Bertelsdorf (fränkisch: BärdlschduafE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 11. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bęɘdlšdùɘf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Bertelsdorf liegt in der Gemarkung Stein.

Geographie Durch das Dorf fließt der Herbstgraben, ein linker Zufluss der Rednitz. Im Norden liegen die Flurgebiete Buchleite und Huffeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eckershof (0,7 km südwestlich) bzw. nach Deutenbach (0,9 km nordöstlich); eine weitere führt nach Oberweihersbuch (1 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde 1346 als „Berchtoldsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname hat als Bestimmungswort den Personennamen des Gründers Berthold. Der Ort bestand ursprünglich aus drei Höfen.Bertelsdorf auf der Website stadt-stein.deNach E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 11, Erstnennung im Jahr 1380 als „Perthtoldsdorf“.

Im Jahre 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Bertelsdorf vier Anwesen. Grundherren waren das Spitalamt Heilig Geist der Reichsstadt Nürnberg (zwei Halbhöfe), und Nürnberger Eigenherren (von Pömer: ein Ganzhof; von Tucher: ein Ganzhof).F. Eigler: Schwabach, S. 296. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Bertelsdorf weiterhin vier Anwesen. Das Hochgericht übten südlich der Regelsbacher Straße das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach und nördlich der Regelsbacher Straße das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Nürnberg. Die grundherrschaftliche Aufteilung war dieselbe wie 1732.F. Eigler: Schwabach, S. 384.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Bertelsdorf dem Steuerdistrikt Regelsbach (I. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Regelsbach zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 480. 1925 beantragten Bertelsdorf und Eckershof die Umgemeindung nach Stein, was aber von der Gemeinde Regelsbach abgelehnt wurde. Am 1. Januar 1967 wurde Bertelsdorf nach Stein eingegliedert. Mit Stein gehörte Bertelsdorf damit von 1967 bis 1972 zum Landkreis Nürnberg.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022 Einwohner 57 64 76 70 72 57 74 110 141 185 248 401HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 7 7 10 10 13 15 25 61 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt, wurde dann im frühen 19. Jahrhundert nach St. Johannes Baptist (Eibach) umgepfarrt, spätestens ab 1950 nach St. Jakobus (Oberweihersbuch). Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt. Heute ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Ortsteil von Stein (Mittelfranken) Kategorie:Ersterwähnung 1346