Quenstedt ist ein Ortsteil der Stadt Arnstein im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie Quenstedt liegt rund sechs Kilometer südlich von Aschersleben an der B 180.

Geschichte Der Ort wurde das erste Mal im Jahre 992 urkundlich als Quenstedi erwähnt und gehörte damals dem Schwabengau an, wie auch das Kirchensiegel mit dem Schriftzug „Swaven Quenstedti“, was so viel wie Schwaben Quenstedt bedeutet, belegt.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Quenstedt, Alterode, Bräunrode, Greifenhagen, Harkerode, Stangerode, Sylda, Ulzigerode und Welbsleben sowie die Stadt Sandersleben (Anhalt) zur neuen Stadt Arnstein zusammen.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 Die Verwaltungsgemeinschaft Wipper-Eine, zu der Quenstedt gehörte, wurde aufgelöst.

Politik Bürgermeister Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Quenstedt war Georg Lakomy (CDU).

Wappen Blasonierung: „In Grün der Oberkörper eines Bischofs mit rotem Gewand und roter Bischofsmütze, in der Rechten eine silberne Gans, in der Linken einen silbernen Krummstab haltend, umgeben von einer vierbogenförmigen goldenen Glorie.“

Das Wappen wurde 1995 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Kulturdenkmale und Gedenkstätten St. Bonifatius (Quenstedt), eine im Kern gotische, wiederholt umgebaute Saalkirche mit Turm, mit Ausstattung Sammelgrab mit Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof für sechs Häftlinge aus dem KZ Langenstein-Zwieberge, einem Außenlager des KZ Buchenwald, die bei einem Todesmarsch im April 1945 von SS-Männern ermordet wurden, sowie für zwei unbekannte Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit wurden

Die Reformationslinde wurde der Legende nach 1520 anlässlich der Einführung der Reformation in der Gemeinde zur Erinnerung an das heilige Abendmahl gepflanzt. Am 31. Oktober 1897 wurde eine entsprechende Gedenktafel angebracht.

Archäologie miniatur|Blick von Süden auf die Schalkenburg In der Archäologie ist der Ort auf Grund der 800 m südwestlich des Ortes gelegenen Schalkenburg, einem mehrperiodigen Fundplatz der vom Neolithikum bis zur Eisenzeit besiedelt war, eine große Bekanntheit. Neben einer Ringanlage der Stichbandkeramik wurde auf dem Bergsporn eine Siedlung der Bernburger Kultur sowie eine Burganlage der späten Bronzezeit bis frühen Eisenzeit vollständig archäologisch untersucht.

Weniger bekannt ist die nordöstlich des Ortes gelegene römerzeitliche Kammacherwerkstatt deren Ausgrabung 1935 von Paul Grimm dokumentiert wurde 1935 – Die Kammacherwerkstätte von Quenstedt, Mansf. Gebirgskreis. Mitteldt. Volkheit, S. 18 bis 20. und der im Zentrum des Ortes gelegene Grabhügel aus der Schnurkeramik 1936 – Eine Miniaturtrommel aus einem Hügelgrab bei Quenstedt, Mansfelder Seekreis. Jahresschrift für die Vorgeschichte der sächsisch-thüringischen Länder, Band 24, S. 101–111..

Persönlichkeiten

Gregorius Luppe (1582–1636), Oberstadtschreiber, Syndikus und bürgerlicher Rittergutsbesitzer Friedrich Reinhold Jahns (1857–1934), Bergingenieur und Bergwerksdirektor in Saarbrücken Hans Joachim Störig (1915–2012), Sachbuchautor und Lexikograph ("Der große Störig") Otto Teutloff (1931–2005), Heimatmaler und Illustrator.Roman Häusgen: . In: „Mitteldeutsche Zeitung“ vom 14. Januar 2005 Vor dem Quenstedter Dorfgemeinschaftshaus erinnert ein Gedenkstein an den ersten Ehrenbürger des Ortes.Burkhard Zemlin: . In: „Mitteldeutsche Zeitung“ vom 26. Oktober 2006.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Mansfeld-Südharz Kategorie:Geographie (Arnstein, Sachsen-Anhalt) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mansfeld-Südharz) Kategorie:Ersterwähnung 992 Kategorie:Gemeindeauflösung 2010