Onigiri (japanisch , , kana )Onigiri wird in passendem Kontext informell auch kurz als Nigiri (jap. kana ) bezeichnet. Die Vorsilbe „O“ ist ein Honorativpräfix der japanischen Sprache., auch Nigirimeshi (, , ) oder Omusubi (, , ) genannt, sind gewürzte Knödel oder Klöße (ugs. „Bällchen“)Die umgangssprachliche Bezeichnung „Reisbällchen“ für Onigiri („Reisknödel“, „Reiskloß“) ist ein Anglizismus vom Begriff . aus Reis der japanischen Küche. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen, zum Beispiel prismenförmig (z. B. als drei- oder viereckiges Prisma) oder kugelförmig. Man isst sie sowohl mit als auch ohne Füllung oder darübergestreute Würzmischung (Furikake), die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Fisch, Eier oder Gemüse gibt.

Ein Onigiri hat meist eine dreieckige Form und ist oft mit Nori-Algen umhüllt, damit es besser gegriffen werden kann. Es wird oft mit unterschiedlichen Fischsorten, Gemüse oder gesäuertem Obst gefüllt. Man kann Onigiri aber auch mit Fleisch füllen, wie beispielsweise Dörrfleisch (Trockenfleisch) oder geschmortem und mariniertem Schweinefleisch (kakuni)Kakuni ( kana ), die japanische Variante des Dongporou ( – jap. Tonpōrō, kana ) der chinesischen Küche. Kakuni ist langsam geschmortes mit Sojasauce und Mirin mariniertes Schweinefleisch aus der regionalen japanischen Shippoku-Küche (). Historisch in Nagasaki, auch bekannt als Tōbani ( kana ). Die Stadt Nagasaki ist seit der Edo-Zeit (1603–1868) ein Diaspora der Auslandschinesen in Japan mit vielen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch.. Traditionell gehören dazu zum Beispiel gesalzener Lachs (sake), geräucherter Bonito (katsuobushi), salzig fermentiertes Fischklein (shiokara)Shiokara ( kana ), salzig eingelegte, fermentierte Paste aus Fleischstücke verschiedener Fischarten und Innereien von Meeresfrüchten., essbarer Seetang (konbu), eingelegter Japanischer Senf (takanazuke)Takanazuke ( kana ), ein Tsukemono.Takana (, kana ) ist eine Varietät des Braunen Senfs und eng verwandt mit dem Breitblättrigen Senf. Die wissenschaftliche Bezeichnung des „Japanischen Senfs“ lautet: Brassica juncea var. integrifolia, Brassica integrifolia. Es ist eine Unterart oder Subspezies (lateinisch subspecies, abgekürzt subsp. oder ssp.) von Brassica juncea subsp. integrifolia. und frische oder getrocknete japanische Pflaume (umeboshi). Andere Meeresfrüchte wie Thunfisch (maguro), frittierte Garnele (ebi furai) oder Pollackrogen (mentaiko, tarako) bzw. Rogen von Fliegenden Fischen (tobiko)Tobiko ( kana ), Rogen verschiedener Arten der Flugfischen (Fliegende Fische). sind als Füllungen auch sehr beliebt.

Onigiri sind eine beliebte Zwischenmahlzeit. Sie sind in den meisten japanischen Convenience Stores () und Lebensmittelgeschäften, sogenannten Onigiri-no-hanbaiten (), also „Onigiri-Verkaufsladen“, in vielen Varianten erhältlich. Daneben haben sich einige Restaurants – sogenannte Onigiri-ya (), also „Onigiri-Haus“ – auf die Herstellung handgemachter Reisklöße spezialisiert. Als traditionelles Essen zum Mitnehmen oder „Fast Food“ ist Onigiri in Japan beliebter als etwa Sushi, auch weil Onigiri preiswerter sind als Sushi.

Weltweit ist Onigiri in vielen japanischen Restaurants sehr populär. Auch in den Convenience Stores in Taiwan und Hongkong werden sie unter der chinesischen Bezeichnung Fantuan nach japanischer Art ()Fantuan nach japanischer Art (chin. ) in verschiedenen Geschmacksrichtungen mit Thunfisch, Lachs oder auch anderen Zutaten angeboten. Auch in der koreanischen Kultur gehört Onigiri zu den beliebtesten Snacks für unterwegs und ist als Dreiecksform in so gut wie jedem Convenience Store Südkoreas in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich.

Literatur

Siehe auch Ten-musu

Galerie

Weblinks

In: nekobento.com

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Japanische Küche Kategorie:Reisgericht