Der Nuclear-Free Future Award (NFFA) ist ein Preis, der seit 1998 weltweit an Menschen verliehen wird, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen.
Intention und Geschichte Der Preis wird in der Regel jährlich in den drei Kategorien „Widerstand“, „Aufklärung“ und „Lösungen“ verliehen, die je mit 10.000 Dollar dotiert sind. Außerdem gibt es Ehrenpreise für Lebenswerke. Die Preisverleihung wandert um die Welt.
Claus Biegert, der im September 1992 die Weltkonferenz World Uranium Hearing in Salzburg initiiert hatte, gründete im Ergebnis dieser Konferenz zusammen mit Christa Lubberger und Franz Moll (einem Enkel des Gründers der Münchner Unternehmensgruppe Leonhard Mollhttps://www.nuclear-free.com/stiftung.html) den Nuclear-Free Future Award. Die Stiftung als Träger wurde 1998 von Moll als Franz-Moll-Stiftung für die kommenden Generationen gegründet (Initiative Nuclear Free Future). Land Salzburg: salzburg.gv.at > Kulturelle Sonderprojekte > Arbeitsschwerpunkte. Im September 2013 wurde die Stiftung in Nuclear-Free Future Award Foundation umbenannt. nuclear-free-future.com, abgerufen im Dezember 2015. Der Preis wurde bis 2022 von der Nuclear-Free Future Foundation in München vergeben. Seit 2023 wird er gemeinsam von Beyond Nuclear, USA, und den Internationalen Ärzten zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) verliehen.
Der Preis finanziert sich ausschließlich aus Spenden, Benefizkonzerten und Auktionen. Die zentrale Forderung der Nuclear-Free Future Foundation lautet: Global Ban on Uranium (u-ban.org)
Preisträger Die internationale Jury wählte bislang die folgenden Preisträger: nuclear-free-future.com – mit Kurzbiographien aller bisherigen Preisträger
2025: New York City, USA Widerstand: S.P. Udayakumar, Indien Aufklärung: Márcia Gomes de Oliveira und Norbert Suchanek (International Uranium Film Festival), Brasilien Lösungen: Edwick Madzimure, Simbabwe Lebenswerk: Joanna Macy, USA; Klee Benally, Navajo-Nation
2024 – keine Preisverleihung
2023: New York City, USA Widerstand: Hinamoeura Morgant-Cross, Französisch-Polynesien Aufklärung: Tina Cordova, USA Lösungen: Benetick Kabua Maddison, Marshallinseln/USA Lebenswerk: Daniel Ellsberg (posthum), USA
2022: Online Widerstand: Anthony Lyamunda, Tansania Aufklärung: Libbe HaLevy, USA Lösungen: Malte Göttsche, Deutschland Ehrenpreis: Irmgard Gietl, Deutschland; Cécile Lecomte, Frankreich
2021 – keine Preisverleihung
2020: Online Widerstand: Fjodor Marjasow und Andrej Talewlin, Russland Aufklärung: Felice und Jack Cohen-Joppa, USA Lösungen: Ray Acheson, Irland/Kanada Besondere Anerkennung: Deb Haaland, USA
2019 – keine Preisverleihung
2018: Salzburg, Österreich Widerstand: Jeffrey Lee, Australien Aufklärung: Karipbek Kujukow, Kasachstan Lösungen: Linda Walker, Großbritannien Lebenswerk: Peter Weish, Österreich; Didier und Paulette Anger, Frankreich
2017: Basel, Schweiz Widerstand: Almoustapha Alcahen, Niger Aufklärung: Janine Allis Smith und Martin Grant Forwood (Cumbrians Opposed to a Radioactive Environment), Großbritannien Lösungen: Hiromichi Umebayashi, Japan Besondere Anerkennung: Jochen Stay, Deutschland Besondere Anerkennung: Schweizer Anti-Atom-Bewegung
2016: Johannesburg, Südafrika Widerstand: Arif Ali Cangı, Türkei Aufklärung: Bruno Chareyron, Frankreich Lösungen: Samson Tsegaye Lemma, Äthiopien Besondere Anerkennung: Susi Snyder und International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN), USA/Niederlande Besondere Anerkennung: Alfred Manyanyata Sepepe, Südafrika
2015: Washington, D.C. Widerstand: Megan Rice, Michael R. Walli und Gregory I. Boertje-Obed, USA Aufklärung: Cornelia Hesse-Honegger, SchweizCornelia Hesse erhält den "Nuclear Free Future Award". Claudia Bürgler, PSR/IPPNW Schweiz, 19. August 2015. Lösungen: Tony de Brum, Marshallinseln Besondere Anerkennung: Cree-Jugend von Mistissini, Kanada Besondere Anerkennung: Alexander Kmentt, ÖsterreichAmbassador Kmentt Receives the Nuclear Free Future Award. Embassy of Austria Washington, 30. Oktober 2015.
2014: München Widerstand: Golden Misabiko, Rep. Kongo Aufklärung: Aileen Mioko Smith, Japan"Aileen Mioko Smith: Anti-Nuclear Feminist". beyondnuclear.org, 26. März 2015. Lösungen: Joseph Laissin Mailong, Kamerun thegreennews.info, o. D. (abgerufen am 16. Dezember 2015). Ehrenpreis für Lebenswerk: Edmund Lengfelder, Deutschland Ehrenpreis für Lebenswerk: Hans Schuierer, Deutschland
2013 – keine Preisverleihung
2012: Heiden, Schweiz Widerstand: Gabriela Tsukamoto und die Organisation MUNN, Portugal Aufklärung: Katsumi Furitsu, Japan Lösungen: Yves Marignac, Frankreich Ehrenpreis für Lebenswerk: Sebastian Pflugbeil, Deutschland Ehrenpreis für besondere Verdienste: Susan Boos, Schweiz
2011: Berlin Widerstand: Natalia Mansurowa und Nadeschda Kutepowa, Russland Aufklärung: Angelica Fell und Barbara Dickmann, Deutschland Lösungen: Hans Grassmann, Deutschland Ehrenpreis für Lebenswerk: Heinz Stockinger, ÖsterreichHohe Auszeichnung für Salzburger Atomkraft-Gegner Heinz Stockinger. Salzburg24, 6. April 2011.
2010: New York, USA Widerstand: The African Uranium Alliance Aufklärung: Oleg Bodrow, Russland Lösungen: Bruno Barrillot, Frankreich Ehrenpreis für besondere Verdienste: Henry Red Cloud, Lakota-Nation Ehrenpreis für Lebenswerk: Martin Sheen, USA
2009 – keine Preisverleihung
2008: München Jillian Marsh, Australien Manuel Pino, USA
2007: SalzburgZehnte Preisverleihung des Anti-Atom-Preises in Salzburg. APA OTS0089, 19. Okt. 2007. Widerstand: Charmaine White Face, USA Aufklärung: Siegwart-Horst Günther, Deutschland Lösungen: Tadatoshi Akiba, Japan Lebenswerk: Freda Meissner-Blau, Österreich; Armin Weiß, Deutschland
2006: Window Rock, USA Widerstand: Sun Xiaodi, China Aufklärung: Gordon Edwards, Kanada Lösungen: Wolfgang Scheffler und Heike Hoedt, Österreich/Deutschland Lebenswerk: Ed Grothus, USA
2005: Oslo Widerstand: Motarilavoa Hilda Lini, Vanuatu, Südpazifik Lösungen: Preben Maegaard, Dänemark Lebenswerk: Mathilde Halla, Österreich Anerkennung: Stammesrat der Navajo, vertreten durch Präsident Joe Shirley Jr., Navajo-Nation
2004: Jaipur, Indien Widerstand: Jakharandis Organisation Against Radiation (JOAR), Indien Aufklärung: Asaf Durakovic, USA Lösungen: Jonathan Schell, USA Lebenswerk: Hildegard Breiner, Österreich Anerkennung: City Montessori School in Lakhnau, Indien
2003: München Widerstand: Carol Gilbert, Jackie Hudson und Ardeth Platte, USA Aufklärung: Souad Naij Al-Azzawi, Irak Lösungen: Corbin Harney, Western Shoshone Nation Lebenswerk: Inge Schmitz-Feuerhake, Deutschland
2002: St. Petersburg, Russland Widerstand: Mordechai Vanunu, Israel Aufklärung: Ole Kopreitan Lösungen: Helen Clark, Neuseeland Lebenswerk: Alexej Jablokow, Francis Macy Besondere Erwähnung: The Bulletin of the Atomic Scientists
2001: Carnsore Point, USA Widerstand: Kevin Buzzacott, Australien Aufklärung: Kenji Higuchi, Japan Lösungen: Hans-Josef Fell, Deutschland Lebenswerk: Solange Fernex, Frankreich Besondere Erwähnung: David Lowry
2000: Berlin Widerstand: Eugene Bourgeois, Normand de la Chevrotiere und Robert McKenzie Aufklärung: Juri Kuidin, Kasachstan (posthum) Lösungen: The Barefoot College of Tilonia,Social Work and Research Centre (SWRC) → :en:Barefoot College Indien Lebenswerk: Klaus Traube, Deutschland
1999: Los Alamos, USA Widerstand: Grace Thorpe und Dorothy Purley Aufklärung: Lidia Popowa, Russland Lösungen: Ursula und Michael Sladek, Deutschland Lebenswerk: Stewart Udall, USA
1998: Salzburg Widerstand: Yvonne Margarula, Australien Aufklärung: Raúl Montenegro, Argentinien Lösungen: Hari Sharan, Indien Lebenswerk: Maisie Shiell, Kanada
Siehe auch Atomausstieg
Weblinks
Nuclear-Free Future Award Nuclear-Free Future Award Foundation
Einzelnachweise
Kategorie:Umweltpreis Kategorie:Atompolitik Kategorie:Auszeichnung (München) Kategorie:Umwelt- und Naturschutz (München) Kategorie:Erstverleihung 1998