian Calinan Callawa Camansi Carmen Catalunan Grande Catalunan Pequeño Catigan Cawayan Centro Colosas Communal Crossing Bayabas Dacudao Dalag Dalagdag Daliao Daliaon Plantation Datu Salumay Dominga Dumoy Eden Fatima Gatungan Gov. Paciano Bangoy Gov. Vicente Duterte Gumalang Gumitan Ilang Inayangan Indangan Kap. TomasMonteverde, Sr. Kilate Lacson Lamanan Lampianao Langub Lapu-lapu Leon Garcia, Sr. Lizada Los Amigos Lubogan Lumiad Ma-a Mabuhay Magsaysay Magtuod Mahayag Malabog Malagos Malamba Manambulan Mandug Manuel Guianga Mapula Marapangi Marilog Matina Biao Matina Pangi Matina Aplaya Matina Crossing Megkawayan Mintal Mudiang Mulig New Carmen New Valencia Pampanga Panacan Panalum Pandaitan Pangyan Paquibato Paradise Embak Rafael Castillo Riverside Salapawan Salaysay Saloy San Antonio San Isidro Santo Niño Sasa Sibulan Sirawan Sirib Suawan Subasta Sumimao Tacunan Tagakpan Tagluno Tagurano Talandang Talomo Talomo River Tamayong Tambobong Tamugan Tapak Tawan-tawan Tibuloy Tibungco Tigatto Toril Tugbok Tungakalan Ubalde Ula Vicente Hizon Sr. Waan Wangan Wilfredo Aquino Wines

Klima mini|Klimadiagramm von Davao

Davao City hat ein tropisches Klima, das durch Regenfälle, gleichmäßig hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit charakterisiert wird. Es gibt keine ausgesprochene Trocken- oder Regenperiode. Die Temperaturen schwanken zwischen 20 und 32 °C bei einer durchschnittlichen Regenmenge von 2.000 mm im Jahr.

Die Stadt liegt außerhalb des Taifungürtels und bleibt deshalb vor starken tropischen Stürmen und Taifunen weitgehend verschont.

Geschichte Der spanische Einfluss setzte sich im Gebiet von Davao erst im Jahre 1848 durch, als eine Expedition unter der Leitung von Don Jose Oyanguren eine christliche Siedlung in den Mangrovensümpfen errichtete, die heute das Bolton-Flussufer darstellt.

Das Gebiet von Davao wurde zu dieser Zeit von dem Moro-Oberhaupt Datu Bago regiert, dessen Volk entlang der Ufer des Davao-Flusses lebte. Datu Bago verstand das Eindringen der Spanier als Provokation seiner Machtansprüche. Es kam zum Kampf, der zugunsten der Spaniern ausging. Der Sieg über den herrschenden Datu markierte das Ende des Einflussbereichs der Stammesfürsten dieser Gegend.

Am 27. Februar 1849 war die 1846 begonnene Eroberung von Davao abgeschlossen und Gov. Gen. Claveria verfügte die Aufteilung der Caraga-Provinz. Der nördliche Teil wurde zur Provinz Surigao, den südlichen Abschnitt benannte er zu Ehren seiner spanischen Geburtsstadt „Nueva Guipozcoa“ und bestimmte den Ort Caraga zu deren Hauptstadt. Nueva Guipozcoa wurde später in Davao umbenannt. Uyanguren ernannte sich zum ersten Gouverneur des Gebietes. Seine Ziele für die Entwicklung des Gebietes wurden von ihm jedoch nie erreicht.

Die amerikanische Besatzung startete mit der Ankunft von Major Hunter Ligget im Jahre 1890. Einige Jahre danach, um 1900, landeten die US-Streitkräfte und machten den Weg frei für privat geführte Farmen, und sie unterstützten die Schaffung von Transport- und Kommunikationswegen.

Bereits vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war Davao von vielen japanischen Einwanderern bevölkert, die die agrarwirtschaftliche Entwicklung des Gebietes maßgebend vorantrieben. Ein japanischer Unternehmer namens Kichisaburo Ohta formte weite Teile des fruchtbaren Landes zu großen Abacá- und Kokosnussplantagen. Die erste Welle japanischer Plantagenarbeiter erreichte den Ort um 1903, und es entstand ein kleiner Ortsteil, genannt Little Japan. Hier hatten sie ihre eigenen Schulen, Zeitungen, eine Botschaft sowie einen Shintō-Schrein.

Davao wurde schließlich am 1. März 1937 durch einen Beschluss von Präsident Manuel Quezon zu einer beurkundeten Stadt ernannt.

Im Jahre 1941 besetzten die japanischen Truppen Davao und richteten hier ein regionales Hauptquartier der Besatzungsarmee ein. Die japanische Armee brachte Angst über die Davaoeños, weswegen viele Einwohner in die Außenbezirke der Stadt flüchteten. Nachdem Recht und Ordnung wiederhergestellt waren, kamen die meisten zurück und arrangierten sich mit den neuen Gegebenheiten. Bei der Befreiung Davaos durch die amerikanischen Truppen 1945 war das Stadtgebiet heftig umkämpft. Große Teile der Stadt und der Umgebung wurden dabei zerstört.

1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, kam es zu einer starken Einwanderungswelle aus den Visayas, aus Luzon und anderen Teilen Mindanaos in den Osten Davaos.

Am 8. Mai 1967 wurde das riesige Stadtgebiet durch den Republic Act Nr. 4867, in drei Provinzen aufgeteilt, Davao del Norte, Davao del Sur und Davao Oriental. Die heutige Provinz Davao de Oro gehörte damals noch zu Davao del Norte. Der Stadt blieb das Gebiet im heutigen Ausmaß, und sie genießt einen provinzfreien Status.

Bevölkerung Sprache Die Mehrzahl der Davaoeños haben Cebuano als Muttersprache, vielen auch als Visayan oder Bisayan bekannt. Filipino (Tagalog) steht an zweiter Stelle, knapp hinter den verschiedenen Visayan-Dialekten. Dagegen werden die Sprachen, die sich ursprünglich in dem Gebiet entwickelt hatten, nur mehr von Minderheiten beherrscht. Englisch wird in den Schulen als Lehrsprache benutzt und ist somit allgemein verbreitet, vor allem bei Geschäftsleuten und Akademikern.

Eine Mischung aus Cebuano (Visayan) und Tagalog mit Einflüssen von Englisch und Spanisch hat sich zu einer Gesellschaftssprache entwickelt, die vor allem von den jüngeren Generationen verwendet wird.

Religion Die Anhänger der römisch-katholischen Konfession sind mit 83,83 Prozent die dominante religiöse Gruppe in Davao (Dabaw), gefolgt von anderen christlichen Gruppen (15 Prozent). Die restlichen 1,17 Prozent gehören anderen Religionen wie dem Islam oder dem Buddhismus an.

Politik mini|hochkant|Ehemaliger Bürgermeister Rodrigo Duterte auf einer Kundgebung mini|Rathaus von Davao und Skulptur im davorliegenden Quezon Park

Der Stadtrat von Davao hat nach dem Kommunalrecht (Local Government Code) von 1991 gewisse Autonomie in städtischen Angelegenheiten. Die Stadt ist in drei Kongressdistrikte aufgeteilt.davaocity.gov.ph: (englisch), abgerufen am 10. August 2017. Der erste Kongressdistrikt umfasst die untergeordneten Distrikte Poblacion (Stadtkern) und Talomo, der zweite Kongressdistrikt Agdao, Buhangin, Bunawan und Paquibato, sowie der dritte Kongressdistrikt Baguio, Calinan, Marilog, Toril und Tugbok.

Der Bürgermeister der Stadt wird alle drei Jahre gewählt, kann jedoch für höchstens drei aufeinanderfolgende Wahlperioden im Amt bleiben. Eine spätere Wiederwahl nach einer Amtsunterbrechnung ist allerdings möglich.

Bürgermeister von Davao City:https://davaoarchives.wordpress.com/2011/01/24/city-mayors-of-davao-past-to-present/ Bürgermeister von Davao (englisch), abgerufen am 9. August 2017.

Santiago Artiaga (1937–1938) Agustin Alvarez (1938–1940) Pantaleon Pelayo, Sr. (1940–1941) Alfonso Oboza Sr. (1941–1942) Juan Sarenas (1943–1944) Donato Endriga (1944–1945) Apolinario Cabigon (1946) Fundador Villafuerte (1946–1947) Leon Garcia (1947–1949) Bernardo Teves (1949–1953) Rodolfo Sarenas (1953–1954) Julian Rodriguez Sr. (1954–1955) Carmelo Porras (1956–1959, 1960–1963, 1964–1967) Elias Lopez (1968–1971, 1981–1986) Luis Santos (1972–1975, 1976–1981) Zafiro Respicio (1986–1986, 1986–1987) Jacinto Rubillar (1987–1988) Rodrigo Duterte (1988–1998, 2001–2010, 2013–2016) Dominador B. Zuño Jr. (1990–1991 während einer dreimonatigen Amtsfreistellung Rodrigo Dutertes) Benjamin de Guzman (1998–2001) Sara Duterte-Carpio (2010–2013, 2016 bis heute)

Städtepartnerschaften Davao City unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

: Keelung