Dieser Teil der Liste der Denkmäler in Coburg beschreibt die denkmalgeschützten Objekte in folgenden Coburger Straßen und Plätzen: Park Pfarrgasse Pilgramsroth Plattenäcker Probstgrund

Park

Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Park Mit Park wird die Bebauung am südlichen Rand des Hofgartens bezeichnet. Auch das Naturkundemuseum am Nordrand hat diese Adresse. Die Grundstücke zwischen Kleinem Rosengarten und Leopoldstraße gehören zu keinem historischen Straßenzug. Die Häuser sind überwiegend im Stil der Neugotik gestaltet. Park 1 Ehem. Herzog­liche Marien­schule D-4-63-000-402 Das zweigeschossige, neugotische Wohnhaus war Sitz der ehemaligen herzoglichen Marienschule. Heute beherbergt es den Kindergarten Marienschule. Eine Bebauung des Grundstücks mit Kleinhäusern ist für 1418 belegt. Mit dem Ausbau des Hofgartens im 17. Jahrhundert wurden die Häuser für eine Zufahrt abgebrochen. 1730 stand auf dem Areal ein Gartenhaus, das 1842 zu einem Wohnhaus ausgebaut wurde. 1869 kaufte die evangelische Marienschulstiftung, die am 3. Mai 1842 von Herzogin Marie, der zweiten Frau von Herzog Ernst I., gegründet worden war, das Anwesen und beauftragte den Maurermeister Georg Meyer mit Baumaßnahmen. Das Wohnhaus, neugotisch mit Ziegeln errichtet, wurde umgebaut und ein spätklassizistischer Kindersaal angebaut. Der Saal wurde 1886 aufgestockt und neugotisch umgestaltet. Nach Planungen des Baugewerksschullehrers Johannes Köhler folgte 1903 eine Erweiterung des Spielraums. Von 1939 bis 1941 nutzte der Kindergarten der N.S. Volkswohlfahrt die Räumlichkeiten. 1954 und 1973 kamen weitere Anbauten dazu.Das ehemalige Wohnhaus aus Ziegel mit Sandsteingliederungen hat eine vierachsige Fassade mit einem zweiachsigen Mittelrisalit und wird von einem getreppten Zwerchhausgiebel abgeschlossen. Die Doppelfenster im Obergeschoss des Risalits besitzen Maßwerkbrüstungen sowie gestufte Verdachungen. Die Hausecken werden durch Eckverquaderungen betont, ein umlaufender Rundbogenfries schließt die Fassade oben ab.rahmenlos|hochkant=0.7| Park 3 Villa D-4-63-000-403 Die neugotische Villa wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Der Kabinettsrat Adolf Becker veranlasste 1882 und 1885 Anbauten an der „Villa de Rais“ (Anita de Rais war eine Hofpianistin in Coburg), die der Hofbaurat Julius Hartmann plante. 1886 erwarb Herzogin Alexandrine das Gebäude und ließ durch Hartmann 1888 den südöstlichen Eckanbau errichten. Nach Herzogin Marie war ab 1913 der Zar Ferdinand I. Eigentümer. Der vermachte das Haus 1948 der katholischen Gemeinde zur Nutzung als Kinderheim. In den folgenden Jahrzehnten erforderte die neue Verwendung zusätzliche Umbauten und Erweiterungen des Anwesens.Die Fassade des Traufseithauses hat im Kellergeschoss ein Sandsteinquader-Mauerwerk und darüber ein Ziegelmauerwerk mit Sandsteingliederungen. Sie besteht auf der Nord-Ost-Seite aus einem rechts angeordneten zweiachsigen Risalit mit Zwerchhaus und getrepptem Giebel. Links daneben befindet sich der überdachte Hauseingang. Es folgt ein markanter Treppenturm mit einem Pyramidendach. Das oberste Geschoss steht auf einem Blendbogenfries über. Im Erdgeschoss bestehen die Außenwände des Turms aus Sandsteinmauerwerk mit gekappten Ecken.rahmenlos|hochkant=0.7| Park 3 a Hofgarte­nmauer D-4-63-000-878 Die barocke Hofgartenmauer entstand um 1680 als zwei Meter hohe Sandsteinquadermauer. Bei der Umgestaltung des Hofgartens wurden ab 1856 größere Teile abgetragen. Vorhanden ist sie noch am Südrand des kleinen Rosengartens, als Grenzmauer der Grundstücke 3, 3 a und 4.rahmenlos|hochkant=0.7| Park 4 Ehemaliges Hof­gärtner­haus D-4-63-000-404 Der Gewölbekeller stammt aus der Zeit um 1680, als der Hofgarten im niederländischen Stil als Herrengarten angelegt wurde. Das Haus stand in der Mittelachse des von Nord nach Süd ausgerichteten, barocken Herrngartens. Das heute zweigeschossige Gebäude entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit einem Walmdach. 1869 folgte im Auftrag der herzoglichen Domänenverwaltung eine Umgestaltung der Fassade im Stil der Neugotik und des Daches als Satteldach. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Zar Ferdinand I. neuer Eigentümer. 1922 bekam es die Coburger Landesstiftung geschenkt und sie machte nach einer Neugestaltung das Areal der alten Hofgärtnerei der Öffentlichkeit zugänglich. 1927 ging das Anwesen in das Eigentum der Stadt Coburg über.Das traufständige, fünfachsige Satteldachhaus hat in der Mitte einen einachsigen Risalit mit einem getreppten Zwerchhausgiebel. Im Obergeschoss befindet sich davor eine Altane mit Maßwerksbrüstung auf zwei flachen Eselsrücken als Konsolen. Das Eingangsportal darunter ist im Tudorstil gestaltet. Die parkseitige Fassade besitzt ein Bandgesims, das das Erdgeschoss mit Segmentbogenfenstern vom Obergeschoss mit rechteckig gerahmten Fenstern und einer gewinkelten Verdachung trennt.rahmenlos|hochkant=0.7| Park 4 a Drei allegorische Stein­figuren D-4-63-000-879 Die drei allegorischen Steinfiguren der Tageszeiten Morgen, Mittag und Abend stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Frührokokofiguren hatte der Hoftheatermaler Friedrich Lütkemeyer in einem Garten gefunden. Die Tageszeit Nacht ist verschwunden. Nach Lütkemeyers Tod im Jahr 1912 wurden die Figuren im 1922 entstandenen Kleinen Rosengarten aufgestellt. Die Figuren sind Kopien, die Originale stehen im Ausstellungsgebäude des Kunstvereins.rahmenlos|hochkant=0.7| Park 6 Natur­kunde-Museum D-4-63-000-405 Das Naturkunde-Museum wurde 1913 als naturwissenschaftliches Museum im historisierenden Stil nach Plänen des Hofbaurats Rudolf Zahn errichtet. Herzog Eduard hatte für die herzoglichen naturwissenschaftlichen Sammlungen den Neubau an der Festungsstraße ein Jahr zuvor in Auftrag gegeben.rahmenlos|hochkant=0.7|

Pfarrgasse Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Pfarr­gasse Die Pfarrgasse verbindet den Kirchhof mit der Unteren Anlage. Der westliche Teil mit fünf ehemaligen Priesterwohnhäusern, zwischen denen und der Morizkirche von etwa 1300 bis 1500 der Friedhof lag, wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts bebaut. Der östliche Bereich, einst zur Propstei gehörend, besteht aus repräsentativen Gebäuden der Superintendentur aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Pfarr­gasse Teile der ehem. Stadt­mauer D-4-63-000-537 Auf der Rückseite von Pfarrgasse 6, entlang der unteren Anlage, steht das kurze Stück der ehemaligen Zwingermauer aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.rahmenlos|hochkant=0.7| Pfarr­gasse 1 Wohnhaus D-4-63-000-406 Die Bausubstanz des zweigeschossigen Wohnhauses an der Ecke zur Gymnasiumsgasse lässt sich bis ins Spätmittelalter zurückverfolgen. Der Häuserforscher Ernst Cyriaci hat festgestellt, dass das Haus 1667 als altes, eingefallenes Häuslein beschrieben wurde. Die heutige Gestaltung erfuhr das Anwesen im 16. oder 17. Jahrhundert. 1878 wurde das Erdgeschoss durch den Einbau eines Ladens mit dem Eingang auf der linken Seite umgebaut. Zehn Jahre später folgte zur Nutzung des Daches als Wohnraum der Einbau von drei Dachgauben, 1892 das Aufsetzen eines Zwerchhauses. Diese Umbauten führte Georg Meyer aus. Im 20. Jahrhundert wurden vor allem kleinere Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Das Traufseithaus besitzt eine unregelmäßige Befensterung. Es ist durch ein niedriges Erdgeschoss, das als Quadersockel die verputzte Fachwerkkonstruktion des Obergeschosses trägt, gekennzeichnet. Das Obergeschoss ist auskragend, auf einem Schwellbalken in der Pfarrgasse und auf Knaggen giebelseitig, angeordnet.rahmenlos|hochkant=0.7| Pfarr­gasse 2 Wohnhaus D-4-63-000-407 Das zweigeschossige Wohnhaus stammt in seinem Kern wohl aus dem 16. oder 17. Jahrhundert. Im Jahr 1890 ließ es die Stadt nach Plänen des Stadtbaurates Julius Martinet zum Wohnsitz des Stadtkantors umbauen. Der historistische Ausbau in Formen der deutschen Renaissance umfasste insbesondere das Erdgeschoss, einschließlich der Außenwand, das Zwerchhaus und zwei Dachgauben. Das fünfachsige Traufseithaus besitzt als Fassade einen massiven Sockel auf dem verputzte Fachwerkwände angeordnet sind. Markant am Satteldach ist das Zwerchhaus mit Eckeinfassungen durch Bänderungen, Rollwerk unter den Doppelfenstern und einem Volutenziergiebel. Daneben zeichnet die Fassade eine unregelmäßige Fensteranordnung mit einer Dreiergruppe über dem Hauseingang, ein verkröpfter Traufenkonsolfries und gerahmte Fenster mit Konsolbändern aus.rahmenlos|hochkant=0.7| Pfarr­gasse 3, 4 Wohnhaus D-4-63-000-408 Die zwei zweigeschossigen Wohnhäuser wurden als Vikarierhäuser im 16. Jahrhundert errichtet. Im 19. Jahrhundert folgte bei den traufständigen Satteldachhäusern ein Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken auf fast die komplette Fassadenbreite mit Zwerchhäusern und breiten Schleppgauben. Während bei Haus Nr. 3 fünf Achsen vorhanden sind und die Eingangstür rechts Außen angeordnet ist besitzt Haus Nr. 4 sechs Achsen und eine aus der Mitte nach rechts versetzte Tür. Beiden Anwesen haben in der Fassade einen massiven Sockel, auf dem die verputzten Fachwerkwände des hohen Erdgeschosses und des Obergeschosses angeordnet sind. Eine profilierte Traufe schließt die Fassade oben als horizontales Gestaltungselement ab. Die Innenausstattung weist noch barocke Spiralbeschläge und Türen des 19. Jahrhunderts auf.rahmenlos|hochkant=0.7| Pfarr­gasse 5 Wohnhaus D-4-63-000-409 Die Bausubstanz des dreigeschossigen Hauses lässt sich bis ins Spätmittelalter zurückverfolgen. Es ist heute Eigentum der Evangelisch-Lutherischen Gesamtkirchengemeinde. Abweichend von den benachbarten Vikarierhäusern weist das Traufseithaus mit etwa quadratischem Grundriss drei statt zwei Geschosse auf und steht etwas vor der Baulinie. Die Fassade ist gegliedert in drei Achsen auf der rechten Seite und eine auf Abstand gesetzte links neben der Haustür. Der Giebel auf der Ostseite an der Hofeinfahrt besitzt eine Eckdurchfensterung. Im Innern ist ein breiter Flur mit einer rückwärtigen Spindeltreppe vorhanden.rahmenlos|hochkant=0.7| Pfarr­gasse 6 Ehem. Super­intendentur D-4-63-000-410 Das zweigeschossige Haus entstand 1729 an Stelle des im 16. Jahrhundert gebauten Kornhauses der Propstei als Wohnsitz des Superintendenten. Heute ist es Sitz des Evangelisch-Lutherischen Dekanats. Der repräsentative barocke Walmdachbau weist neun Achsen auf. Die Fenster sind durch geohrte Rahmen gekennzeichnet. In der Mitte ist der Eingang angeordnet, der ein gerades, verdachtes Portal mit einem Keilstein aufweist. Die Jahreszahl 1729 und das sächsische Wappen zieren den Keilstein. Felder in einem Fries zeigen links den Meißner Löwe und rechts den Coburger Mohr. Das darunter liegende Oberlicht der Haustür wird durch ein reich dekoriertes Schmiedeeisengitter geschützt. Oben wird die Mittelachse von einem Zwerchhaus mit einem Doppelfenster abgeschlossen, dessen Giebel- und Seitenflächen verschiefert sind. Zwei kreuzgratgewölbte Räume zeichnen das Innere aus.rahmenlos|hochkant=0.7| Pfarr­gasse 7 Ehem. Rektoren­wohnhaus D-4-63-000-411 Das zweigeschossige, zweiflügelige Eckgebäude zur Unteren Anlage entstand im Stil der Neugotik im Jahr 1835. Zuvor waren der Wirtschaftshof der Propstei und bis 1829 die Stadtmauer abgebrochen worden. Das Anwesen diente als Wohnhaus für den Rektor und den Kirchenaufwärter. Das Gebäude hat zwei giebelständige Satteldächer, wobei der linke Dachfirst zur Giebelspitze ansteigt. Der Hauptgiebel ist dreiachsig ausgebildet, in der Mitte sind Doppelfenster und oben ein zweibahniges Maßwerkfenster vorhanden. Der kleine rechte Giebel mit dem Hauseingang hat die Form eines Risalits und Fenster mit profilierten Rahmen. Drei Risalite an der Traufseite gliedern den Hauptflügel. Sie sind analog der kleinen Giebelfront ausgebildet, zwischen ihnen sind jeweils zwei Fensterachsen angeordnet.rahmenlos|hochkant=0.7|

Pilgramsroth