Dieser Teil der Liste der Denkmäler in Coburg beschreibt die denkmalgeschützten Objekte in folgenden Coburger Straßen und Plätzen: Raststraße Robert-Koch-Straße Rodacher Straße Rosenauer Straße Rosengarten Rosengasse Rückertstraße Rummental

Raststraße

Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Rast­straße Die Raststraße verläuft parallel zur Lossaustraße und verbindet die Bahnhofstraße mit dem Kanonenweg. Namensgeber ist der Freiherr von Rast, der ab 1832 Kammerherr Herzog Ernsts I. war. Von Rast wurde 1781 als Ferdinand Martin Liebmann in Berlin geboren. Er war Sohn eines jüdischen Handelsherrn. Seit seiner Erhebung in den bayerischen Adelsstand 1830 nannte er sich bezogen auf den Ort Rast bei Marburg, wo er Grundbesitz besaß, Freiherr von Rast. 1861 errichtete er zugunsten des Gemeinwesens Coburgs eine Stiftung ein. 1863 starb er in Coburg. Von 1937 bis 1945 hieß die Straße Ludwig-Siebert-Straße. Rast­straße 2/4 Doppel­mietshaus D-4-63-000-418 Neben dem benachbarten Eckhaus Bahnhofstraße 36 errichtete der Baumeister Otto Leheis 1900/01 auch das Doppelmietshaus im gotisierenden Jugendstil mit Ziegeln und Sandsteingliederungen. Die dreigeschossigen Doppelhäuser besitzen ein gemeinsames Walmdach. Die Eingänge mit den Treppenhäusern sind seitlich in Risaliten angeordnet. Die jeweils vierachsige, insgesamt symmetrische Straßenfassade ist durch seitliche Risalite mit Satteldach-Zwerchgiebeln und dazwischen liegende Hausgauben gekennzeichnet. Eine Vertikalgliederung ist durch die Fensterbänder vorhanden, die oben durch überfassende Bogen, innen als schmale Kielbogen und außen als breite Stichbogen, abgeschlossen sind. Die Fassade zeichnet eine Vielzahl von Ornamenten aus, die Brüstungen weisen Reliefe auf.rahmenlos|hochkant=0.7 Rast­straße 5 Ehem. Fahrrad­fabrik Greif & Schlick D-4-63-000-419 Das heute als Bürohaus genutzte Gebäude wurde 1908 von dem Architekten und Bauunternehmer August Berger als Fahrradfabrik für die Firma Greif & Schlick im strengen Jugendstil errichtet. Das Keller- und Erdgeschoss des im Grundriss U-förmigen Gebäudes hatten einen Lichthof, der 1967 überbaut wurde. 1986 ging der Fahrradproduzent Konkurs und die Versicherung HUK-COBURG erwarb das Anwesen. Sie veranlasste einen Umbau und den Abbruch rückwärtiger Anbauten.Das dreigeschossige Traufseithaus mit einem Mansardwalmdach besitzt in der Raststraße eine sechsachsige Fassade, die im Erdgeschoss ein Quadermauerwerk aufweist und in den Obergeschossen verputzt ist. Vertikale Bänder, bestehend aus zwei Fenstern mit quadratischer Felderung und einer dazwischen liegenden, gewellten Brüstung gliedern in den beiden unteren Etagen die Fassade. Das davon durch ein Gesims getrennte zweite Obergeschoss kennzeichnet sieben Reihen Kacheln vor den Wandpfeilern zwischen den Fenstern. Ein auskragendes Konsolgesims und eine schmale Attika bilden den Übergang zum Mansarddach mit den Hausgauben. Der links angeordnete Eingang unter Treppenhaus ist als Ecklaube ausgebildet und zeigt im Bogenscheitel das Wappen der ehemaligen Eigentümer. Im Innern ist insbesondere die ursprüngliche Einrichtung des Treppenhauses mit Bodenfliesen und schmiedeeisernem Geländer erhalten geblieben.rahmenlos|hochkant=0.7| Rast­straße 6/8 Doppel­mietshaus mit Geschäften D-4-63-000-420 Das Doppelmietshaus an der Ecke zur Kreuzwehrstraße bildet zusammen mit Kreuzwehrstraße 15 unter einem gemeinsamen Mansarddach einen dreigeschossigen Wohnhauskomplex, der 1899 bis 1903 vom Baumeister Carl Wetter im historisierenden Jugendstils mit Ziegeln und Sandsteingliederungen erbaut wurde.Das jüngste Haus, die Raststraße 6, stammt aus dem Jahr 1903. Auf der rechten Seite ist mittig der Eingang mit einem schmalen Treppenhaus angeordnet. Die Straßenfassade ist gekennzeichnet durch einen zweiachsigen Eckrisalit mit Ziergiebel und Satteldach sowie anschließenden drei Fensterachsen. Ein Bänderung in Höhe der Fensterbänke und -stürze wirkt als Horizontalgliederung. Die Fenster weisen einen ausgeprägten Schmuck auf, der sich nach oben steigert.Das Eckhaus Nr. 8 stammt aus dem Jahr 1899. Es ist geprägt durch die abgeschrägte Hausecke mit einem dreigeschossigen Erker auf mit Dämonen gestalteten Konsolen, mit welscher Haube, an den beidseitig zweiachsige Risalite mit Zwerchgiebeln anschließen. In der Raststraße mit sieben Achsen folgt nach zwei Achsen ein weiterer zweiachsiger Risalit mit Zwerchgiebel. Im Gegensatz zu den beiden jüngeren Gebäudeabschnitten sind fast alle Fenster als Doppelfenster, durch Säulen geteilt, mit geradem Sturz und ornamentierter Lunette ausgebildet. Eine Bänderung in Höhe der Fensterbänke und -stürze ist wie bei Nr. 6 vorhanden. Das Eckgeschäft besitzt beidseitig Rundbogenfenster mit jeweils einem Tympanon, der rechts angeordnete Hauseingang ein großes Relief als Überbau.rahmenlos|hochkant=0.7|

Robert-Koch-Straße Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Robert-Koch-Straße Die Robert-Koch-Straße ist eine westliche Seitenstraße des Marschberges. Sie ist 1904 aus einer Feldstraße hervorgegangen und wurde 1933 nach Robert Koch benannt. Robert-Koch-Straße 6 Miets­wohnhaus D-4-63-000-752Das Mietswohnhaus für drei Familien errichtete der Bauunternehmer August Jacobi 1906/07. Das dreigeschossige, giebelständige Satteldachhaus weist Formen des historisierenden Jugendstils auf. Die Straßenfassade ist auf der linken Seite durch einen flachen Eckrisalit mit Filialgiebel und untergehängtem dreiseitigen Schwalbennesterker gekennzeichnet. An rechten Hausecke ist ein vierseitiger Eckerker mit einer angeschnittenen Haubendeckung angeordnet. Der Hauseingang steht hinter einem Rundbogen unter einem Vorbau mit einem einhüftigen Dach. Das Haus weist eine Vielzahl von Fensterformen auf, bereichsweise wurde zur Fassadengestaltung Fachwerk verwendet.rahmenlos|hochkant=0.7|

Rodacher Straße Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Rodacher Straße Die Rodacher Straße ist der Beginn einer Ausfallstraße, die über Bad Rodach nach Hildburghausen führt. Der Ausgangspunkt der im frühen 19. Jahrhundert angelegten Straße ist eine Kreuzung, wo die Kasernenstraße und der Kanonenweg enden. Rodacher Straße Jüdischer Friedhof der Familie Simon D-4-63-000-422An der Einmündung der Spittelleite liegt der kleine Friedhof, genannt Simonscher Friedhof, den die jüdische Familie Simon vor 1860 anlegen ließ. Die Nutzung endete mit dem Wegzug der Familie im Jahr 1913. Die Sandsteine der Friedhofsmauer der Süd- und Ostseite wurden später größtenteils zum Ausbau des Rottenbachs verwendet. Nach 1932 wurde der Friedhof zerstört, die Reste verwahrlosten bis 1962, als eine Neugestaltung folgte. Es sind noch sechs Grabsteine aus Sandstein aus dem 19. Jahrhundert vorhanden, teilweise als Bruchstücke. Darunter befindet sich ein Säulengrabmal von 1898 für Martha Oblet, gebürtige Simon, klassizistisch gestaltet mit einer Säule, um die sich eine Laub- und Blumengirlande windet.rahmenlos|hochkant=0.7| Rodacher Straße 11 Ehem. Wohnhaus des Theater­malers Max Brückner D-4-63-000-421Im Jahr 1871 beauftragte der Hoftheatermaler Max Brückner, der ein Atelier für künstlerische Bühnengestaltung gegründet hatte, den Zimmermeister Ernst Wöhner ein Malatelier mit Wohnung zu errichten. 1883 veranlasste Brückner den Umbau des Malersaals im Obergeschoss in eine Wohnung, 1886 folgte der Anbau des Turmes an der Nordostecke des Wohnhauses. Seit 1958 wird das Anwesen durch einen Omnibusbetrieb genutzt.Das zweigeschossige Wohnhaus ist ein giebelständiger, fünfachsiger Satteldachbau, der ein massives Erdgeschoss aus Ziegeln auf einem Quadermauersockel aufweist. Das Obergeschoss besaß ursprünglich ein sichtbares Fachwerk, heute ist es verschiefert. Die Fenster im Erdgeschoss schließen Segmentbögen ab. Das Sandsteinportal des durch eine Treppe zurückgesetzten Hauseinganges hatte anfangs ebenfalls einen hohen Segmentbogen, heute ist ein gerader Sturz vorhanden. Der nachträglich angebaute, dreigeschossige Turm ist durch Ziegel mit Sandsteingliederungen, wie an der Turmecke die gezahnte Eckquaderung, gekennzeichnet. Auf dem zweiten Obergeschoss mit Fachwerk und Ziegelausmauerung ruht ein Spitzhelm mit weitem Dachüberstand. Die Nord- und Südseite haben vierachsige Mittelrisalite mit dreiteiligen Dachfenstern, entsprechend der Straßenfront. rahmenlos|hochkant=0.7| Rodacher Straße 11 Bronze­figur D-4-63-000-421 Vor dem Haus Rodacher Straße 11 steht in einer kleinen Grünanlage die Bronzefigur, die 1886 August Drumm schuf, 1888 gegossen wurde und zum Wohnhaus von Max Brückner gehörte. Die weibliche Aktfigur stellt eine junge Frau dar, die eine Taube auf ihrem rechten Arm beobachtet.rahmenlos|hochkant=0.7|

Rosenauer Straße Adresse Beschreibung Foto Rosenauer Straße Die Rosenauer Straße trägt seit 1875 den Namen des Schlosses Rosenau. Sie beginnt an der Allee und endet in Cortendorf, wo sie durch die Neustadter Straße und ab Dörfles-Esbach durch den Herzogsweg fortgesetzt wird, der in Rosenau endet. Die Straße kennzeichnen im westlichen Abschnitt mit den ungeraden Hausnummern 3 bis 13 sechs zweigeschossige, neugotisch gestaltete Wohnhäuser aus der Zeit ab 1870. Die gegenüberliegende, östliche Straßenseite weist einige historistische Gebäude auf. rahmenlos|hochkant=0.7 Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Rosenauer Straße 2 Villa D-4-63-000-753 Der Baurat Carl Kleemann errichtete 1893 die repräsentative historistische Villa auf der rechten Straßenseite mit den geraden Hausnummern. Das zweieinhalbgeschossige Wohnhaus wurde in Ziegel mit Sandsteingliederungen ausgeführt. Die zwei Hauptfassaden des Walmdachhauses sind durch zweiachsige geschweifte Risalite mit Zwerchgiebeln gekennzeichnet, in der Rosenauer Straße mittig zwischen zwei Fensterachsen angeordnet, in der Westseite an der südlichen Hausecke. Die Hauskanten werden durch Eckquader betont, die einzelnen Geschosse durch Bänderungen in Höhe der Fensterbrüstungen. Im Erdgeschoss gibt es Rundbogenfenster mit betonten Kämpfern, im Obergeschoss Rechteckfenster mit Profilstürzen, die im Zwerchgiebel als Doppelfenster ausgebildet sind.rahmenlos|hochkant=0.7| Rosenauer Straße 3 Wohnhaus D-4-63-000-424 Der Fotograf Scherf beauftragte 1869 den Baumeister Bernhard Felber mit dem Bau des Wohnhauses im Stil der Neugotik. 1889 folgte ein Anbau, der 1912 um eine Werkstatt mit Wohnung erweitert wurde. Es ist ein zweigeschossiges Traufseithaus, in der vierachsigen Straßenfront mit einem zweiachsigen, flachen Mittelrisalit und Zwerchhaus beziehungsweise Zwerchgiebel ausgestattet. Lisenen, Bänder und ein Blendbogenfries im Obergeschoss gliedern die Fassade. Stichbogenfenster finden generell Verwendung. Den Mittelrisalit zieren hervortretende Brüstungsfelder und Pilaster. Der Zwerchgiebel besitzt einen geraden Abschluss, der zwischen zwei Schrägen angeordnet und von zwei Spornen gerahmt wird.rahmenlos|hochkant=0.7| Rosenauer Straße 4 Villa D-4-63-000-754 Im Jahr 1907 baute sich der herzogliche Hofbaumeister Georg Kempf die historistische Villa. Die Fassade des zweigeschossigen Walmdachhauses wurde in Ziegel mit Sandsteingliederungen hergestellt. Das Erdgeschoss ist als Hochparterre ausgebildet. Die Straßenfront ist gekennzeichnet durch einen flachen Eckrisalit mit einem eingeschossigen Erker, darüber ein Söller und ein geschwungener Zwerchgiebel. Die Westseite, mit dem von einer Laube überwölbten Hauseingang, weist einen Treppenhausrisalit mit einem Zwerchgiebel in Rasterfachwerk und ein Halbwalmdach auf. Davor steht ein eingeschossiger Anbau, der unter einer Terrasse Büroräume und im Sockel eine Garage beherbergt. Erwähnenswert sind der schmiedeeiserne Jugendstilzaun des Vorgartens, mit markanten Pfosten, und das Geländer der Eingangstreppe.rahmenlos|hochkant=0.7| Rosenauer Straße 5 Wohnhaus