zentriert|152px|Lucien Mazan genannt „Le Petit-Breton“ Der Franzose Lucien Petit-Breton gewinnt zum zweiten Mal die Tour de France. zentriert|188px|Anna Hübler und Heinrich Burger beim Eiskunstlauf Bei den Spielen der IV. Olympiade werden erstmals Wettbewerbe in einer Wintersportart ausgetragen. zentriert|350px|Dorando Pietri wird von Ärzten und Kampfrichtern über die Ziellinie geschoben Der Marathonläufer Dorando Pietriwird der tragische Held der Olympischen Spiele in London. Chronologie
1908 werden im Rahmen der Franco-British Exhibition in London die Spiele der IV. Olympiade durchgeführt, die im Gegensatz zu den letzten beiden Olympischen Spielen zuvor eine weit größere Beachtung finden. Dazu trägt vor allem die Tatsache bei, dass mehr als zwei Drittel aller Wettkämpfe auf zwei Wochen im Juli und auf eine einzige Wettkampfstätte konzentriert sind. Erstmals werden auch Wettbewerbe in einer Wintersportart ausgetragen, namentlich im Eiskunstlauf.
Ereignisse Olympische Spiele
16. März: Das Österreichische Olympische Comité wird gegründet.
miniatur|links|Einmarsch der britischen Athleten während der Eröffnungsfeier miniatur|hochkant|Wyndham Halswelle am Ziel des „Geisterrennens“ der Olympischen Spiele 27. April bis 31. Oktober: In London finden die Spiele der IV. Olympiade statt, bei denen auch Wettbewerbe im Eiskunstlauf ausgetragen werden. 27. April bis 21. Juni: Die „Frühjahrsspiele“ der Olympischen Spiele werden abgehalten. Es finden Wettbewerbe im Rackets (27. April), Hallentennis (6. bis 14. Mai) Jeu de Paume (18. bis 28. Mai) und Polo (18. und 21. Juni) statt. 6. bis 25. Juli: Die sogenannten „Sommerspiele“ der Olympischen Spiele werden abgehalten, bei denen rund 2/3 der gesamten Wettkämpfe ausgetragen werden. 27. Juli bis 29. August: Die „Nautischen Spiele“ der Olympischen Spiele werden ausgetragen. Sie beinhalten die Sportarten Segeln (27. bis 29. Juli und 11. bis 12. August) Rudern (28. bis 31. Juli) und Motorbootrennen (28./29. August). 19. bis 31. Oktober: Bei den sogenannten „Winterspielen“ gibt es Wettbewerbe in den Sportarten Boxen, Eiskunstlauf, Hockey, Fußball, Lacrosse, Rugby sowie das Schlussbankett.
miniatur|hochkant|Ulrich Salchow, Schweden, bei den Olympischen Spielen 28./29. Oktober: Im Rahmen der Olympischen Spiele werden erstmals auch Wettbewerbe in einer Wintersportart abgehalten, im Eiskunstlauf. Der Schwede Ulrich Salchow gewinnt bei den Herren vor seinen Landsleuten Richard Johansson und Per Thorén. Sieger bei den einmalig ausgetragenen Spezialfiguren der Herren wird der Russe Nikolai Alexandrowitsch Kolomenkin-Panin, der zuvor einen erfolglosen Protest gegen Salchow eingereicht hat.
Badminton
Baseball
miniatur|Die Cubs 1908 mit Maskottchen Die Chicago Cubs gewinnen die World Series 1908 gegen die Detroit Tigers. Es ist ihr letzter Gewinn der World Series für 108 Jahre.
Fußball
15. Januar: Der Sportverein FC Bari wird gegründet. 3. Februar: In Athen wird der Fußballverein Podosferikos Omilos Athinon gegründet. 9. März: Verärgerte kosmopolitische Mitglieder des Milan Cricket and Football Club gründen den Football Club Internazionale Milano, in dem im Gegensatz zum nationalistischen Milan CFC auch Nichtitaliener mitspielen dürfen.
miniatur|links|Schweizer Mannschaft miniatur|Deutsche Mannschaft und Betreuer 5. April: Das erste offizielle Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft, das Fußballländerspiel Schweiz – Deutschland 1908, endet mit einem 5:3-Sieg für die Schweiz. 27. Mai: Im Brüsseler Vorort Anderlecht erfolgt die Gründung des Sporting Club Anderlecht. 15. Juni: Der saarländische Fußballverein FC 08 Homburg wird gegründet. 19. Juli: Jugendliche aus dem Rotterdamer Stadtteil Feijenoord gründen den Fußballklub Wilhelmina Rotterdam. Der Arbeitersportverein SC Adler Pankow wird gegründet.
Leichtathletik Leichtathletikrekorde
Sprint und Mittelstreckenlauf
30. Mai: Harold Wilson, Großbritannien, läuft die 1500 Meter der Herren in 3:59,8 min. 21. Juli: Mel Sheppard, USA, läuft die 800 Meter der Herren in 1:52,8 min. 23. August: Siina Simola, Finnland, läuft die 100 Meter der Damen in 13,9 s.
Langstreckenlauf und Marathon
13. Mai: Arthur Robinson, Großbritannien, läuft die 5000 Meter der Herren in 15:01,2 min. 24. Juli: John Hayes, USA, läuft den Marathon der Herren in 2:55:19 h.
Hürdenlauf
22. Juli: Charles Bacon, USA, läuft die 400 Meter Hürden der Herren in 55 Sekunden. 25. Juli: Forrest Smithson, USA, lief die 110 Meter Hürden der Herren in 15 Sekunden.
Sprungdisziplinen
13. Juni: Walter Dray, USA, springt im Stabhochsprung der Herren 3,9 m. 25. Juli: Tim Ahearne, Irland, springt im Dreisprung der Herren 14,92 m.
Radsport
17. Mai: Die Karreveld-Radrennbahn wird eröffnet. 13. Juli bis 9. August: Tour de France 1908 26. Juli: UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1908 der Amateure 30. Juli bis 2. August: UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1908 der Profis
miniatur|hochkant|Defilee und Gruppenfoto der Sieger von Wien-Berlin 1908 Die Distanzradfahrt Wien–Berlin wird nach 1893 ein zweites Mal abgehalten. Sieger wird der Deutsche Hans Ludwig. Die Belgien-Rundfahrt wird erstmals ausgetragen. Das Radrennen Rund um Köln wird erstmals ausgetragen.
Ringen
Ringer-Weltmeisterschaften 1908
Rudern
Cambridge besiegt Oxford im Boat Race.
Rugby
Home Nations Championship 1908 der Rugby Union
Schach
Schachweltmeisterschaft 1908
Schwimmen Schwimmrekorde
16. Juli: Henry Taylor, Großbritannien, schwimmt bei den Olympischen Spielen die 400 Meter Freistil in 5:36,8 min. 17. Juli: Arno Bieberstein, Deutsches Kaiserreich, schwimmt bei den Olympischen Spielen die 100 Meter Rücken in 1:24,6 min. 18. Juli: Frederick Holman, Großbritannien, schwimmt bei den Olympischen Spielen die 200 Meter Brust in 3:09,2 min. 20. Juli: Charles Daniels, Vereinigte Staaten, schwimmt bei den Olympischen Spielen die 100 Meter Freistil in 1:05,6 min. 24. Juli: John Derbyshire, Paul Radmilovic, William Foster und Henry Taylor, Großbritannien, schwimmen bei den Olympischen Spielen die 4 × 200 Meter Freistil in 10:55,6 min. 25. Juli: Henry Taylor, Großbritannien, schwimmt bei den Olympischen Spielen die 1500 Meter Freistil in 22:48,4 min. 18. Oktober: Martha Gerstung, Deutsches Kaiserreich, schwimmt die 100 Meter Freistil der Frauen in 1:35,0 min. 11. November: Otto Scheff, Österreich-Ungarn, schwimmt die 200 Meter Freistil in 2:31,6 min.
Wintersport Eishockey
15. Mai: In Paris wird die Ligue Internationale de Hockey sur Glace durch Vertreter aus Belgien, England, der Schweiz sowie des Gastgebers Frankreich gegründet. Böhmen tritt noch im gleichen Jahr bei. Eingeladen sind auch Vertreter Deutschlands und Russlands, welche aber nicht zum Gründungstreffen erscheinen. Der Franzose Louis Magnus wird zum ersten Präsidenten gewählt. 3. bis 5. September: Im Berliner Eispalast findet das erste internationale Eishockeyturnier in Deutschland statt. Sieger wird der Princes Ice Hockey Club, der im Finale den Club des Patineurs de Paris mit 3:2 besiegt. 8. Dezember: Die Koninklijke Belgische IJshockey Federatie wird gegründet.
Eishockey mit dem Ball (Bandy)
6. Januar: Der Leipziger SC wird in Prag erster internationaler österreichischer Meister
Eiskunstlauf
Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1908, neben den Wettbewerben im Einzellauf der Herren und Damen wird erstmals auch ein Wettbewerb im Paarlauf ausgetragen. Eiskunstlauf-Europameisterschaft 1908
Eisschnelllaufrekorde
9. Februar: Johan Vikander, Finnland, und Sigurd Mathisen, Norwegen, laufen am gleichen Tag die 500 Meter Eisschnelllauf in Davos jeweils in 44,4 s. 9. Februar: Oscar Mathisen, Norwegen, läuft die 1500 Meter in Davos in 2:20,8 min.
Skilauf
11. Dezember: Der Schwedische Skiverband wird ins Leben gerufen.
Geboren Januar 1. Januar: Ernst Budig, deutscher Schwimmer († 1971) 1. Januar: Mehmet Leblebi, türkischer Fußballspieler und Leichtathlet († 1972) 4. Januar: Gustav Schürger, deutscher Wasserballspieler († 1969) 8. Januar: Dmitri Ossipowitsch Rowner, sowjetischer Schachspieler († 1986) 8. Januar: Constance Wilson-Samuel, kanadische Eiskunstläuferin († 1953) 9. Januar: Henri Paternóster, belgischer Fechter († 2007) 10. Januar: Jean Alfonsetti, luxemburgischer Radrennfahrer († 1984) 10. Januar: Francis Ryan, US-amerikanischer Fußballspieler († 1977) 11. Januar: Ageishi Iwao, japanischer Skilangläufer und Skisportfunktionär († 1991) 13. Januar: Franco Orgera, italienischer Moderner Fünfkämpfer († unbekannt) 13. Januar: Enrico Paoli, italienischer Schachspieler († 2005) 14. Januar: Josef Hornauer, deutscher Fußballspieler († 1985) 14. Januar: William Kuhlemeier, US-amerikanischer Turner († 2001) 15. Januar: Hugh Alessandroni, US-amerikanischer Fechter († 1989) 15. Januar: Roger de Soussay, französischer Autorennfahrer († 1979) 17. Januar: Cus D’Amato, US-amerikanischer Boxtrainer († 1985) 19. Januar: Sylvester Wackerle, deutscher Bobfahrer († 1978) 20. Januar: Martha Norelius, US-amerikanische Schwimmerin († 1955) 21. Januar: Hans van Kesteren, niederländischer Fußballspieler († 1998) 22. Januar: Kåre Hatten, norwegischer Skilangläufer († 1983) 26. Januar: Percy Beard, US-amerikanischer Leichtathlet († 1990) 26. Januar: Harry Isaacs, südafrikanischer Boxer († 1961) 26. Januar: Gideon Ståhlberg, schwedischer Schachspieler († 1967) 28. Januar: Erik Almgren, schwedischer Fußballspieler und -trainer († 1989) 29. Januar: Grete Heublein, deutsche Leichtathletin († 1997) 30. Januar: Enrico Poggi, italienischer Segler († 1976) 30. Januar: Roberto Vestrini, italienischer Ruderer († 1966) 31. Januar: Bill Cantrell, US-amerikanischer Automobilrennfahrer († 1996) 31. Januar: Mauri Nyberg-Noroma, finnischer Kunstturner († 1939)
Februar 2. Februar: Bets ter Horst, niederländische Leichtathletin († 1997) 2. Februar: Alfred Krauss, französischer Kunstturner († 1957) 2. Februar: Lorenzo Vitria, spanischer Boxer († 1941) 4. Februar: Josef Losert, österreichischer Fechter und Fechttrainer († 1993) 4. Februar: Naili Moran, türkischer Sportler und Sportfunktionär († 1968) 4. Februar: Heinz Pollay, deutscher Dressurreiter und Reitsportfunktionär († 1979) 5. Februar: Marie Baron, niederländische Schwimmerin († 1948) 6. Februar: Hans Richnow, deutscher Motorradrennfahrer († 1988) 6. Februar: Willie Steel, schottischer Fußballspieler und -trainer († 1990) 6. Februar: Franz Sterzl, österreichischer Leichtathlet († 2000) 7. Februar: Buster Crabbe, US-amerikanischer Schwimmer († 1983) 7. Februar: Józef Stefański, polnischer Radrennfahrer († 1997) 8. Februar: Joaquim Fiúza, portugiesischer Segler († 2010) 9. Februar: Jackie Fields, US-amerikanischer Boxer († 1987) 9. Februar: Kalle Tuominen, finnischer Leichtathlet († 2006) 10. Februar: Karl Oerdögh, österreichischer Eishockeytorwart und Hockeyspieler, Hockeytrainer und Eishockeyschiedsrichter († 2001) 11. Februar: Wuert Engelmann, US-amerikanischer American-Football-Spieler († 1979) 12. Februar: August Neo, estnischer Ringer († 1982) 13. Februar: Sulo Nurmela, finnischer Skilangläufer († 1999) 14. Februar: Philip Rogers, kanadischer Segler († 1961) 14. Februar: Gordon Smith, US-amerikanischer Eishockeyspieler († 1999) 15. Februar: Gösta Brodin, schwedischer Segler († 1979) 15. Februar: Edwin Genung, US-amerikanischer Leichtathlet († 1986) 15. Februar: Elimar Kloos, deutscher Boxer († 1991) 17. Februar: Jacobus van Egmond, niederländischer Radrennfahrer († 1969) 18. Februar: Hans Kahrmann, deutscher Motorradrennfahrer († 1973) 18. Februar: Lambert Redd, US-amerikanischer Leichtathlet († 1986) 20. Februar: Kalle Heikkinen, finnischer Skilangläufer († 1938) 21. Februar: Gien de Kock, niederländische Leichtathletin († 1998) 22. Februar: William Dally, US-amerikanischer Ruderer († 1996) 23. Februar: Albert Leidmann, deutscher Boxer († 1945) 25. Februar: Folke Frölén, schwedischer Vielseitigkeitsreiter († 2002)