mini|hochkant|Angelina Jolie (2024)

Angelina Jolie [], DCMG (* 4. Juni 1975 als Angelina Jolie Voight in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmregisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin. Seit 2005 besitzt sie auch die kambodschanische Staatsbürgerschaft. Während ihrer Ehe mit Brad Pitt trug sie den Namen Angelina Jolie Pitt.

Sie wurde mit der Darstellung der Videospielheldin Lara Croft in Lara Croft: Tomb Raider (2001) international bekannt. Weitere kommerzielle Erfolge hatte sie mit den Filmen Mr. & Mrs. Smith (2005), Wanted (2008), Salt (2010) und Maleficent – Die dunkle Fee (2014). Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt Jolie drei Golden Globes, zwei Screen Actors Guild Awards und für ihre Rolle einer psychisch Kranken in dem Film Durchgeknallt (1999) einen Oscar als beste Nebendarstellerin. Mit dem Kriegsdrama In the Land of Blood and Honey gab Jolie 2011 ihr Debüt als Spielfilmregisseurin und Drehbuchautorin.

Von 2012 bis 2022 war sie Sondergesandte des UN-Flüchtlingshochkommissars Filippo Grandi. UNHCR.ch, abgerufen am 12. Juni 2012.

Frühe Jahre Herkunft Jolie hat deutsche und slowakische Vorfahren väterlicherseits sowie frankokanadische, niederländische, deutsche und nach eigenen Angaben irokesische Vorfahren mütterlicherseits.. Bravo. Abgerufen am 15. Mai 2023 Letzteres wurde von ihrem Vater in einem Interview allerdings bestritten. Die irokesische Abstammung ihrer Mutter sei erfunden worden, um ihr aus Karrieregründen ein exotisches Image zu verleihen.

Ein Urgroßelternpaar Jolies stammt aus Büren in Westfalen, ein anderes aus dem slowakischen Košice. Durch ihre Großmutter ist sie eine Verwandte des ehemaligen niederländischen Premierministers Wim Kok und des Gründers des Internationalen Museums für Familiengeschichte im niederländischen Eijsden, in dem Einzelheiten über ihre Vorfahren zu sehen sind.Dagblad De Limburger d.d. 10 juni 2014, p. B3https://www.nederlands.nl/nedermap/dagcolumn/dagcolumn/129954.html?zoekresultaat=jahttps://www.limburger.nl/cnt/dmf20190717_00115059/limburgs-bloed-op-de-maan-via-buzz-aldrin

Kindheit Angelina Jolie wurde 1975 in Los Angeles als Tochter der Schauspieler Jon Voight und Marcheline Bertrand geboren. Sie ist die jüngere Schwester des Schauspielers James Haven und die Nichte des Songwriters Chip Taylor. Ihre Taufpaten sind die Schauspieler Jacqueline Bisset und Maximilian Schell.. Allure. November 2004. Ihre Eltern, die im Jahr 1971 geheiratet hatten, trennten sich 1976. Bertrand reichte 1978 die Scheidung ein, die 1980 rechtskräftig wurde.Marcheline Bertrand Biografie IMDb.com, abgerufen am 4. Juni 2012.

Nach der Trennung ihrer Eltern wuchs Jolie zusammen mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter auf, die ihre eigenen Schauspielambitionen aufgab und mit den Kindern und ihrem neuen Lebensgefährten Bill Day nach Palisades in den US-Bundesstaat New York zog, wo Jolie im Nachbarort Tappan die Elementary School besuchte.Angelina Jolie – Biography IMDb.com, abgerufen am 8. Oktober 2012. (englisch) Zeit mit ihrem Vater verbrachte Jolie daraufhin meist nur während der Schulferien oder wenn er sie und ihren Bruder zu Dreharbeiten mitnahm. Jolie erklärte später, dass nicht ihr berühmter Vater, der 1979 für seine Rolle in dem Film Coming Home – Sie kehren heim (1978) den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann, ihr Interesse an der Schauspielerei geweckt habe, sondern die regelmäßigen Kino- und Theaterbesuche mit ihrer Mutter und ihrem Bruder während ihrer Kindheit.

Schulzeit Als Jolie elf Jahre alt war, zog die Familie zurück nach Los Angeles. Dort besuchte sie bis 1989 die Elementary School im Stadtteil Beverly Hills. In ihrer Zeit an der dortigen High School fühlte sie sich oftmals isoliert unter ihren Mitschülern, die größtenteils aus wohlhabenden Familien stammten, während ihre Mutter mit einem bescheidenen Einkommen auskommen musste. Jolie trug Kleidung aus Secondhandläden und wurde von anderen Schülern wegen ihrer ausgeprägten Gesichtszüge und äußerst schlanken Erscheinung aufgezogen. Mit wachsender Unzufriedenheit durchlebte sie in ihrer Jugend eine Phase autoaggressiven Verhaltens; sie beschrieb dies später mit den Worten: „Ich sammelte Messer und hatte immer bestimmte Dinge um mich. Aus irgendeinem Grund war das Ritual, mich selbst zu schneiden und die Schmerzen zu spüren, vielleicht sich lebendig zu fühlen und ein Gefühl der Befreiung zu verspüren, irgendwie therapeutisch für mich.“Paula Zahn Now. CNN.com – Transcripts. 9. Juni 2005. Später blickte Jolie auf diese Phase ihres Lebens mit der Bemerkung zurück: „Im Herzen bin ich noch immer nur ein Punk-Kid mit Tattoos.“

Schauspielunterricht Neben der Schule nahm Jolie Schauspielunterricht am Lee Strasberg Theatre and Film Institute, an dem sie zwei Jahre lang das Method Acting erlernte und in mehreren Bühnenproduktionen auftrat. Mit 14 Jahren erhielt sie einen Vertrag als Fotomodell bei der Agentur Finesse Model Management; ihre Versuche, in diesem Geschäft Fuß zu fassen, blieben jedoch ohne nennenswerten Erfolg.

Mit 16 Jahren machte Jolie im Rahmen eines eigenverantwortlichen Lernprogramms vorzeitig ihren Schulabschluss und mietete sich ein eigenes Apartment in der Nähe der Wohnung ihrer Mutter. Sie dachte einige Zeit darüber nach, Bestattungsunternehmerin zu werden, nachdem ihr Großvater gestorben war, entschied sich aber letztlich doch für die Schauspielerei.

Karriere Karrierebeginn (1980 bis 1997) In Zwei in der Tinte stand Jolie gemeinsam mit ihren Eltern zum ersten Mal für einen Film vor der Kamera. Während ihr Vater in der Komödie an der Seite von Ann-Margret die männliche Hauptrolle spielte, waren Jolie und ihre Mutter in kleineren Nebenrollen zu sehen. Voight beschrieb das Verhalten seiner damals fünfjährigen Tochter während der Dreharbeiten im Jahr 1980 als „gelangweilt“. „Sie war nicht gerade begeistert, mitzuwirken. Aber sie hat uns die Schau gestohlen, weil sie so ehrlich und echt war.“

Ihre ersten professionellen Engagements als Schauspielerin erhielt Jolie in den Musikvideos zu Lenny Kravitz’ Stand by My Woman, Antonello Vendittis Alta Marea (beide 1991), The Lemonheads’ It’s About Time und Meat Loafs Rock and Roll Dreams Come Through (beide 1993). Außerdem stand sie für fünf Studentenfilme ihres Bruders vor der Kamera, als dieser die USC School of Cinematic Arts in Los Angeles besuchte. Sie spielte auch in den Kurzfilmen Angela & Viril sowie Alice & Viril (beide 1993) von Regisseur Steven Shainberg mit.

In dem folgenden Low-Budget-Film Cyborg 2 (1993) verkörperte sie einen menschenähnlichen Roboter, der darauf programmiert ist, sich mit Verführungskünsten den Weg ins Hauptquartier des Feindes zu bahnen und dort zu explodieren. Jolie über den Film: „Nachdem ich ihn gesehen hatte, ging ich nach Hause und musste mich übergeben.“ Die New York Times schrieb jedoch über ihre Darstellung: „Auch wenn sich ihr Schauspiel in Cyborg 2 noch in seiner Versuch-und-Irrtum-Phase befand, enthielt es bereits die Saat ihrer heutigen Darstellungsweise. Bereits als Teenager […] wusste Jolie, die Leinwand mit ihrer Präsenz auszufüllen.“

Nach einer Rolle in dem Thriller Without Evidence (1995) spielte Jolie an der Seite von Jonny Lee Miller und Matthew Lillard die Hackerin Kate „Acid Burn“ Libby in dem Spielfilm Hackers – Im Netz des FBI (1995). Die New York Times schrieb: „Kate (Angelina Jolie) fällt auf. Sie zieht ein noch mürrischeres Gesicht als die übrigen Darsteller und sie ist diese seltene Hackerin, die bewusst in einem durchsichtigen Top an ihrer Tastatur sitzt. Trotz ihres verdrießlichen Auftretens, und das ist alles, was die Rolle erfordert, hat Frau Jolie das süße engelhafte Aussehen ihres Vaters Jon Voight geerbt.“ Der Film spielte keinen Gewinn ein, entwickelte sich aber zu einem Kulthit, nachdem er auf Video erschienen war.

In der Komödie Liebe und andere … (1996), einer modernen Adaption von Romeo und Julia unter zwei rivalisierenden italienischen Restauranteigentümern in der New Yorker Bronx, trat sie in der Rolle der Gina Malacici vor die Kamera. Im Roadmovie Nichts als Trouble mit den Frauen (1996) spielte sie den Teenager Eleanor Rigby, der sich in Danny Aiellos Filmfigur verliebt, während dieser versucht, ihre Mutter (Anne Archer) zu erobern. 1996 erschien sie außerdem in dem Film Foxfire als Margret „Legs“ Sadovsky, eines von fünf Mädchen, die einen ungewöhnlichen Bund eingehen, nachdem sie einen Lehrer zusammengeschlagen haben, der sie sexuell belästigt hatte. Die Los Angeles Times schrieb über Jolies Leistung: „Es bedurfte einer Menge, diese Figur zu entwickeln, aber Jolie, Jon Voights umwerfende Tochter, hat die Präsenz, das Stereotyp zu überwinden. Obwohl die Geschichte von Maddy erzählt wird, ist Legs das Thema und der Katalysator.“

1997 spielte Jolie zusammen mit David Duchovny in dem Thriller Playing God. Der Film erzählt die Geschichte eines Chirurgen, der seine Approbation verliert und tief in die kriminelle Unterwelt hineingezogen wird, wo er Jolies Figur Claire trifft. Der Film fand bei den Kritikern wenig Beifall, sodass Roger Ebert zu erklären versuchte: „Angelina Jolie findet eine gewisse Wärme in einer Rolle, die normalerweise hart und aggressiv ist; sie erscheint zu nett, um die Freundin eines Verbrechers zu sein, und vielleicht ist sie es auch.“ Danach wirkte sie in dem Fernsehfilm True Women (1997) mit, einem historisch-romantischen Drama im Wilden Westen, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Janice Woods Windle. Im selben Jahr spielte sie außerdem eine Stripperin in dem Musikvideo der Rolling Stones zu Anybody Seen My Baby?

Schauspielerischer Durchbruch (1998–2000) Jolies Karriere erhielt Auftrieb, als sie 1998 für ihre Rolle in der Filmbiografie Wallace mit dem Golden Globe als Beste Nebendarstellerin in einem Fernsehfilm ausgezeichnet wurde und eine Nominierung für den Emmy erhielt. Unter der Regie von John Frankenheimer sowie an der Seite von Gary Sinise und Mare Winningham verkörperte Jolie in dem Film Cornelia Wallace, die zweite Ehefrau von George Wallace, seinerzeit Gouverneur von Alabama und Anhänger der Rassentrennung, der angeschossen und querschnittsgelähmt wurde, als er für die US-amerikanische Präsidentschaft kandidierte.

1998 spielte Jolie im HBO-Projekt Gia – Preis der Schönheit, einem Fernsehfilm über das Leben des lesbischen Supermodels Gia Carangi mit. Der Film beschreibt eine Welt von Sex und Drogen sowie Carangis emotionalen Niedergang und ihren Tod durch AIDS. Vanessa Vance von Reel.com schrieb: „Angelina Jolie erntete große Anerkennung für ihre Rolle als Gia, und es ist leicht zu verstehen warum. Jolie ist ergreifend in ihrer Darstellung, die den Film mit Nerv, Charme und Verzweiflung füllt, und ihre Rolle ist möglicherweise das schönste Wrack, das jemals gefilmt wurde.“ Jolie gewann ihren zweiten Golden Globe und erhielt erneut eine Nominierung für den Emmy, außerdem ihren ersten Screen Actors Guild Award. Sie zog es in ihren Anfangsjahren häufig vor, entsprechend Lee Strasbergs Method Acting auch in Drehpausen vollkommen in ihrer Rolle zu bleiben. Während der Dreharbeiten zu Gia erklärte sie ihrem damaligen Ehemann Jonny Lee Miller, sie sei nicht in der Lage, ihn anzurufen. „Ich sagte ihm: ‚Ich bin allein; ich sterbe; ich bin lesbisch; ich werde dich in den nächsten Wochen nicht sehen.‘“Angelina Jolie interviews featuring Jonny Lee Miller. JonnyLeeMiller.co.uk.