mini|Kloster Bonlanden, um 1900 Berkheim ist eine oberschwäbische Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Biberach in Deutschland. mini|Pfarrkirche St. Konrad in Berkheim Geographie Berkheim liegt fünf Kilometer westlich von Memmingen an der Iller in der Region Donau-Iller.
Zur Gemeinde gehören neben Berkheim auch die Ortsteile Bonlanden, Illerbachen und Eichenberg.
Geschichte Berkheim im alten Reich Berkheim wurde erstmals 1093 in der Gründungsurkunde des Klosters Ochsenhausen urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 in Teilen zum Territorium der prämonstratensischen Reichsabtei Rot an der Rot sowie zum Territorium der Reichsabtei Ochsenhausen. Nach der Säkularisation übten von 1803 bis 1806 die Grafen von Wartenberg und die Grafen von Schaesberg die Herrschaft aus.
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich drei abgegangene Burgen: Burg Berkheim, Burg Schelleneigen und der Adelssitz Illerbachen.
Berkheim seit württembergischer Zeit Im Jahre 1806 wurde Berkheim in das Königreich Württemberg eingegliedert. Seitdem gehörte die Illertalgemeinde zum Oberamt Leutkirch. Durch die Verwaltungsreform von 1938 während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Berkheim zum Landkreis Biberach.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geriet der Ort 1945 in die Französische Besatzungszone und kam somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging.
Ortsteil Bonlanden Der Ort Bonlanden wurde erstmals urkundlich im Jahre 1128 als Bonlandin erwähnt. Am 17. April 1855 legte Faustin Mennel den Grundstein des Klosters Bonlanden, das heute das Mutterhaus der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau ist.
Religion Berkheim ist traditionell römisch-katholisch geprägt. Die katholische Kirchengemeinde St. Konrad gehört zur Seelsorgeeinheit Rot-Iller im Dekanat Biberach.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Berkheim besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Endergebnis (mit Vergleichszahlen der Wahl 2019): +Partei / Liste20242019StimmenanteilSitzeStimmenanteilSitze CDU66,3 %853,0 %6Unabhängige Freie Wähler33,7 %429,2 %4 WIR Frauenliste -- --17,8 %2 Wahlbeteiligung65,8 %58,2 %
Bürgermeister Im April 2011 wurde Walther Puza mit 91,46 % der Stimmen zum Nachfolger von Michael Sailer gewählt. In der Wahl am 24. März 2019 wurde er mit 92,4 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.
Gemeindepartnerschaften Berkheim unterhält seit 1992 eine Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Coubron im Département Seine-Saint-Denis.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Berkheim liegt an der Ostroute der Oberschwäbischen Barockstraße.
Kloster Bonlanden mit Krippenmuseum im Teilort Bonlanden Willeboldfest mit Reliquienprozession Kirche St. Josef im Teilort Illerbachen Kirche St. Konrad in Berkheim Kapelle St. Martin im Teilort Eichenberg
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Berkheim liegt an der Bundesautobahn 7 Flensburg – Füssen mit der Ausfahrt Berkheim sowie an der Bundesstraße 312 (Memmingen – Stuttgart Flughafen).
Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-WürttembergDas RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de ist Berkheim über den Ortsteil Eichenberg und über Erlenmoos und Ochsenhausen mit Biberach an der Riß und in der anderen Richtung über Egelsee (Gemeinde Tannheim) Richtung Memmingen verbunden.
Bildungseinrichtungen Berkheim verfügt über eine eigene Grundschule. Im Ortsteil Bonlanden besteht eine Förderschule.
Unternehmen In Berkheim befindet sich der Firmensitz des Bauunternehmens Max Wild, welches sich besonders durch Abbrüche von Industrie- und Firmengebäuden, wie zum Beispiel den Teil-Abriss der alten Messe Stuttgart, im gesamten süddeutschen Raum einen Namen gemacht hat.
Persönlichkeiten mini|hochkant|Pfarrhof – ehemalige Sommerresidenz Reichsabtei Rot an der Rot (2014) Söhne und Töchter der Gemeinde Nikolaus Betscher (1745–1811), Komponist und Abt der Reichsabtei Rot an der Rot Martin Dreyer (1748–1795), Maler Bernhard Riedmiller (1757–1832), Gastwirt und Tiroler Freiheitskämpfer Jason Ziesel (1879–1944), Steyler Missionar und Märtyrer Willibald Braun (1882–1969), Architekt
Personen, die in Berkheim lebten oder wirkten Willebold von Berkheim († 1230), Pilger und Heiliger Faustin Mennel (1824–1889), Ordensgründer der „Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau“ OSF Maria Wiborada Ziesel OSB, (um 1935–2013) Grete Huchler (1916–1993), Künstlerin und Kunsterzieherin Sandro Cortese (* 1990), Motorradrennfahrer
Literatur
Berkheim. Heimatbuch zum 750jährigen Todesjahr des Heiligen Willebold. Texte: Alfred Rude, Gertrud Beck, Eugen Ruß. Hg.: Katholische Kirchengemeinde Berkheim. 1980 Alfred Rauß und Eugen Ruß: Haus- und Hofgeschichten der Gemeinde Berkheim, 2 Bde., Biberach 2018, ISBN 978-3-947348-15-2 Nikolaus Betscher – Gestern Heute Morgen. Hg. Nikolaus Betscher-Gesellschaft Berkheim, Redaktion Alfred Rude und Walther Puza, #COM+Musik+Verlag Ammerbuch, 2020, ISBN 978-3-949110-00-9
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Berkheim Website der Nikolaus Betscher-Gesellschaft Berkheim e. V.
Einzelnachweise
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