Dieser Teil der Liste der Denkmäler in Coburg beschreibt die denkmalgeschützten Objekte in folgenden Coburger Straßen und Plätzen: Obere Anlage Obere Klinge Obere Leopoldstraße Obere Salvatorgasse Oberer Bürglaß

Obere Anlage

Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Obere Anlage Die Obere Anlage beginnt an der Steingasse und wird bei der Abzweigung der Marienstraße mit der Alexandrinenstraße fortgesetzt. Sie entstand um 1819 entlang der ehemaligen südöstlichen Stadtbefestigung, als der dortige Stadtgraben aufgefüllt wurde. Die Bebauung besteht auf der Ostseite aus fünf repräsentativen Häusern, von denen die zwei südlichen den Glockenberg als Adresse haben. Obere Anlage siehe Wettiner Anlage Obere Anlage 1 Wohnhaus D-4-63-000-377 Das zweigeschossige, klassizistische Wohnhaus ließ sich 1836 der herzogliche Kammerherr Emil von Lichtenberg errichten. Die Ergänzung mit zwei Zwerchhäuser und einem Balkon durch Georg Meyer veranlasste 1882 der Hofzahnarzt Johann Kipp. Das Walmdachhaus zeichnet sich durch fünf Achsen auf der Längsseite und drei Achsen auf der Querseite aus. Die drei inneren Achsen der Straßenfassade sind als Risalit mit einem Zwerchhaus ausgebildet. Auf massiven Erdgeschossaußenwänden aus Sandstein ruht die verputzte Fachwerkkonstruktion des Obergeschosses. Ein Kranz- und Brüstungsgesims ist als horizontales Gliederungselement vorhanden.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Anlage 2 Wohnhaus D-4-63-000-378 Das zweigeschossige, klassizistische Wohnhaus gab 1818 der geheime Konferenzrat Christoph Arzberger in Auftrag. 1862 wurde der Eingang an die Nordseite verlegt und 1908 das Treppenhaus. Außerdem ließ der Privatier Adolf Riemann 1908 einen dreigeschossigen Anbau an der Südostecke errichten und das Dachgeschoss zu Wohnzwecken mit einem Zwerchhaus an der Südseite ausbauen. Ursprünglich sind noch die Straßenfassade und die zugehörigen Räume. Das Gebäude ist durch fünf Achsen in der Straßenfront und vier auf der Schmalseite sowie dreiachsige Zwerchhäuser gekennzeichnet. Einen Balkon und drei Rundbogenfenster weist die Straßenfassade im Obergeschoss auf, das durch ein profiliertes Gesims vom Erdgeschoss getrennt ist. Das Treppenhaus ist in einem Risalit mit Eckbänderungen angeordnet. Lamellenläden sind bei den Fenstern markant.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Anlage 3 Wohnhaus D-4-63-000-379 Im Jahr 1835 ließ sich der Kammerdiener Peter Anton Joseph Fischer auf dem Areal ein Wohnhaus errichten, das 1862 aufgestockt und erweitert wurde und seine heutige Gestaltung erhielt. 1909 erfolgte rechts der Anbau eines geschlossenen Balkons auf eine anschließende Stützmauer. Ein Dachgeschossausbau kam 1988 zur Ausführung. Das klassizistische Walmdachhaus ist durch fünf Achsen in der Straßenfront und drei auf der Schmalseite gekennzeichnet. Die längliche Westseite besitzt in der Mitte einen dreiachsigen Risalit, der oben von einem verschieferten Zwerchhaus abgeschlossen wird. Das Erdgeschoss trennt ein Bandgesims vom Obergeschoss, das eine Fachwerkkonstruktion und Fenster mit Profilstürzen aufweist.rahmenlos|hochkant=0.7

Obere Klinge Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Obere Klinge Die Obere Klinge verbindet den Oberen Bürglaß mit der höhergelegenen Bergstraße auf dem Festungsberg. Die Bezeichnung lässt sich auf das mittelhochdeutsche Wort „klinge“ in der Bedeutung für Talschlucht zurückführen. Die Straße unterscheidet sich gegenüber der Unteren Klinge insbesondere durch ihre Höhenlage. Die Bebauung ist vor allem durch gründerzeitliche Villen gekennzeichnet. Obere Klinge 1 Ehem. Villa Anker D-4-63-000-380 Der Berliner Privatier Carl Ludwig Anker ließ sich 1872 die Villa nach Plänen des Architekten Hans Rothbart errichten. Im Rahmen des Wiederaufbaus nach einem Brand im Jahr 1887 kam es zu einer Umgestaltung. Bis 1903 war das Haus Direktionsgebäude des benachbarten Landeskrankenhauses, 1957 erwarb es die Katholische Kirchenstiftung St. Augustin. Die Neurenaissancevilla steht im Hang und weist einen Quadersockel auf, der Richtung Westen als Vollgeschoss ausgebildet ist. Darüber sind zwei verputzte Obergeschosse mit Quaderbänderungen an den Hauskanten angeordnet. Die talseitige Fassade ist gekennzeichnet durch zwei Eckrisalite mit vorgesetzten dreiseitigen, zweigeschossigen Erkern. Darüber sind dreiteilige Fenster mit mittig aufgebogenen Profilgebälken vorhanden. Die Fassadenmitte betont eine reich dekorierte Ziergaube. Ein Konsolkranzgesims, in der Mitte durch ein Zahnschnittgesims unterbrochen, verläuft unter der Dachtraufe, ein umlaufendes Profilgesims trennt das oberste Geschoss von der darunter liegenden Etage. Der Nordwestfassade ist ein 1887 angefügter polygonaler Wintergarten aus Holz davor gesetzt, unter der Auffahrt zum Gebäude ein mittelalterlicher Gewölbekeller vorhanden.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 1 a/1 b Keller­anlage D-4-63-000-26 siehe Gewölbekeller Allee Obere Klinge 3 Villa D-4-63-000-381 1869 wurde die zweigeschossige Villa für die Kaufmannswitwe Sophie Luise Eck errichtet. Das Gebäude entstand in Anlehnung an den ehemaligen Sommersitz der Herzogswitwe Auguste in Ketschendorf, der von 1803 bis 1869 bestand. Das klassizistische, verputzte Walmdachhaus ist durch fünf Achsen in der südlichen Straßenfront und drei auf der Schmalseite gekennzeichnet. Die südliche Fassade mit dem Eingangsbereich besitzt ein dreiachsiges Mittelrisalit mit einem überdachten Portal. Die gegenüberliegende Gartenseite ist analog mit einem Mittelrisalit gestaltet, allerdings stehen dort vier ionische Säulen davor, die eine Veranda mit Söller stützen. Die dreiachsige Westfassade weist einen wenig ausgebildeten, einachsigen, in der Mitte angeordneten Risalit mit einem markanten Konsolkastenerker, der drei rundbogige Fenster hat, auf. Darüber ist eine Dachgaube mit gleicher Fensterform und mit einem flachen Dreiecksgiebel vorhanden. Ein Bandgesims trennt die beiden Geschosse. Unter der Dachtraufe verläuft ein Zahnschnittfries.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 4 Gartenhaus D-4-63-000-382 Das zweigeschossige Gartenhaus weist die Bezeichnung 1798 auf. Ursprünglich hatte das nicht unterkellerte Walmdachhaus drei Fensterachsen in der Längsseite und eine in der Schmalseite. 1952 wurde es durch einen westlichen Anbau mit Keller um eine Fensterachse erweitert, der allerdings die Gebäudesymmetrie beseitigte. Die Fassade des niedrigen Erdgeschosses besteht aus Sandsteinquadern und im Obergeschoss ist sie verputzt. Das Eingangsportal besitzt einen zweibündigen Rahmen mit Keilstein.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 5 Villa D-4-63-000-383 Die historistische Villa mit anklingenden Jugendstilformen errichtete 1894 die Firma des Baumeisters Bernhard Brockardt. Das mehrteilige Gebäude mit einer Fassade aus Ziegel und Sandsteingliederungen besitzt in der Straßenfront einen markanten dreiseitigen, dreigeschossigen Erker über dem ein Spornerker und ein abgestufter Ziergiebel angeordnet sind. Auf der linken Seite steht über dem Sockelgeschoss eine zweigeschossige Holzlaube. Rechts ist der über eine Treppe erschlossene Eingang mit einer vorgesetzten, massiven Laube im Erdgeschoss und einer Holzlaube im Obergeschoss. Dahinter befindet sich ein Treppenhausturm mit einem Walmdach und Zierfachwerk im Obergeschoss.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 5 a Villa D-4-63-000-734 Die 1895 vom Baumeister Bernhard Brockardt im historistischen Stil erbaute Villa ist ein zweigeschossiger, traufständiger Satteldachbau. Das Haus besitzt ein hohes Sockelgeschoss mit einem Mauerwerk aus Steinquaderstreifen auf dem das Obergeschoss, durch ein kräftiges Profil getrennt, mit seinen verputzten Außenwänden und Sandsteingliederungen steht. Die Straßenfassade kennzeichnet ein Zwerchhausrisalit mit einem Spornerker, der von einer welschen Haube abgeschlossen und beidseitig durch Fenster mit Rouleaublenden flankiert wird. Darunter sind zwei segmentbogige Fenster angeordnet. Den Abschluss oben bildet ein Ziergiebel mit einer Ritterfigur. Links vom Risalit sind zwei Fensterachsen und rechts ein Korbbogenfenster einer geschlossenen Laube vorhanden, die oben durch ein bemaltes Traufgesims begrenzt werden. Die linke dreiachsige Giebelfassade ist durch ein kleineres Rechteckdoppelfenster in der Mitte und größere Rundbogenfenster außen gestaltet. Im gestuften Giebel ist ein Okulus erwähnenswert.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 5 b Villa D-4-63-000-735 Der Maurermeister Georg Meyer errichtete 1899 die historistische Villa. Das zweigeschossige Satteldachhaus weist eine Fassade aus Ziegel mit Sandsteingliederungen auf, die auf einem Sockelgeschoss aus Quadermauerwerk steht. Die Straßenfront zeichnet ein Eckrisalit mit Zwerchhaus und einem davor stehenden dreiseitigen Erker aus Sandstein mit Söller aus. Die Fenster im Erker besitzen Spiegelbrüstungen, der Söller eine Balustrade und eine dreiteilige Fenster-Tür-Gruppe mit Bezeichnung AS 1900. Rechts befindet sich der überdachte Eingang mit einem Treppenturm, der im Kniestock ein sichtbares Fachwerk hat. Die westliche Giebelseite ist zweiachsig mit Rundbogen- und Doppelfenstern ausgebildet, die rückwärtige Gartenseite mit einem zweiachsigen Satteldachrisalit und einer Veranda in Fachwerk.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 5 d Villa D-4-63-000-736 Die historistische Villa erbaute 1893 der Baumeister Bernhard Brockardt als erste von drei Villen an der oberen Klinge. Es ist ein dreigeschossiger Walmdachbau mit einer Fassade aus Ziegel mit Sandsteingliederungen. Zur südlich gelegenen Zufahrt steht die Schmalseite, die vier Fensterachsen, in der Mitte als Doppelfenster ausgeführt, und eine Schleppgaube aufweist. Die östliche Langseite besteht aus sechs Achsen und zwei Eckrisaliten, wobei der rechte als Treppenturm ausgebildet ist. Der als Halbgeschoss ausgebildete Keller mit Keilsteinen über den original vergitterten Fenstern ist durch ein kräftiges Gesims vom Erdgeschoss, das wiederum durch ein Sohlbankgesims auf Konsolen vom Obergeschoss, getrennt. Entlastungsbögen über den rechteckigen, gerahmten Fenstern zieren die Erdgeschossfassade. Den Abschluss bildet oben unter der Dachtraufe eine Konsolreihe als Kranzgesims. Im Dach sind auf der Südseite beidseitig neben der Schleppgaube zwei Hausgauben mit welschen Hauben angeordnet.rahmenlos|hochkant=0.7 Obere Klinge 9 Ehem. Villa Ida D-4-63-000-737 Im Jahr 1893 beauftragte der Professor Wilhelm Rollmann den Bau der Villa im Stil des gotisierenden Historismus. 1933 folgte eine Erweiterung mit einem Erker durch den Maurermeister Paul Schaarschmidt für den Miederwaren-Fabrikanten Gustav Schmidt. Das Haus besitzt ein hohes Sockelgeschoss mit einem Quadersockel auf dem das Obergeschoss, bestehend aus Ziegel mit Sandsteingliederungen, unter anderem gezahnte Bänderungen an den Hauskanten, steht. Die Fassade zur Straße ist durch einen rechts angeordneten Risalit mit einem Zwerchgiebel gekennzeichnet. Davor steht ein polygonaler Erker aus Sandstein mit einem Söller, der über ein Fenster-Tür-Paar mit Spitzbogenblenden erschlossen ist. Die linke, westliche Fassade besitzt einen Mittelrisalit mit Doppelfenstern und ist ähnlich der Hauptfassade ausgeführt.rahmenlos|hochkant=0.7

Obere Leopoldstraße Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Obere Leopold­straße Die Obere Leopoldstraße führt von der Leopoldstraße zur höher gelegenen Seidmannsdorfer Straße und wird nach Südwesten durch den Hinteren Glockenberg fortgesetzt. Die 1855 errichtete Straße weist unter anderem gründerzeitliche Villen als Bebauung auf. Obere Leopold­straße 5 Villa