Unterweihersbuch ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Unterweihersbuch liegt in der Gemarkung Stein.

Geographie Durch das Dorf fließt der Grundbach, ein linker Zufluss der Rednitz. Nach dem Namen des Gemeindeteils wird der Grundbach auch Bucher Graben genannt. Im Südwesten grenzt Oberweihersbuch an, im Osten Stein und im Norden das Gewerbegebiet Industriestraße / An der Mühlstraße. Im Nordwesten und Westen gibt es kleinere Waldgebiete. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unterasbach (1 km westlich), nach Stein (0,8 km nordöstlich) und nach Oberweihersbuch (0,6 km südwestlich).

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterweihersbuch sieben Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Klarenamt der Reichsstadt Nürnberg. Grundherren waren das Klarenamt (6 Halbhöfe) und das Spitalamt (1 Viertelhof).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 181.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterweihersbuch dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Stein zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Stein an. Am 4. Dezember 1841 wurde die Ruralgemeinde Weihersbuch gebildet, zu der Ober- und Unterweihersbuch gehörten. Am 1. Januar 1927 wurde diese wieder nach Stein eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 245 f.

Baudenkmäler Asbacher Weg 3: Wohnstallhaus Eichenweg 5: Wohnstallhaus

ehemaliges Baudenkmäler Eichenweg 1: Wohnstallhaus Kronwerk von Wallensteins Lager am Asbacher Weg

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022 Einwohner 50 42 72 106 107 124 203 1564 1127HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 11 11 16 17 24 445 Quelle Dort als Unterbuch aufgelistet. Dort fälschlicherweise mit 142 Einwohnern angegeben. Da die gesamte Gemeinde zu diesem Zeitpunkt 212 Einwohner und Oberweihersbuch 170 Einwohner hatte, ergibt sich aus der Differenz 42 Einwohner.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Rochus (Zirndorf) gepfarrt, seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakobus (Oberweihersbuch) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Walburga (Eibach) gepfarrt, seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Ortsteil von Stein (Mittelfranken)