mini|Blick auf Eppstein vom Bergpark Villa Anna, von Westen; im Hintergrund der Berg Staufen mit dem Aussichtspunkt Kaisertempel. Eppstein ist eine Stadt mit  Einwohnern () im südhessischen Main-Taunus-Kreis. Der Verwaltungssitz befindet sich im Stadtteil Vockenhausen.

Geografie mini|Blick vom Kaisertempel auf Eppstein und den Hammersberg (433 Meter, rechts oben) sowie dessen 309 Meter hohe Nebenkuppe (mittig) über Vockenhausen. Dahinter der Berg Hohe Kanzel (591,8 Meter), links oben Bremthal. mini|Berg Judenkopf (410 Meter) über dem südlichen Ortsrand.

Geografische Lage Eppstein liegt westlich von Frankfurt am Main und etwa 15 km nordöstlich der Landeshauptstadt Wiesbaden im Vordertaunus, umgeben von Bergen. Der Kernort schmiegt sich (ebenso wie der Stadtteil Vockenhausen) im Wesentlichen an die Ausläufer des Berges Rossert () im Norden, zudem an den Staufen () im Osten und den Judenkopf () im Süden. Dazwischen verläuft der Schwarzbach, der entsteht aus der Vereinigung des Daisbachs, der aus Richtung Westen heranfließt zwischen den Ortsteilen Bremthal und Niederjosbach, mit dem Dattenbach, der aus Richtung Norden erst Ehlhalten und dann Vockenhausen durchquert. Im Osten fließt der Fischbach aus Richtung des gleichnamigen Orts zu.

Bremthal liegt auf einer nordwestlichen Nebenkuppe des Judenkopfs, Niederjosbach am südlichen Fuß des Hammersbergs (), der bereits Teil der Taunushauptkammlinie ist, ebenso wie die Ehlhalten umrahmenden BergeBrigitte Schwenzer: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 139 Frankfurt am Main. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1967. → Online-Karte (PDF; 4,9 MB) Großer Lindenkopf () im Nordwesten und Butznickel () im Norden nebst Spitzeberg () im Nordwesten und Atzelberg () im Westen, zwischen denen der Silberbach dem Dattenbach zufließt.

Aktuelle und historische Siedlungsplätze Kaisertempel Fischbachtal

Geologie Die Region ist geprägt durch den Eppsteiner Schiefer, schwach metamorphe Gesteine wie Phyllite, Grünschiefer und Serizit-Gneise.Winkelmann, Michaela: Palynostratigraphische Untersuchungen am Südrand des Rheinischen Schiefergebirges (Südtaunus, Südhunsrück). Herbert Utz Verlag, 1997, Kapitel 1.5.1.2 Eppsteiner Schiefer-Folge, S. 9 PDF Sie sind durch Chlorit und Epidot grünlich gefärbt. Ausgangsprodukte dieser Gesteine waren Tonsteine und Vulkanite.

Erdbeben Am 29. Juni 2010 ereignete sich um 2:42 Uhr ein Erdbeben in etwa fünf Kilometern Tiefe mit einer Stärke von 3,5.GFZ Potsdam – Earthquake Bulletin

Klima Der Jahresniederschlag beträgt 721 mm, was in etwa dem deutschlandweiten Durchschnitt entspricht. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Nachbargemeinden Eppstein grenzt im Nordwesten an den Ortsteil Oberjosbach der Gemeinde Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis), im Norden an den Ortsteil Schloßborn der Gemeinde Glashütten (Hochtaunuskreis), im Osten an die Stadtteile Eppenhain und Fischbach von Kelkheim, im Süden an die Stadtteile Lorsbach und Wildsachsen von Hofheim am Taunus, sowie im Westen an die Landeshauptstadt Wiesbaden mit den beiden Ortsbezirken Auringen und Naurod.

Stadtgliederung mini|Der nordöstliche Teil Ehlhaltens schmiegt sich an den Spitzeberg (449,5 m); rechts Atzelberg (506,7 m), in der Mitte der Eichkopf bei Ruppertshain. Die Stadt Eppstein besteht aus der Kernstadt sowie vier weiteren Stadtteilen:

Stadtteil Einwohner2021 Einwohner2023Eppstein weiter interessant: 13.853 Menschen leben zum Jahreswechsel in der Burgstadt: „Am 31. Dezember 2023 waren in Eppstein 13.853 Personen mit ihrem ersten Wohnsitz gemeldet.“ Eppstein (Kern) 2.501 2.520 Bremthal 4.414 4.413 Ehlhalten 1.169 1.181 Niederjosbach 1.817 1.820 Vockenhausen 3.780 3.919 Gesamt 13.645 13.853

Für jeden der Stadtteile besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher. Die Grenzen der Ortsbezirke folgen den seitherigen Gemarkungsgrenzen.

Geschichte mini|Die Burg in einem Kupferstich von Matthäus Merian mini|Blick auf Eppstein während der Belle Époque.

Ortsgeschichte Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg Eppstein stammt aus dem Jahre 1122. Deren Besitzer, die Herren von Eppstein, waren es auch, die den Ort begründeten (Ersterwähnung 1299). Nur knapp 20 Jahre später wurden Alt-Eppstein bereits die Stadtrechte zugesprochen. Die eine Hälfte von Eppstein wurde schon 1492 an den hessischen Landgrafen verkauft, die andere Hälfte mit den Orten Bremthal, Ehlhalten, Niederjosbach und Vockenhausen fiel mit dem Aussterben der Linie der Eppsteiner 1535 erst an die Grafen zu Stolberg und schließlich 1581 an Kurmainz. Die hessische Hälfte gelangte durch Erbteilung 1567 an die Linie Hessen-Marburg und nach deren Aussterben im Jahr 1604 an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Diese Spaltung in zwei unterschiedliche Herrschaftsbereiche blieb einige Jahrhunderte lang bestehen bis zum Jahr 1803, als durch den Reichsdeputationshauptschluss alle geistlichen Staaten in Deutschland aufgelöst wurden. Von nun an konnten sich die heutigen Eppsteiner Stadtteile wieder in gleicher Weise entwickeln. Sie gelangten zunächst an die Grafschaft Nassau-Usingen, die 1806 zum Herzogtum Nassau erhoben wurde, und dann 1866 an das Königreich Preußen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden sie Bestandteil des Landes Hessen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.

Im Januar 1951 wurde der Gemeinde Eppstein durch das Hessische Staatsministerium das Recht zur Führung der Bezeichnung „Stadt“ verliehen.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Stadt Eppstein am 1. Januar 1977 mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Bremthal, Ehlhalten und Vockenhausen zur neuen Stadt Eppstein zusammen. Niederjosbach war schon 1971 zu Bremthal eingemeindet worden und wurde dadurch am 1. Januar 1977 auch ein Ortsteil von Eppstein. Für alle nach Eppstein eingegliederten Gemeinden sowie für die Kernstadt wurden Ortsbezirke gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Niederjosbach angehört(e):

vor 1507: Heiliges Römisches Reich, Herrschaft Eppstein-Münzenberg, Kellerei Eppstein ab 1507: Heiliges Römisches Reich, Herrschaft Eppstein-Königstein, Oberamt Königstein ab 1581: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Königstein ab 1806: Herzogtum Nassau, Amt EppsteinTrennung von Justiz (Justizamt Königstein) und Verwaltung bis 1854. ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Konigstein ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt Höchst ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, ObertaunuskreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Königstein) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis ab 1886: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis 1919–1930: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone ab 1928: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Main-Taunus-Kreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Main-Taunus-Kreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Taunus-Kreis

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011/2022 Nach den Erhebungen des Zensus 2011/Zensus 2022 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011 / 15. Mai 2022, in Eppstein 13.297/13.314 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 2417/2571 Einwohner unter 18 Jahren, 5525/4698 zwischen 18 und 49, 2881/3173 zwischen 50 und 64 und 2539/2877 Einwohner waren älter. Unter den Einwohnern waren 1233/2051 (9,2 % / 14,4 %) Ausländer, von denen 566/738 aus dem EU-Ausland, 389/630 aus anderen europäischen Ländern und 279/680 aus anderen Staaten kamen. Von den deutschen Einwohnern hatten (10,3 % / ? %) einen Migrationshintergrund. Die Einwohner lebten in 5766/3693 Haushalten. Davon waren 1646/? Singlehaushalte, 1859/1629 Paare ohne Kinder und 1720/1650 Paare mit Kindern, sowie 456/414 Alleinerziehende und 85/? Wohngemeinschaften. In 1170/628 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 4000/2523 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1492: 30 Häuser • 1530: 40 Männer • 1543: 34 Hausgesesse • 1592: 43 Bürger • 1630: 30 Hausgesesse • 1668: 118 Einwohner • 1805: 117 Gemeindemitglieder und 28 Witwen

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 131 evangelische (= 50,28 %), 258 katholische (= 49,58 %), ein anderer christlicher (= 0,14 %) Einwohner • 1961: 1046 evangelische (= 52,67 %), 863 katholische (= 43,45 %) Einwohner • 1987: 4078 evangelische (= 34,0 %), 5495 katholische (= 45,8 %), 2426 sonstige (= 2,2 %) Einwohner • 2011: 4010 evangelische (= 20,2 %), 4540 katholische (= 34,1 %), 4750 sonstige (=35,7 %) Einwohner • 2022: 2820 evangelische (= 21,2 %), 3400 katholische (= 25,5 %), 7095 sonstige (= 53,3 %) Einwohner

Politik Stadtverordnetenversammlung Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eppstein erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:..

Parteien und Wählergemeinschaften 2026 2021 2016 2011 2006 2001 % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 39,6 15 42,5 16 42,1 16 41,4 15 48,1 18 45,7 17 Grüne Bündnis 90/Die Grünen 18,8 7 19,5 7 12,4 4 21,3 8 9,7 4 9,8 4 FWG Freie Wählergemeinschaft Eppstein e. V. 15,7 6 16,4 6 16,9 6 9,2 4 11,0 4 10,0 4 SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,7 7 13,4 5 18,0 7 22,3 8 22,6 8 28,1 10 FDP Freie Demokratische Partei 6,9 2 8,3 3 10,6 4 5,9 2 8,6 3 6,3 2 Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 Wahlbeteiligung in % 59,9 58,4 54,3 52,2 48,2 52,2

Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Eppstein neben dem Bürgermeister hauptamtlich ein Erster Stadtrat und ehrenamtlich zehn weitere Stadträte angehören.Magistrat der Stadt Bürgermeister ist seit dem 14. November 2013 Alexander Simon (CDU), der bis dahin als Erster Stadtrat dem Magistrat angehörte. Der Amtsvorgänger Peter Reus hatte seine erste Amtszeit am 31. März 2013 aus gesundheitlichen Gründen mit Erreichen der Altersgrenze vorzeitig beendet und war in den Ruhestand getreten. Im Anschluss leitete Erster Stadtrat Alexander Simon (CDU) die Stadtverwaltung kommissarisch und die Wahl eines neuen Bürgermeisters musste vorgezogen werden, zu der er selbst auch kandidierte. Alexander Simon erhielt am 22. September 2013 im ersten Wahlgang bei 77,1 Prozent Wahlbeteiligung 55,1 Prozent der Stimmen. Es folgten zwei Wiederwahlen, zuletzt ohne Gegenkandidaten im Mai 2025. Simon erhielt 75,6 % Ja-Stimmen bei 38,7 % Wahlbeteiligung.hessenschau: Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2025 in Eppstein