Bucaramanga ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) im Departamento Santander in Kolumbien. Sie liegt ca. 410 km nordöstlich von Bogotá.
Bucaramanga ist mit 618.000 Einwohnern (Stand: 2025) die zehntgrößte Gemeinde Kolumbiens und die fünftgrößte Metropolregion (nach Bogotá, Cali, Medellín und Barranquilla). Bucaramanga bildet zusammen mit Floridablanca, Girón und Piedecuesta die Metropolregion Bucaramanga. Sie ist Sitz eines Erzbistums.
Bucaramanga nennt sich („Die schöne Stadt Kolumbiens“) und verfügt über eine große Anzahl an öffentlichen Parkanlagen sowie viele Grünzonen.
Geographie Lage Die Stadt liegt auf einer Hochebene der Ostkordillere der kolumbianischen Anden, der Meseta de Bucaramanga, die im Osten durch einen Gebirgszug und im Westen durch die Schlucht des Río de Oro begrenzt wird.
Die Stadt hat insbesondere in ihrem westlichen Teil große Probleme mit der Erosion an den Rändern der Hochebene.
Die Gemeinde liegt im Norden Santanders in der Provincia de Soto und grenzt im Norden an Rionegro, im Osten an Matanza, Charta und Tona, im Süden an Floridablanca und im Westen an Girón. versionantigua.bucaramanga.gov.co, abgerufen am 28. März 2019 (spanisch)
Stadtgliederung Die Stadt ist in 17 Stadtbezirke (comunas) unterteilt, die wiederum in 1341 Blöcke (manzanas) und etwa 200 Viertel (barrios) unterteilt sind. Das ländliche Gebiet der Gemeinde Bucaramanga besteht aus drei corregimientos, die wiederum in 25 veredas (ländliche Verwaltungsuntereinheiten) unterteilt sind. mini|links|Comunas von Bucaramanga Norte Nororiente San Francisco Occidente García Rovira Concordia Ciudadela Real de Minas Suroccidente Pedregosa Provenza Sur Cabecera del Llano Oriente Morrorico Centro Lagos del Cacique Mutis
Das wirtschaftliche Zentrum der Stadt, Cabecera del Llano, besitzt mehrere Einkaufszentren, Geschäfte, Bars und sogar – für Kolumbien selten – eine kleine Fußgängerzone. Im Laufe der letzten Jahre hat sich zudem ein direkt südlich an Bucaramanga angrenzender Stadtteil der Nachbargemeinde Floridablanca mit den Einkaufszentren Cañaveral und La Florida als weiteres Zentrum etabliert.
Metropolregion mini|links|Metropolregion Bucaramanga Mit der Bildung von Metropolregionen versucht die kolumbianische Regierung, die Planungen und Absprachen nah beieinander liegender Städte zu steuern. Dazu bilden eine Kernstadt und mehrere angrenzende und von dieser Kernstadt abhängige Städte eine Planungsregion. Bucaramanga wurde 1981 Metropolenregion mit den Städten Girón und Floridablanca. 1985 kam dann noch Piedecuesta dazu.Informationen zur Metropolregion Bucaramanga auf deren Webseite
Klima
Durchschnittswerte 1961–1990
Sehenswürdigkeiten
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Bucaramanga besitzt das moderne Messegelände CENFER, auf dem mehrmals im Jahr regionale und überregionale Messen bzw. Ausstellungen stattfinden.Website der Cenfer S.A. cenfer.com, abgerufen am 28. März 2019 (spanisch) Die Wirtschaft der Stadt wird von kleineren und mittleren Betrieben dominiert.
mini|Flughafen Palonegro Verkehr Von Bucaramanga führen Hauptstraßen in den Nordosten nach Cúcuta, in den Norden nach Santa Marta und in den Süden nach Tunja und weiter nach Bogotá.
Die Stadt verfügt über einen eigenen Flughafen (Aeropuerto Internacional Palonegro), der auf dem Gebiet der Gemeinde Lebrija liegt. Der Flughafen Flughafen Bucaramanga-Gómez Niño ist außer Betrieb.
Bucaramanga besitzt ein öffentliches Bussystem namens MetrolíneaMetrolínea nach dem Vorbild des TransMilenio Bogotás, das neben zahlreichen privaten Busunternehmen fungiert.
Bildung Die Stadt besitzt mehrere Universitäten, darunter: Universidad Industrial de Santander Universidad Autónoma de Bucaramanga (UNAB) Universidad de Santander (UDES) Unidades Tecnológicas de Santander (UTS) Universidad Santo Tomás Universidad Pontificia Bolivariana
mini|Estadio Alfonso López Sport Der bekannteste Fußballverein der Stadt ist Atlético Bucaramanga, der seine Heimspiele im Estadio Alfonso López austrägt. Der größte Erfolg war das Erreichen der Vizemeisterschaft 1996/97. Nach sieben Spielzeiten in der zweiten Liga wurde der Verein 2015 Meister und schaffte damit den Aufstieg in die erste Liga.
Söhne und Töchter der Stadt Joaquín Garcia Benitez (1883–1958), Erzbischof Aurelio Martínez Mutis (1884–1954), Lyriker Jacobo Arenas (1924–1990), Politiker und Guerillero Jesús Pinzón Urrea (1928–2016), Komponist und Dirigent Carlos Ardila Lülle (1930–2021), Unternehmer Gustavo Martínez Frías (1935–2009), Erzbischof Beatriz González (1938–2026), Malerin Jorge Enrique Jiménez Carvajal (* 1942), Erzbischof Fabio Suescún Mutis (* 1942), Militärbischof Luis Carlos Galán (1943–1989), Journalist und Politiker Horacio Serpa (1943–2020), Rechtsanwalt und Politiker (Liberale Partei) José Figueroa Gómez (* 1946), Bischof Alfonso Valdivieso (* 1949), Diplomat und Politiker Omar Gomez Rey (1957–2022), Maler Pedro Manuel Salamanca Mantilla (* 1961), Bischof von Facatativá Catalina Denis (* 1985), Schauspielerin und Model
darunter Sportler
Hermán Aceros (1938–2018), Fußballspieler und -trainer Roberto Buitrago (* 1939), Radrennfahrer Carlos Siachoque (* 1949), Radrennfahrer Mario Coll (* 1960), Fußballspieler Luis Gabriel Rey (* 1980), Fußballspieler Julian Leal (* 1990), Automobilrennfahrer Michael Rangel (* 1991), Fußballspieler Nelson Crispín (* 1992), Schwimmer Daniela Arias (* 1994), Fußballspielerin Martha Bayona (* 1995), Bahnradsportlerin Daniel Elahi Galán (* 1996), Tennisspieler Andrei Duarte (* 1999), Tennisspieler Lucía Bautista (* 2002), Squashspielerin
Weblinks
Webseite der Gemeinde Regionale Tageszeitung Vanguardia
Einzelnachweise
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