Diese Liste der Kriegsfischkutter dient als ergänzende Information zum Hauptartikel Kriegsfischkutter. Der Überblick zu den Nachkriegsbauten findet sich in der Liste der Kriegsfischkutter (Nachkriegsbau) ein Überblick zu Marinekennungen und Marineverwendung findet sich in der Liste der Kriegsfischkutter (Marinekennungen), Kurzporträts zu Kuttern aus dieser Liste finden sich in Liste der Kriegsfischkutter (Porträt). Diese Listen soll Faktensammlung zur Entwicklung, Nutzung und für die historischen Zusammenhänge sein, bei denen diese Schiffsbauserie eine Rolle gespielt hat. Ein großer Anteil der Quellen behandelt die militärische Nutzung. Insbesondere die historischen Informationen zum Zeitabschnitt nach der Kriegsmarine und vor der Gründung der Bundeswehr sind im geschichtlichen Zusammenhang aufschlussreich. Die Rezeption des Bautyps Kriegsfischkutter hat auch nach dem Zweiten Weltkrieg dazu geführt, diesen Schiffstyp international weiter zu nutzen. Die Entwicklung dieses Bautyps wirkt bis in die heutige Zeit – moderne Eurokutter sind in Bauweise und Abmessung mit denen der Kriegsfischkutter vergleichbar. __TOC__ Basisinformation Die Zusammenstellung dieser Liste basiert auf zahlreichen Quellen (siehe Einzelnachweise).
Die Listensortierung bezüglich der Kriegskennungen erfolgte in Anlehnung an das Archiv über KFK-Kennungen in der Chronik des Seekrieges 1939–1945 von Jürgen Rohwer zusammen mit Gerhard Hümmelchen in der Württembergischen LandesbibliothekJürgen Rohwer, Gerhard Hümmelchen; Bibliothek für Zeitgeschichte (Hrsg.): Chronik des Seekrieges 1939–1945. Württembergische Landesbibliothek, Stuttgart 2007. Herausgegeben von der Bibliothek für Zeitgeschichte.
Kennungen auf Basis der Hafenschutz- bzw. Küstenschutzflottillen wurden nur für einen Teil der Kutter vergeben. Kennungen nach Funktion sind häufiger als Regionskennung. Mehrfachvergabe von Einheitennummern ergeben sich durch Ersatzkutter. Umgekehrt gibt es bei diversen Kuttern (durch Versetzung) eine Mehrfachvergabe von Einheitenkennungen.
Durch die hohe Anzahl dieser Schiffe wurden etliche in verschiedenen Verwendungen weitergenutzt und existieren zum Teil noch heute. Etliche Informationen zu Verlusten von KFK basieren auf KriegstagebüchernVerlustliste deutscher Schiffe bei schiffswrackliste.de (eingesehen am 31. August 2009) und auf Informationen von Wracktauchern.
Verbleib und Verwendung der KFK nach 1945 Die größte Anzahl dieser Kutter verblieb nach 1945 in deutscher Nutzung, wobei dringende Aufgaben der Minenräumung unter der Leitung alliierter Verwaltung durchgeführt wurden. Ein weiterer Teil dieser Kutter wurde für die Fischerei und somit zur Nahrungsversorgung des Nachkriegsdeutschland eingesetzt. Die Nutzung dieser Kutter als Hochseeangelschiffe oder als „Traditionsschiffe“ ist das vorläufig letzte Kapitel dieser Schiffe, bei denen man bereits zu Bauzeiten – vor rund 60 Jahren – von einer kurzen Lebensdauer ausging.
Diese Liste vermittelt neben den Einzelinformationen der KFK einen historischen und internationalen Überblick zum Einsatz der Kriegsfischkutter.
Baureihen-Information Die Entstehungsgeschichte der KFK aus dem sogenannten „Reichsfischkutter G“ ist im Hauptartikel Kriegsfischkutter beschrieben. Information über den Bau und die Weiterentwicklung nachfolgend in listenartigem Übersicht.
bekannte KFK-Baunummern aus Kriegsfertigung: KFK 1 bis KFK 752. davon: Baunummer mit Spitzgattheck: KFK 1 bis KFK 157 Baunummer mit Spiegelheck: KFK 158 bis KFK 752
KFK Werftenzuordnung bis 1945 Deutschland Eckmanns-Werft, Hamburg-Finkenwerder KFK 1 (Die Eckmannswerft in Hamburg-Finkenwerder fusionierte Anfang der 90er Jahre mit der benachbarten Behrens-Werft – Verbleib der Baunummernverzeichnisse unklar; eindeutig zugeordnet sind KFK 1, und der Umbau zu Segelschiffen von KFK 203, KFK 204.) Ernst Burmester Schiffswerft KG Swinemünde-Ost zirka 411 Kutter. Das Baunummernverzeichnis der Burmester-Werft wurde von der Lürssen-Werft archiviert. Auf dieser Werft wurden die KFK folgender Nummern gebaut: KFK 138–237, KFK 243–411, KFK 462–561, KFK 613–636Jaroslaw Malinowski, Vol. XIII, Nr. 58, 2/2003 W NUMERZE S. 23 (polnisch) (eingesehen am 30. August 2009) Burmester-Werft in Burg (Bremen)
Schweden Die 45 Kutter KFK 93 bis KFK 137 wurden auf 17 Werften in Schweden gebaut:Navypedia, KFK2 ASW boats (1942–1945) (in Englisch), abgerufen am 26. März 2021.Njord, Tyskbåtarna – byggen för tyska ockupationsmakten i Norge (schwedisch), abgerufen am 26. März 2021. 2 KFK bei Valdemarsviks skeppsvarv, Valdemarsvik: KFK 93 und KFK 94 3 KFK bei Lunds skeppsvarv, Ekenäs (): KFK 95–97 1 KFK bei Saltvik, Oskarshamn: KFK 98 1 KFK bei Davidsons varv, Simrishamn: KFK 99 4 KFK bei Ystadts skeppsvarv, Ystad: KFK 100–103 2 KFK bei Abrahamsson & Börjesson, Vaxholm (): KFK 104 und KFK 105 2 KFK bei Norrköpings varv, Norrköping: KFK 106 und KFK 107 3 KFK bei Sverre, Göteborg: KFK 108–110 3 KFK bei Rödesunds varv, Karlsborg: KFK 111–113KFK Werftarbeiten von Harry Becker auf der Rödesunds Werft (und Nachweis weiterer KFK Werften, schwedisch, abgerufen am 1. September 2009) 3 KFK bei Gustavsson & Andersson, Lidingö: KFK 114–116 4 KFK bei Kungsörs Båtvarv, Kungsör: KFK 117–120 4 KFK bei Bröderna Larsson, Kristinehamn: KFK 121–124 3 KFK bei Neglingsvarvet, Saltsjöbaden: KFK 125–127 3 KFK bei Fisksätra varv, Fisksätra: KFK 128–130 4 KFK bei Tore Holms yachtvarv, Gamleby: KFK 131–134 1 KFK bei Karlshamns varv, Karlshamn: KFK 135 2 KFK bei Sjötorps Varv, Mariestad: KFK 136 und KFK 137 (PDF; 3,9 MB)
Sonstiges Ausland Belgien: 22 Kutter verteilt auf 6 Werften Bulgarien: 24 Kutter (mit Constanța) in Warna (Werftareal von Staatswerft Warna und von der Firma Koralovag in Warna, Bulgarien) Griechenland: 12 Kutter, KFK 5, 6 und 10 bei „Deutsche Werke AG, Betrieb Skaramanga“ (Nachfolgebetrieb: Hellenic Shipyards) Niederlande: 29 Kutter verteilt auf 12 Werften Rumänien: 24 Kutter (mit Odessos) in Constanța (Werftareal in Constanța, Rumänien) Ukraine: 12 Kutter in Cherson (Werftareal in Cherson, Ukraine)
Verbleib der KFK nach dem Zweiten Weltkrieg Über den Verbleib der KFK existieren mehrere Quellen mit unterschiedlichen Zahlenangaben; dies liegt darin begründet, dass die Verteilung der KFK von den Siegermächten in zeitlichem Abstand mehrfach neu geregelt wurde und zusätzlich später durch Rückübereignungen an die BRD weitere Zahlenverschiebungen entstanden. Der erste KFK-VerteilungsplanA. Komarov, op.cit, S. 82 ? vom 6. Dezember 1945: USSR 146 – UK 147 – USA 148 (Einheiten), 1. Planrevision: USSR 147 – UK 137 – USA 101 (Einheiten), 2. Planrevision: USSR 147 – UK 136 – USA 101 (Einheiten) (siehe auch Monakov S. 180). Diese Kontingente wurden später von den Siegermächten weiter aufgeteilt. Erste Verwendung nach dem Krieg war der Deutsche Minenräumdienst, der etliche KFK für andere Zwecke abgegeben hat. Teilweise wurden nach dem Krieg gesunkene KFK gehoben und in Fahrt gebracht, teilweise wurde abgewrackt, teilweise ist der Verbleib unklar. Daher sind die nachfolgenden Zahlen nicht komplett verifizierbar. etwa 300 wurden anfangs für den Deutschen Minenräumdienst eingesetzt etwa 293 wurden in Deutschland zur Fischerei weitergenutzt (etwa 60 Häfen) 182 der nach dem Krieg verbliebenen KFK verblieben (als Reparationsleistung) wie folgt: Sowjetunion 140 (aufgeteilt auf verschiedene Länder) Frankreich 26 Norwegen 9 Niederlande 5 Schweden 1 Griechenland 1
Nach der Nutzung durch die Bundesmarine wurden überlassen: Verbleib in der Nachfolgezeit Griechenland 3 Tansania 4 ehemaliger Ostblock derzeit unklar 2001 sollen noch rund 24 KFK mit deutscher Registrierung existiert haben
Bemerkenswert bei den Kennungen sind zahlreiche dokumentierte Zuordnungen und die sich daraus ergebenden Übergänge: Neuaufstellung der 3. U-Bootsjagdflottille (2) (Ostsee (Swinemünde)), deren Kutter zur Evakuierung (siehe Flucht über die Ostsee: Unternehmen Hannibal) dienten. Am 4./5. April 1945 wurden beim Unternehmen „Walpurgisnacht“ 25 KFK zur Evakuierung der Oxhöfter Kämpe (Oksywska Kępa) nach Hela eingesetzt. Kennung der KFK nach dem Originaldokument Die Deutsche Marine in Norwegen (stand 1. Mai 1945) Kennungen von einhundertneun KFK die unter dem Titel „German naval vessels in Norway at the time of the capitulation May 9, 1945“ archiviert sind (Dokumentnummer: AIR 15/476 einsehbar in National Archives, Kew, London.) Kennungen beginnend mit K …, die für kurze Zeit innerhalb des Deutschen Minenräumdienstes verwendet wurden, wurden danach entsprechend der weiteren Verwendung der Schiffe durch weitere Kennungen oder Schiffsnamen ersetzt. Kennungen, die bei der Übernahme von 382 Schiffen bei der Übereignung aus OMGUS-Verwaltung an die Bundesrepublik Deutschland protokolliert worden sind Kennungen, die im Dokument FO 936/1406 (von 1952) über den Verkauf diverser Kriegsfischkutter durch britische Verwaltung enthalten sind.KFK-Verkauf, Dokument FO 936/1406 (von 1952) über den Verkauf diverser Kriegsfischkutter durch britische Verwaltung enthalten sind – nur Dokumentennachweis (eingesehen am 29. August 2009) Kennungen der Fischerei
Schiffsporträts Porträts der Kriegsfertigungen sortiert nach KFK-Nummer In diesem Bereich der Liste werden Basisdaten der Kutter: Bauwerft, Stapellauf, gesunken / abgewrackt und soweit bekannt die die Verwendung nach dem Zweiten Weltkrieg wiedergegeben. Informationen zur Kriegsmarine finden sich derzeit z. T. noch bei den jeweiligen Kennungen, auf die mit „Info:⇔ “ hingewiesen wird.
Hinweis: die Baunummernvergabe von KFK 1 bis KFK 5 wurde teilweise in Constanța und Warna gedoppelt/fehlinterpretiert.
KFK 1 bis 99 KFK 1 Info:⇔ M 3872, Such 1, wurde als erster KFK auf der Eckmannswerft in Hamburg-Finkenwerder gebaut, Verbleib unklar, weitere Hinweise im Dokument AIR 15/476 auf Kennung V 5502, Schiffsnamen Hexe und Smart danach in Norwegen verblieben und an Eigner zurückgegeben KFK 2 Info:⇔ M 3873 und UJ 2151 KFK 3 Info:⇔ M 3874 und UJ 2151 KFK 4 Info:⇔ M 3875 KFK 5 Info:⇔ GA 91 Ägäis, Attika als GA 92, am 17. Oktober 1944 Sprengung in Saloniki durch eigene Mannschaft
KFK 6 Info:⇔ UJ 2153 KFK 7 Info:⇔ GK 91 am 13. Oktober 1944 gesunken KFK 8 Info:⇔ GK 92 am 13. Oktober 1944 gesunken KFK 9 Info:⇔ GA 93 am 20. März 1944 gesunken bei Milos (Mi)
KFK 10 Info:⇔ GA 94 am 11. Juli 1944 gesunken im Zwangsweg Enge/Bourtsi (Mi) KFK 11 Info:⇔ GW 91 Ende Mai 1944 gesunken KFK 12 Info:⇔ GW 92 Ende Mai 1944 gesunken KFK 13 Info:⇔ ? KFK 14 Info:⇔ UJ 306 in 3. U-Bootsjagdflottille (1) (Schwarzmeer) und SM 206 KFK 15 Info:⇔ UJ 2309 KFK 16 Info:⇔ ? KFK 17 Info:⇔ UJ 2312 KFK 18 Info:⇔ ? KFK 19 Info:⇔ UJ 307 in 3. U-Bootsjagdflottille (1) (Schwarzmeer) und SM 207
KFK 20 Info:⇔ UJ 2311 und SM 106 KFK 21 Info:⇔ UJ 307 in 3. U-Bootsjagdflottille (1) (Schwarzmeer) und SM 210 KFK 22 Info:⇔ UJ 307 in 3. U-Bootsjagdflottille (1) (Schwarzmeer) KFK 23 Info:⇔ ? KFK 24 Info:⇔ ? KFK 25 Info:⇔ ? KFK 26 Info:⇔ ? KFK 27 Info:⇔ ? KFK 28 Info:⇔ GN 91/GM 91, am 16. Oktober 1944 gesunken KFK 29 Info:⇔ ?
KFK 30 Info:⇔ GN 92/GM 92, am 13. Oktober 1944 gesunken KFK 31 Info:⇔ UJ 2316 KFK 32 Info:⇔ ? KFK 33 Info:⇔ ? KFK 34 Info:⇔ ? KFK 35 Info:⇔ ? KFK 36 Info:⇔ ? KFK 37 Info:⇔ ? KFK 38 Info:⇔ ? KFK 39 Info:⇔ ?
KFK 40 Info:⇔ ? KFK 41 Info:⇔ SM 211 KFK 42 Info:⇔ ? KFK 43 Info:⇔ ? KFK 44 Info:⇔ SM 208 KFK 45 Info:⇔ SM 209 KFK 46 Info:⇔ UJ 317 in 3. U-Bootsjagdflottille (1) (Schwarzmeer) KFK 47 Info:⇔ UJ 2318 KFK 48 Info:⇔ ? KFK 49 Info:⇔ ?
KFK 50 Info:⇔ M 3660, BX 447 SYLT KFK 51 Info:⇔ M 3661, BX 488 MANNE KFK 52 Info:⇔ M 3662 KFK 53 Info:⇔ ? KFK 54 Info:⇔ ? KFK 55 Info:⇔ M 3663 KFK 56 Info:⇔ M 3664 KFK 57 Info:⇔ M 3665 KFK 58 Info:⇔ M 3666 KFK 59 Info:⇔ V 220
KFK 60 Info:⇔ M 3667, CHRISTIANA (BX 435)