mini|Der Amadeus Austrian Music Award Der Amadeus Austrian Music Award ist der größte österreichische Musikpreis. Er wird seit dem Jahr 2000 alljährlich in verschiedenen Kategorien an nationale Musiker verliehen, bis 2008 auch an internationale.

Vorgeschichte Bereits 1986 wurde in Österreich erstmals ein nationaler Schallplattenpreis unter dem Namen „Pop Amadeus“ vergeben, den der ORF rückblickend als „Urversion des heutigen Amadeus Awards“ bezeichnet.Falcos Jeansjacke unter dem Hammer. In: wien.ORF.at. 12. Juni 2023, abgerufen am 14. August 2026. Einer Ankündigung im Fachblatt Billboard zufolge sollte die Auszeichnung am 7. Juni 1986 im Rahmen eines Galakonzerts überreicht und live im Fernsehen sowie auf Ö3 übertragen werden. Teilnahmeberechtigt war jede 1985 veröffentlichte Platte mit österreichischer Beteiligung. Die Preisgelder verteilten sich auf die Kategorien Produktion, Text, Komposition, Arrangement, Covergestaltung und Videoclip, hinzu kam ein Sonderpreis für den besten Nachwuchskünstler. Zusätzlich erhielten die Gewinner eine „Pop Amadeus“-Trophäe. Der Jury gehörten Vertreter aller Mediensparten an, unter ihnen der österreichische Billboard-Korrespondent Manfred Schreiber; die österreichische Sektion der IFPI billigte die Auszeichnung, Coca-Cola steuerte Sponsorenmittel im Wert von rund 20.000 US-Dollar bei.Austria Plans 1st Awards B’Cast. In: Billboard. 1. Februar 1986, S. 72. Tatsächlich verliehen wurde der Preis am 6. Juni 1986. Falco erhielt dabei eine vergoldete Puttofigur auf weiß-grauem Sockel.

Produktion Eingeführt wurde der Amadeus Austrian Music Award vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria), von dem das Event auch ausgerichtet wird. Der Musikproduzent Mario Rossori wurde von 2000 bis 2008 mit der Organisation der Verleihung beauftragt. Von 2000 bis 2007 wurde die TV-Show vom Österreichischen Rundfunk (ORF) im Fernsehen übertragen. Die Produktion lag bei der Firma KIWI.TV (Barbara Stöckl, Peter Nagy), Moderator war Andi Knoll. Im Jahr 2008 wurde der TV-Event erstmals nicht mehr mit dem ORF, sondern mit dem Privatsender Puls 4/ProSiebenSat.1 Media ausgerichtet, die Produktion übernahm FESCHFILM Entertainment und Moderator der Award Show war von 2008 bis 2010 Michael Ostrowski. 2012 wurde die Produktion der Show von der Firma betterimages übernommen. Von 2012 bis 2017 war Schauspieler und Musiker Manuel Rubey Host der Award-Show, seit 2015 unterstützte ihn Moderatorin Arabella Kiesbauer. 2015 wurde die Award-Verleihung erstmals von ATV übertragen.. Amadeus Austrian Music Awards auf atv.at, abgerufen am 12. September 2022. Seit 2017 wird die Fernsehübertragung der Verleihung wieder vom ORF ausgerichtet.Amadeus Award 2017 mit Manuel Rubey und Riem Higazi am 4. Mai in ORF eins. APA OTS, 3. Mai 2017. Abgerufen am 5. Mai 2017. Im Jahr 2018 und 2019 übernahm Conchita die Moderation.Der STANDARD-Guide zu den Amadeus Awards 2018, derStandard.at, 26. April 2018. Abgerufen am 26. April 2018.

Der Ort der Preisverleihung war 2008 die Veranstaltungshalle im Gasometer B und 2009 die Kunsthalle im MuseumsQuartier in Wien. 2010 wurden die Awards in der Wiener Stadthalle überreicht. Von 2012 bis 2024 fand die Preisverleihung im Wiener Volkstheater statt. Das 25-jährige Jubiläum ging am 7. März 2025 in der Marx-Halle in Wien über die Bühne.

Die Verleihungen 2009 und 2010 fanden jeweils im September statt. 2011 fiel die Preisverleihung aus, die 12. Verleihung wurde auf Mai 2012 ins Folgejahr verschoben.. Vienna Online vom 2. August 2011, abgerufen am 28. Jänner 2016.

Awards mini|Gewinner der Amadeus Austrian Music Awards 2015 mini|Christina Stürmer war 2017 mit bis dahin 11 Trophäen die am häufigsten ausgezeichnete Künstlerin (Amadeus-Awards 2014) Den Amadeus Award können seit 2009 nur Musiker gewinnen, die österreichische Staatsbürger sind oder ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben; vorher gab es auch internationale Kategorien.IFPI Austria: , 7. Mai 2014. 2016 wurde er in 18 Kategorien vergeben.Amadeus Austrian Music Awards 2016: The nominees are, music austria vom 28. Jänner 2016. Abgerufen am 8. April 2016 Um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, wurden 2018 die allgemeinen Genre-unabhängigen Kategorien Künstlerin, Künstler und Band nicht mehr zusätzlich, sondern nur noch innerhalb der Genre-Kategorien verliehen. Außerdem wurden Schlager und Volksmusik in einer Kategorie zusammengefasst.. Artikel vom 20. Februar 2018 (PDF 204 KB), abgerufen am 12. September 2022

Mit der Amadeus-Verleihung 2025 überholten die Musiker von Wanda Christina Stürmer. Bis dahin wurden die beiden mit jeweils elf Trophäen ausgezeichnet, Wanda erhielt damit die zwölfte Auszeichnung.

Allgemeine Kategorien Band des Jahres (bis 2017) Künstler des Jahres (bis 2017) Künstlerin des Jahres (bis 2017) Album des Jahres Song des Jahres Live-Act des Jahres Video des Jahres (bis 2015) Songwriter des Jahres FM4 Award Lebenswerk Best Engineered Album (bis 2015) / Tonstudiopreis Best Sound (seit 2016)

Genre-Kategorien Alternative Pop/Rock Hard & Heavy HipHop/Urban Jazz/World/Blues Electronic/Dance Pop / Rock (seit 2016) Schlager (2016–2017) Volksmusik (2016–2017) Schlager/Volksmusik (seit 2018)

Ermittlung der Awards Awardermittlung bis 2008 In jeder Kategorie wurden die fünf Künstler/Singles/Alben nominiert, die im jeweils letzten Jahr gemäß der offiziellen österreichischen Verkaufshitparade Ö3 Austria Top 40 am häufigsten verkauft wurden. Aus diesen Nominierten wählte eine Jury, bestehend aus 400 Personen aus der österreichischen Musik- und Medienbranche, die Sieger aus. Ausnahmen waren der Amadeus für das Lebenswerk, der alleine von der Jury bestimmt wurde, und der FM4 Alternative Act des Jahres. Für diesen wurden zunächst fünf Künstler/Gruppen von einer Jury nominiert und das Publikum konnte im Internet über den Sieger abstimmen. Die Gewinner des Awards in den einzelnen Kategorien werden nach unterschiedlichen Kriterien ermittelt. Der Gewinner des Awards für das Lebenswerk wird vom Veranstalter ausgewählt, der FM4 Award wird von FM4 bestimmt (Nominierung durch FM4-Redaktion, Publikumsvoting).

Awardermittlung seit 2009 Die Nominierungen in den Kategorien Band, Künstler, Künstlerin, Album und Song ergeben sich einerseits aus der Jurywertung und andererseits aus den Verkäufen im Jahr vor der Preisverleihung. Für letzteres Kriterium werden als Basis die von GfK Entertainment erstellten Austria Top 40 Verkaufscharts verwendet. Beide Wertungen – Jury und Verkauf – fließen zu jeweils 50 % in das Gesamtranking ein. In den Kategorien Band, Künstler und Künstlerin werden die Top 7 dieses Rankings nominiert, in den Kategorien Album und Song die Top 5. Aus den Nominierten wird schließlich mittels Publikums-Onlinevoting und Juryvoting der Gewinner gewählt, wobei die beiden Votings jeweils 50 % zählen.

Für die Genre-Kategorien ist der Bestseller des jeweiligen Genres direkt nominiert; es erfolgt also keine vorherige Abstimmung durch die Jury oder das Publikum. Vier weitere Nominierungen pro Genre ergeben sich aus den von den Genre-Jurymitgliedern gewählten Künstlern. Aus diesen fünf Nominierten wird der Gewinner gewählt, wobei auch hier Publikums-Onlinevoting und Juryvoting jeweils zu 50 % einfließen.

Die Nominierungen für die Kategorie Live Act (presented by oeticket.com) ergeben sich zu 50 % aus der Jurywertung und zu 50 % aus den Ticketverkäufen des Vorjahres, wobei der Künstler in dem Jahr mindestens drei Liveauftritte absolviert haben muss. Die fünf Künstler mit dem höchsten Ergebnis bei diesem Ranking werden zur Abstimmung gestellt; wie bei den meisten anderen Kategorien zählen Publikums-Onlinevoting und Juryvoting jeweils 50 %.

Dieses Vorgehen bei der Abstimmung (50 % Publikums-Onlinevoting, 50 % Juryvoting) gilt auch für die Kategorien Best Video und Songwriter, wobei hier jedoch die jeweiligen Fachjurys ohne Beachtung eines weiteren Kriteriums fünf Musikvideos bzw. Songwriter nominieren. Der Gewinner des Songwriter-Awards wird dabei in Kooperation mit der AKM/austro mechana und dem österreichischen Komponistenbund bestimmt.

Das Best Engineered Album wird vom Fachverband der Film- und Musikindustrie in der Wirtschaftskammer ermittelt., Amadeus Awards Nominierungsprozedere 2016, abgerufen am 8. April 2016

Preisträger Eine vollständige Liste der bisherigen Gewinner siehe: Liste der Amadeus-Preisträger und Amadeus-Verleihung 2000 Amadeus-Verleihung 2001 Amadeus-Verleihung 2002 Amadeus-Verleihung 2003 Amadeus-Verleihung 2004 Amadeus-Verleihung 2005 Amadeus-Verleihung 2006 Amadeus-Verleihung 2007 Amadeus-Verleihung 2008 Amadeus-Verleihung 2009 Amadeus-Verleihung 2010 2011 fand keine Verleihung statt Amadeus-Verleihung 2012 Amadeus-Verleihung 2013 Amadeus-Verleihung 2014 Amadeus-Verleihung 2015 Amadeus-Verleihung 2016 Amadeus-Verleihung 2017 Amadeus-Verleihung 2018 Amadeus-Verleihung 2019 Amadeus-Verleihung 2020 Amadeus-Verleihung 2021 Amadeus-Verleihung 2022 Amadeus-Verleihung 2023 Amadeus-Verleihung 2024 Amadeus-Verleihung 2025 Amadeus-Verleihung 2026

Weblinks

Amadeus Austrian Music Awards

Einzelnachweise

Kategorie:Musikpreis (Österreich) Kategorie:Erstverleihung 2000 Kategorie:Mozart-Preis