Loch () ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Loch liegt in der Gemarkung Gutzberg.

Geographie Das Dorf liegt im Rangau etwa vier Kilometer südwestlich von Stein und etwa drei Kilometer südlich von Oberasbach. Es ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Landschaft um den Grundbach heißt nach dem Ort Locher Grund. 0,5 km westlich des Ortes liegt das Fürstenholz. Im Nordosten befindet sich der Fuchsbrunnen, der einen linken Zufluss des Grundbachs speist. Von Loch aus führen Gemeindeverbindungsstraßen nach Oberasbach (1,6 km nördlich), nach Oberweihersbuch (1,8 km östlich) und nach Unterbüchlein (1 km südwestlich).

Geschichte Loch wurde im Würzburger Lehenbuch von 1303 erstmals urkundlich erwähnt. Der Bischof verlieh dem Heinrich von Buttendorf unter anderem den Zehnten eines Hofes in Loch. Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen „loh“ (= Lichtung) ab.W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 66.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Loch fünf Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (zwei Halbhöfe, ein Gut) und die Deutschordenskommende Nürnberg (zwei Halbhöfe).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 138.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Loch dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großweismannsdorf zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gutzberg an.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 229.

Am 1. Juli 1972 kam Loch mit der Gemeinde Gutzberg zu Stein.

Baudenkmäler Haus Nr. : ehemaliges Taglöhneranwesen; erdgeschossiges Gebäude, vermutlich noch Anlage des 17. Jahrhunderts (angeblich von 1685), baulich teils erneuert; teils Sandsteinquader, Südhälfte der Straßenseite mit Rundbogentür; nördliche Stirnseite aus Fachwerk; Rechtecktore später; Satteldach; Krüppelwalm mit überstehendem FirstA. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 129. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 1: erdgeschossiges Wohnstallhaus, Sandsteinquader, wahrscheinlich von 1775; dreigeschossiger Giebel modern verputzt; profilierte Fensterbänke; Traufseittüre am Sturz bezeichnet „1775“; zugehörige Fachwerkscheune des 19. Jahrhunderts Haus Nr. 4: erdgeschossiges Wohnstallhaus mit breiter Giebelfront, massiv und verputzt; bereits im 18. Jahrhundert. Giebel, unter Putz aus Fachwerk; neue Rechtecktüre und Dachausbauten; rückwärtiger Giebel aus Sandsteinquadern (wahrscheinlich 19. Jahrhundert); zugehörige Scheune aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, vor allem die nördliche Rücktraufseite noch Fachwerk aus der Bauzeit, ansonsten baulich teils erneuert; nach Osten Krüppelwalm mit überstehendem First Haus Nr. 26: Wohnstallhaus mit Anbau Haus Nr. 44: Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 24 57 50 58 52 33 43 51 59 54 67HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 6 7 8 8 8 6 13 24Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakobus (Oberweihersbuch) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Walburga (Eibach) gepfarrt, jetzt ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Ortsteil von Stein (Mittelfranken) Kategorie:Ersterwähnung 1303