Der Regierungsbezirk Freiburg, auch Südbaden genannt,Schwäbische: So stehen die Chancen für die Kandidaten aus der Region Tuttlingen, abgerufen am 13. Juni 2024 ist einer von vier Regierungsbezirken im Land Baden-Württemberg (Deutschland). Jene stehen in der Hierarchie zwischen den Landkreisen und der Landesregierung.
Geographie Der Regierungsbezirk Freiburg liegt im Südwesten Baden-Württembergs und hieß bis 31. Dezember 1972 Regierungsbezirk Südbaden. Allerdings hatte er damals noch einen anderen Zuschnitt. Im Süden grenzt er an die Schweiz, im Westen an das Elsass (Frankreich), im Norden an den Regierungsbezirk Karlsruhe und im Osten an den Regierungsbezirk Tübingen. In seiner heutigen Ausdehnung geht er auf die Verwaltungs- und Gebietsreform aus dem Jahre 1973 zurück. Gemäß der europäischen „Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik“ ist der Regierungsbezirk Freiburg eine NUTS-2-Region.
Geschichte Der Regierungsbezirk Freiburg besteht seit der Bildung Baden-Württembergs im Jahr 1952. Seine Behörde, das Regierungspräsidium, war seit diesem Zeitpunkt im Wesentlichen für das Gebiet des ehemaligen Bundeslandes Baden (Hauptstadt Freiburg im Breisgau) zuständig, das nach dem Zweiten Weltkrieg aus der französischen Besatzungszone hervorgegangen war und den südlichen Teil des von 1806 bis 1945 bestehenden Landes Baden umfasste. Der Verwaltungsbezirk hieß daher zunächst Regierungsbezirk Südbaden.
Bei der Gebietsreform, die zum 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurden die Gebiete um Rastatt und Baden-Baden an den Regierungsbezirk Karlsruhe, sowie Überlingen und Meßkirch an den Regierungsbezirk Tübingen übertragen. Dafür wurde der Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Freiburg auf die Landkreise Rottweil und Tuttlingen ausgedehnt. Da die Behörde somit auch für ehemals württembergische Gebiete zuständig ist, wurde der Regierungsbezirk Südbaden in Regierungsbezirk Freiburg umbenannt.
Bevölkerungsentwicklung Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Jahr Einwohnerzahlen 31. Dezember 1973 1.863.465 31. Dezember 1975 1.852.477 31. Dezember 1980 1.865.282 31. Dezember 1985 1.880.475 27. Mai 1987 ¹ 1.869.032 31. Dezember 1990 1.977.857 Jahr Einwohnerzahlen 31. Dezember 1995 2.087.042 31. Dezember 2000 2.137.625 31. Dezember 2005 2.190.727 31. Dezember 2015 2.224.535 31. Dezember 2020 2.276.924
Organisation
mini|Dienstgebäude Basler Hof mini|Dienstgebäude Betzenhausen
Oberste Behörde ist das Regierungspräsidium mit Hauptsitz im historischen Basler Hof in der Altstadt von Freiburg im Breisgau, erbaut um 1500 durch Konrad Stürtzel, Hofkanzler Kaiser Maximilians I. Daneben unterhält es in Freiburg weitere acht Standorte. Größter Standort ist dabei der Neubau des Regierungspräsidiums im Stadtteil Betzenhausen, der auch die offizielle Hausanschrift ist.
Die Leitung des Regierungspräsidiums mit mehr als 1700 Mitarbeitern obliegt jeweils einem vom Ministerpräsidenten ernannten politischen Beamten, dem Regierungspräsidenten. Dem Regierungspräsidium übergeordnet ist das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen.
Regierungspräsidenten seit 1952 1952–1957: Paul Waeldin (FDP) 1958–1967: Anton Dichtel (CDU) 1967–1979: Hermann Person (CDU) 1979–1991: Norbert Nothhelfer (CDU) 1991–1998: Conrad Schroeder (CDU) 1998–2007: Sven von Ungern-Sternberg (CDU) 2008–2012: Julian Würtenberger (CDU) 2012–2024: Bärbel Schäfer (parteilos) seit 1. April 2024: Carsten Gabbert (Bündnis 90/Die Grünen)
Aufgaben des Regierungspräsidiums Das Regierungspräsidium ist für die Umsetzung der gesetzlichen Aufgaben und landespolitischen Ziele im Regierungsbezirk verantwortlich. Zu den Aufgaben zählen insbesondere: Bauwesen, Forstwirtschaft, Gesundheitswesen, Grenzüberschreitende Zusammenarbeit an Oberrhein, Hochrhein und Bodensee und europäische Angelegenheiten, Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Lebensmittelwesen, Landespolizeidirektion, Raumordnung, Obere Schulaufsichtsbehörde, Sozialwesen, Steuerung, Straßenwesen, Umweltschutz, Verkehr, Verwaltung, Veterinärwesen, Wasserwirtschaft, Wirtschaft.
Verwaltungsgliederung 3 Regionalverbände 9 Landkreise, 1 Stadtkreis 301 Städte und Gemeinden, darunter 1 Stadtkreis und 20 Große Kreisstädte
Die Regionalverbände mit ihren Stadt- und Landkreisen: Regionalverband Hochrhein-Bodensee: Landkreis Konstanz () Landkreis Lörrach () Landkreis Waldshut () Verband Region Südlicher Oberrhein: Stadtkreis Freiburg im Breisgau () Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald () Landkreis Emmendingen () Ortenaukreis () Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg: Landkreis Rottweil () Schwarzwald-Baar-Kreis () Landkreis Tuttlingen ()
Die 20 Großen Kreisstädte (unterstehen der Fachaufsicht des Regierungspräsidiums): Achern Bad Krozingen Donaueschingen Emmendingen Kehl Konstanz Lahr/Schwarzwald Lörrach Oberkirch Offenburg Radolfzell am Bodensee Rheinfelden (Baden) Rottweil Schramberg Singen (Hohentwiel) Tuttlingen Villingen-Schwenningen Waldkirch Waldshut-Tiengen Weil am Rhein
Wirtschaft Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Europäischen Union, ausgedrückt in Kaufkraftparität, erreichte der Regierungsbezirk Freiburg im Jahr 2015 einen Index von 120 (EU-28 = 100).
Weblinks
Webpräsenz des Regierungspräsidiums Freiburg
Einzelnachweise
Freiburg
Kategorie:Verwaltungsgliederung Baden-Württembergs Kategorie:Organisation (Freiburg im Breisgau) Freiburg