mini|Blick auf Niedercunnersdorf mini|Kirche Niedercunnersdorf mini|Karte von Oberreit mit Niedercunnersdorf um 1845
Niedercunnersdorf ist ein Dorf in der Oberlausitz und Ortsteil der Gemeinde Kottmar im Landkreis Görlitz. Der Ortsteil liegt im Tal des Cunnersdorfer Wassers.
Geografie Ortsgliederung Der Ort gliederte sich vor seiner Eingemeindung in Niedercunnersdorf und Ottenhain sowie die beiden Gemeindeteile Neucunnersdorf und Sonneberg.
Geschichte Seine erste Erwähnung führt Niedercunnersdorf ebenso wie der Nachbarort Obercunnersdorf auf eine Urkunde von 1221 zurück.
Ottenhain wurde erstmals 1317 erwähnt. Am 1. Januar 1999 wurde der Ort in die ehemalige Gemeinde eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999 Vor der Eingemeindung in die neue Gemeinde Kottmar bildete Niedercunnersdorf die Verwaltungsgemeinschaft mit Obercunnersdorf. Am 1. Januar 2013 fusionierten die Gemeinden Obercunnersdorf, Niedercunnersdorf, Kottmarsdorf und Eibau zur neuen Gemeinde Kottmar.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013
Ortsnamenformen 1221: „Cunradisdorf prope opidum Lubaw“; 1306: „ambae Conradesdorpp“; 1375: „Connyrsdorf prope Lubauiam“; 1399: „Kunnesdorf inferior“; 1399: „Kunnirsdorf nedirste“; 1419: „Conradstorff inferior“; 1438: „Cunerstorff“; 15. Jh.: „Cunradistorff inferior“; 1497: „Nieder Cunerßdorff“; 1547: „Nidder Kunerßdorff“; 1657: „Nieder Cunnersdorff“; 1875: „Niedercunnersdorf“
Verwaltungszugehörigkeit 1777: Bautzener Kreis, 1843: Landgerichtsbezirk Löbau, 1856: Gerichtsamt Löbau, 1875: Amtshauptmannschaft Löbau, 1952: Kreis Löbau, 1994: Landkreis Löbau-Zittau, 2008: Landkreis Görlitz
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1558 25 besessene Mann 1777 20 besessene Mann,22 Gärtner, 156 Häusler 1834 2.293 1871 2.204 1890 1.986 1910 1.905 1925 1.900 1939 1.767 1946 2.117 1950 2.235 1964 1.812 1990 1.386 2000 1.768
Kultur und Sehenswürdigkeiten Museen Feuerwehrmuseum Museum Alte Weberstube Schulmuseum Technisches Museum Landwirtschaftliche Sammlung
Regelmäßige Veranstaltungen Das jährlich stattfindende „Cunnerschdurfer Schiss’n“ ist ein dem Jacobimarkt in Neugersdorf vergleichbares Volksfest, dessen Tradition auf das Jahr 1839 zurückgeht. Es verzeichnet etwa 20.000 Besucher jährlich.
Söhne und Töchter des Ortes Ernst Wilhelm Leberecht Tempel (1821–1889), Astronom Emil Eichhorn (1889–1973), Schriftsteller, Mundartdichter Gottfried Ernst Hoffmann (1898–1978), Archivar Fritz Arlt (1912–2004), NS-Funktionär, beteiligt an „ethnischen Säuberungen“ im besetzten Polen Julia Preussger (* 1994), Skilangläuferin
Verkehr Der Bahnhof Niedercunnersdorf liegt an der Bahnstrecke Zittau–Löbau; allerdings verkehren hier ausschließlich Güterzüge.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oberlausitz Kategorie:Ort im Landkreis Görlitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz) Kategorie:Ersterwähnung 1221 Kategorie:Gemeindeauflösung 2013 Kategorie:Geographie (Kottmar, Gemeinde)