Diese Liste gibt einen Überblick über die Mitglieder des Sächsischen Landtags des Jahres 1849/50. Er tagte vom 10. November 1849 bis zum Vollzug der durch König Friedrich August II. verfügten Auflösung des Landtags am 1. Juni 1850. Es war der zweite und letzte Landtag, der nach dem liberalen Wahlrecht vom 15. November 1848 gewählt worden war.

Zusammensetzung der I. Kammer

Präsidium Präsident: Robert Georgi 1. Vizepräsident: Constantin Schenk 2. Vizepräsident: Franz August Mammen 1. Sekretär: Simon Gustav Meisel 2. Sekretär: Wolfgang Freiherr von Herder

Sitzverteilung Wahlkreis Abgeordneter Bemerkungen Vertreter des Königshauses Prinz Johann 1, 2 und 3 1, 2 und 3 4, 5 und 6 4, 5 und 6 7, 8 und 9 7, 8 und 9 10, 11 und 12 ausgetreten vor 28. Dezember 1849 10, 11 und 12 eingetreten am 15. Januar 1850 10, 11 und 12 13, 70 und 72 13, 70 und 72 14, 15 und 16 14, 15 und 16 17, 18 und 19 17, 18 und 19 20, 27 und 28 20, 27 und 28 21, 25 und 26 21, 25 und 26 22, 23 und 24 22, 23 und 24 29, 30 und 32 29, 30 und 32 31, 33 und 34 31, 33 und 34 35, 59 und 60 35, 59 und 60 vorläufig eingetreten am 7. Mai 1850; der ursprünglich gewählte Abg. Gustav Heinrich Freiherr von Biedermann vertrat den 54., 55. und 56. Wahlbezirk 36, 37 und 51 36, 37 und 51 eingetreten am 27. März 1850; der ursprünglich gewählte Abg. Martin Gotthard Oberländer lehnte die Mandatsannahme ab 38, 39 und 40 38, 39 und 40 41, 42 und 43 41, 42 und 43 44, 45 und 46 44, 45 und 46 47, 48 und 49 47, 48 und 49 50, 52 und 53 50, 52 und 53 54, 55 und 56 54, 55 und 56 57, 58 und 59 eingetreten am 29. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Abg. Gustav Heinrich Freiherr von Biedermann vertrat den 54., 55. und 56. Wahlbezirk 57, 58 und 59 62, 66 und 71 62, 66 und 71 63, 64 und 65 63, 64 und 65 67, 68 und 69 67, 68 und 69 Als Teilnehmer am Dresdner Maiaufstand verhaftet und zum Tode verurteilt.Johann Viktor Deichmüller: Dr. med. Friedrich Theile. In: Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS Dresden. 1899, S. V–VIII (Nachruf, ). Die Kammer votierte am 22. März 1850 für eine Aufnahme Theiles, die Haft wurde aber nicht aufgehoben, sodass er das Mandat nicht wahrnehmen konnte. 73, 74 und 75 ausgetreten am 12. März 1850 73, 74 und 75 vorläufig eingetreten am 23. April 1850 73, 74 und 75

Zusammensetzung der II. Kammer

Präsidium Präsident: Emil Cuno 1. Vizepräsident: Gustav Friedrich Held 2. Vizepräsident: Ludwig Haberkorn 1. Sekretär: Carl Friedrich Hohlfeld 2. Sekretär: Friedrich Wilhelm Prüfer

Sitzverteilung Wahlkreis Abgeordneter Bemerkungen 1 2 3 vakant die Wahl von Adolf Ernst Hensel wurde wegen Formfehlern nicht anerkannt 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 eingetreten am 30. November 1849; der ursprünglich gewählte Julius Theodor Schmidt wurde nach der Wahl von seinem Amt als Bürgermeister von Wurzen suspendiert, weswegen er seine Wählbarkeit verlor 20 21 22 23 24 25 verspätet eingetreten am 14. Dezember 1849 26 27 eingetreten am 22. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Johann Amadeus Helbig wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 28 29 30 eingetreten am 28. November 1849 anstatt des ursprünglich gewählten Amandus August Höffner 31 32 eingetreten am 4. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Abg. Hermann Adolph Klinger nach das Mandat im 68. Wahlkreis wahr 33 ausgetreten vor 12. März 1850 33 provisorisch eingetreten am 12. März 1850 34 eingetreten am 7. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Ernst Leonhard Heubner wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 35 eingetreten am 22. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Abg. Franz Xaver Rewitzer wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war (ab 12. März 1850 Abg. für den 33. Wahlkreis) 36 eingetreten am 23. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Abg. Wilhelm Michael Schaffrath wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war; Mandatsniederlegung, nachdem die Kammer am 13. Februar 1950 beschloss, die Suspendierung Schaffraths nicht zu akzeptieren (weder Albrecht noch Schaffrath nahmen danach an Sitzungen teil) 37 ausgetreten vor 19. Februar 1850 37 eingetreten am 19. Februar 1850 38 eingetreten am 4. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Abg. Hermann Müller nahm das Mandat im 72. Wahlkreis wahr 39 40 41 42 43 44 45 war flüchtig und steckbrieflich verfolgt, aber prinzipiell wählbar 46 47 eingetreten am 12. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Georg Auerswald wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 48 eingetreten am 28. November 1849; der ursprünglich gewählte Abg. Emil Cuno vertrat den 39. Wahlkreis 49 50 51 eingetreten am 19. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Georg Auerswald wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war, Heubner wollte das Mandat im 34. Wahlkreis wahrnehmen 52 53 54 55 eingetreten am 12. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Abg. Karl Hitzschold wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 56 57 eingetreten am 17. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Abg. August Friedrich Dammann wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 58 eingetreten am 17. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Abg. Ludwig Würkert wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 59 eingetreten am 15. Januar 1850; die ursprüngliche Wahl von Gustav Dörstling wurde wegen Formfehlern nicht anerkannt 60 61 62 eingetreten am 8. Januar 1850; der ursprünglich gewählte Gustav Adolf Flemming wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 63 eingetreten am 7. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Abg. Otto Leonhard Heubner wurde von der Regierung nicht anerkannt, da er eine von öffentlichem Amt suspendierte Person war 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 eingetreten am 4. Dezember 1849; der ursprünglich gewählte Christian Albert Weinlig nahm ein Mandat in der I. Kammer wahr 74 75

Literatur Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001. Josef Matzerath: Aspekte Sächsischer Landtagsgeschichte. Teil: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage 1833 bis 1952. Teil 1: Mitglieder der sächsischen Landtage 1833 bis 1918. Dresden 2011. Josef Matzerath / Uwe Ulrich Jäschke: Aspekte Sächsischer Landtagsgeschichte. Teil: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage 1833 bis 1952. Teil 3: Wahlbezirke und Raumbezüge. Dresden 2011, S. 104–128. Statistisches Bureau im Ministerium des Innern (Hrsg.): Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1850. S. 44–48. Mitteilungen über die Verhandlungen des Ordentlichen Landtags im Königreiche Sachsen / 1. Kammer, 1849/50, S. 21–23 (Digitalisat). Mitteilungen über die Verhandlungen des Ordentlichen Landtags im Königreiche Sachsen / 2. Kammer, 1849/50, S. 42–44 (Digitalisat).

Fußnoten

1849 50