zentriert|350px|Francis Field, der Austragungsort der Olympischen Spiele Wegen ihrer Einbettung in die Weltausstellung erregen dieIII. Olympischen Spiele nur geringes Zuschauerinteresse. Chronologie
mini|links|Anzahl der Teilnehmer an den Spielen in St. Louis Im Jahr 1904 werden in St. Louis, Missouri, die III. Olympischen Spiele der Neuzeit abgehalten. Wie schon 1900 in Paris sind auch diese Olympischen Spiele nur ein wenig bedeutendes Anhängsel der Weltausstellung und finden wenig Beachtung. Aufgrund der langen Anreisezeit und der hohen Reisekosten entsenden nur wenige Staaten aus Übersee einige Athleten. In zahlreichen Disziplinen bleiben die US-Amerikaner weitgehend unter sich, die sportlichen Wettkämpfe gleichen zum größten Teil nationalen Meisterschaften mit gelegentlicher ausländischer Beteiligung. Die einzige Errungenschaft sind die Goldmedaillen, die den Olympiasiegern überreicht wurden. Zuvor sind lediglich der Erst- und Zweitplatzierte mit einer Silber- bzw. einer Bronzemedaille ausgezeichnet worden.
In Wien wird der Österreichische Fußball-Verband gegründet. Und der Niederländer Carl Anton Wilhelm Hirschmann und der Franzose Robert Guérin gründen in Brüssel die Fédération Internationale de Football Association (FIFA).
Ereignisse Olympische Spiele
mini|hochkant|Poster des Olympischen Spiele 1904 1. Juli bis 23. November: In St. Louis finden die III. Olympischen Spiele statt. Das Canadian Olympic Committee wird gegründet.
American Football
In Canton, Ohio, wird das American-Football-Team Canton Bulldogs gegründet.
Badminton
Cricket
Britische Kolonisten führen Cricket im heutigen Nigeria ein. Kontakte zwischen der Verwaltung in Lagos und ihrem Gegenüber der Goldküste führen am 25. Mai zu einem Spiel zwischen Mannschaften der beiden Kolonien. Die Begegnung entwickelt sich zu einer jährlichen Partie und ist anfangs multiethnisch.
Fußball
28. Februar: Der portugiesische Fußballverein Benfica Lissabon wird gegründet. 18. März: Nach Auflösung der Österreichischen Fußball-Union wird in Wien der Österreichische Fußball-Verband gegründet. 27. März: Durch ein 1:0 über Juventus Turin gewinnt Genua 1893 seine sechste Meisterschaft in Italien. 17. April: Der FC St. Gallen wird Schweizer Fussballmeister. 30. April: Sheffield Wednesday wird englischer Meister. 1. Mai: Das erste kontinentaleuropäische Fußballländerspiel in Uccle zwischen Belgien und Frankreich endet 3:3. 4. Mai: Der Fußballclub Gelsenkirchen Schalke 04 wird gegründet. 21. Mai: Der Niederländer Carl Anton Wilhelm Hirschmann und der Franzose Robert Guérin gründen die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) im Anschluss an das erste Länderspiel zwischen Belgien und Frankreich am 1. Mai. Louis Muhlinghaus, Vereinssekretär des Racing Club de Bruxelles, wird erster FIFA-Generalsekretär. Gründungsmitglieder sind die nationalen Fußballverbände der Schweiz, Dänemarks, Frankreichs, der Niederlande, Belgiens und Schwedens, wobei die Gründungsorganisationen in einigen Fällen nicht den heute existierenden Verbänden entsprechen. Spanien war nicht durch einen Verband, sondern vom Madrid Football Club vertreten. Der Deutsche Fußball-Bund tritt der FIFA noch am Gründungstag telegrafisch bei. 29. Mai: Das Finale der deutschen Meisterschaft zwischen Titelverteidiger VfB Leipzig und Britannia 92 Berlin wird wegen eines Streits über den Austragungsort abgesagt. 12. August: In der brasilianischen Stadt Botafogo wird der Fußballverein Electro Club gegründet, der noch im gleichen Jahr mit dem örtlichen Ruderverein zum Fußball- und Regattaverein Botafogo FR fusioniert. 18. September: Der America FC in Rio de Janeiro wird gegründet. 4. Oktober: Auf den Färöern wird der Sportklub HB Tórshavn gegründet.
Leichtathletik Nationale Leichtathletikmeisterschaften Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften 1904
Leichtathletik-Weltrekorde Langstreckenlauf
5. Juni: Alfred Shrubb, Großbritannien, läuft die 10.000 Meter der Herren in 31:02,4 min. 19. Juni: Louis de Fleurac, Frankreich, läuft die 3000 Meter der Herren in 9:02,4 min.
Sprungdisziplinen
23. April: Norman Dole, USA, springt im Stabhochsprung der Herren 3,69 m. 6. Juli: Ray Ewry, USA, springt im Standweitsprung 3,476 m.
Radsport
2. – 24. Juli: Henry Cornet aus Frankreich gewinnt die zweite Auflage der Tour de France, die auf der gleichen Strecke durchgeführt wird wie die Tour im Vorjahr. UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1904
Motorsport
Rudern
Cambridge besiegt Oxford im Boat Race.
Ringen/Schwingen
23. Mai: In Wien werden erstmals Weltmeisterschaften im Ringen ausgetragen. Inoffizielle Ringer-Europameisterschaften 1904 Das Brünigschwinget wird erstmals durchgeführt.
Rugby
19. März: Schottland gewinnt die Home Nations Championship 1904.
Schwimmen
Deutsche Schwimmmeisterschaften 1904
Vereinsgründungen
29. Januar: Der schwedische Sportverein Västerås SK wird gegründet. 4. Februar: Der Turnverein Hassee-Winterbek e. V. (THW Kiel) wird als Turnverein für Knaben und Männer gegründet. Er macht sich später als deutscher Handball-Rekordmeister einen Namen. 28. Februar: Die Mannschaft Sport Lisboa e Benfica wird gegründet, woraus der Sportverein Benfica Lissabon entsteht.
Wintersport
24. Februar: J. J. Eden, Niederlande, läuft Weltrekord beim 5000 Meter Eisschnelllauf in Hamar in 8:37,6 s. Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft 1904 Eiskunstlauf-Europameisterschaft 1904 Die Ganzsteinschanze im steiermärkischen Mürzzuschlag wird eröffnet, heute die älteste noch in Betrieb befindliche Skisprungschanze Mitteleuropas.
Geboren Januar
1. Januar: Kadri Göktulga, türkischer Fußballspieler und -funktionär († 1973) 1. Januar: Rupen Semerciyan, türkischer Basketballspieler und -trainer († unbekannt) 2. Januar: Carlos de Cárdenas Culmell, kubanischer Segler († 1994) 2. Januar: Paul Litschi, Schweizer Radrennfahrer († unbekannt) 4. Januar: Hjördis Töpel, schwedische Schwimmerin († 1987) 7. Januar: Óscar Alfaro, chilenischer Fußballspieler († 1939) 8. Jänner: Karl Kaschka, österreichischer Fechter († 1941) 8. Januar: Gösta Persson, schwedischer Schwimmer und Wasserballspieler († 1991) 11. Januar: Johannes Viljoen, südafrikanischer Leichtathlet († 1976) 13. Januar: Jean de Beaumont, französischer Leichtathlet, Sportschütze und Sportfunktionär († 2002) 13. Januar: Jaakko Friman, finnischer Eisschnellläufer († 1987) 13. Januar: Eva Olliwier, schwedische Wasserspringerin († 1955) 15. Januar: Jim Bowdoin, US-amerikanischer American-Football-Spieler († 1969) 17. Januar: André Blusset, französischer Skilangläufer († 1994) 17. Januar: Glenn Graham, US-amerikanischer Leichtathlet († 1986) 18. Januar: Angelo Polledri, italienischer Ruderer († 1997) 19. Januar: Ralph St. Germain, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer († 1974) 20. Januar: Alfred Lindley, US-amerikanischer Ruderer († 1951) 20. Januar: Leonard O’Brien, US-amerikanischer Hockeyspieler und -trainer († 1939) 21. Januar: Puck van Heel, niederländischer Fußballspieler († 1984) 21. Januar: John Porter, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer († 1997) 21. Januar: André Verdeil, Schweizer Eishockeyspieler († 1990) 24. Januar: Wivan Pettersson, schwedische Schwimmerin († 1976) 24. Januar: Paul van de Rovaart, niederländischer Hockeyspieler († 1995) 25. Januar: Albert De Roocker, belgischer Fechter († 1989) 26. Januar: Marcus Nikkanen, finnischer Eiskunstläufer († 1985) 27. Januar: Willie McLean, schottisch-US-amerikanischer Fußballspieler († 1977) 28. Januar: Marcel Sedille-Courbon, belgischer Bobfahrer († 1990) 29. Januar: Kurt Epstein, tschechoslowakischer Wasserballspieler († 1975) 30. Januar: Aleksandrs Ābrams, lettischer Fußballspieler († 1958)
Februar
1. Februar: Simon Bon, niederländischer Ruderer († 1987) 2. Februar: Alexander Decker, österreichischer Boxer († unbekannt) 3. Februar: Reg Mortimer, englischer Fußballschiedsrichter († 2000) 4. Februar: Josef Klein, deutscher Motorradrennfahrer († 1973) 4. Februar: Werner Nilsen, norwegisch-US-amerikanischer Fußballspieler († 1992) 4. Februar: Jozéf Popowski, polnischer Radrennfahrer († 1961) 6. Februar: Karl Magnus Satre, US-amerikanischer Skisportler († 1955) 8. Februar: Wim Kos, niederländischer Eisschnellläufer († 1930) 8. Februar: Hendrik Timmer, niederländischer Sportler († 1998) 9. Februar: André Gegout, französischer Eisschnellläufer († 1976) 9. Februar: Daniele Pellissier, italienischer Skisportler und Bergführer († 1972) 13. Februar: Guillaume Lieb, französischer Fußballspieler († 1978) 15. Februar: Antonin Magne, französischer Radrennfahrer († 1983) 17. Februar: Erna Sondheim, deutsche Fechterin († 2008) 18. Februar: Joseph Maffioli, französischer Skispringer († 1965) 19. Februar: Józef Oksiutycz, polnischer Radrennfahrer († 1965) 20. Februar: Oliver MacDonald, US-amerikanischer Leichtathlet († 1973) 22. Februar: Joseph Callens, belgischer Schwimmer und Wasserspringer († 1979) 22. Februar: Ernst Jakob Henne, deutscher Motorsportler († 2005) 23. Februar: Ralph Breyer, US-amerikanischer Schwimmer († 1991) 23. Februar: Cyril Ellis, britischer Leichtathlet († 1973) 26. Februar: Emīls Urbāns, lettischer Fußball- und Bandyspieler († 1989) 27. Februar: Max Gebhardt, deutscher Leichtathlet († 1993) 27. Februar: André Leducq, französischer Radrennfahrer († 1980) 28. Februar: Leopolds Kuļikovskis, lettischer Fußballspieler († 1941) 28. Februar: Vladimír Novák, tschechoslowakischer Skilangläufer († 1986)
März
2. März: Finn Blytt, norwegischer Wasser- und Skisportler († 1944) 2. März: Jacques Faure, französischer Skisportler († 1988) 2. März: Torsten Lord, schwedischer Segler († 1970) 3. März: Werner Storz, deutscher Leichtathlet († 1982) 6. März: Earl Fuller, US-amerikanischer Leichtathlet († 1956) 7. März: Ivar Ballangrud, norwegischer Eisschnellläufer († 1969) 9. März: Walter Heitmann, deutscher Trabrennfahrer, Pferdetrainer und -züchter († 1990) 9. März: Bobby Kohlrausch, deutscher Automobilrennfahrer († 1953) 9. März: Karl Kühn, österreichischer Radrennfahrer († 1986) 10. März: Oran Pape, US-amerikanischer American-Football-Spieler und Polizist († 1936) 11. März: Louis Pesch, luxemburgischer Radrennfahrer († 1959) 13. März: George Guthrie, US-amerikanischer Leichtathlet († 1972) 13. März: August Heim, deutscher Fechter († 1976) 14. März: Milan Truban, jugoslawischer Radrennfahrer († 1929) 15. März: Giuseppe Valle, italienischer Wasserballspieler und -trainer († 1990) 17. März: Hein van Suylekom, niederländischer Ruderer († 1982) 17. März: Walfried Winkler, deutscher Motorradrennfahrer († 1982) 18. März: José Barrientos, kubanischer Leichtathlet († 1945) 18. März: Pāvils Būcens, lettischer Fußballspieler († 1942) 19. März: Josef Steger, deutscher Radrennfahrer († 1964) 20. März: Roberto Figueroa, uruguayischer Fußballspieler († 1989) 20. März: Walter Handschuhmacher, deutscher Schwimmer († 1987) 20. März: Theodor Thomsen, deutscher Regattasegler († 1982) 21. März: Bernard Schmetz, französischer Fechter und Fechtsportfunktionär († 1966) 24. März: Peter Bischoff, deutscher Regattasegler († 1976) 24. März: Estanislau de Figueiredo Pamplona, brasilianischer Fußballspieler († 1973) 26. März: Attilio Ferraris, italienischer Fußballspieler († 1947) 28. März: Hjalmar Nyström, finnischer Ringer († 1960) 30. März: Wilfred White, britischer Springreiter und Pferdesportfunktionär († 1995) 31. März: Gustav Kristiansen, norwegischer Radrennfahrer († 1988)
April
4. April: Harald Paumgarten, österreichischer Skisportler († 1952) 6. April: Georges Gautschi, Schweizer Eiskunstläufer († 1985) 6. April: Herman Whiton, US-amerikanischer Segler († 1967) 7. April: Robert Hilliard, irischer Boxer († 1937) 7. April: John P. Taylor, britischer Schwimmer und Wasserballspieler († 1980) 7. April: Franz Thannheimer, deutscher Skispringer († 1971) 8. April: René Féger, französischer Leichtathlet († 1943)