Ein verteiltes Dateisystem (, DFS oder ) ist ein spezielles Dateisystem, mit dem der Zugriff auf Dateien über ein Rechnernetz erfolgt und das Zugriff und Datenspeicherung auf mehreren als Server eingesetzten Rechnern erlaubt. Das Gegenstück zu solch einem Netzwerk-Dateisystem ist ein klassisches lokales Dateisystem, welches unmittelbar an den Computer angeschlossene Massenspeicher verwaltet.
Implementierungen Bekannte Implementierungen von verteilten Dateisystemen sind: Distributed File System (DFS) als Teil des Betriebssystems Windows der Firma Microsoft das ursprünglich an der Carnegie Mellon University entwickelte Andrew File System (AFS), für das es mehrere Hersteller gibt DFS innerhalb des Projekts Distributed Computing Environment (DCE) des Konsortiums Open Software Foundation (heute Open Group) als Weiterentwicklung zu AFS Coda, ebenfalls an der Carnegie Mellon University entwickelt Lustre BeeGFS/FhGFS, für Cluster und HPC-Anwendungen GlusterFS, für alle POSIX-konformen BetriebssystemeDas verteilte Dateisystem GlusterFS Hadoop Distributed File System (HDFS) Ceph, bietet Object, Block, und File Storage, Teil des Linux-Kernels, LGPLWohin geht die Reise bei Ceph Objectstore? XtreemFS, ausfallsicheres verteiltes Dateisystem mit POSIX-konformer SchnittstelleXtreemFS Google File System (GFS, GoogleFS) der Firma Google, proprietär, auf Linux basierend, für hohe Datendurchsätze optimiert
Im weiteren Sinn wird unter einem verteilten Dateisystem ein Netzwerkprotokoll zum Zugriff auf Dateien verstanden. Beispiele dafür sind: Network File System (NFS) der Firma Sun Microsystems Common Internet File System (CIFS), eine Erweiterung von Server Message Block (SMB) Apple Filing Protocol (AFP) der Firma Apple NetWare Core Protocol (NCP) der Firma Novell
Einzelnachweise