Die Glutathionperoxidasen katalysieren die Glutathion-abhängige Reduktion von organischen Peroxiden und Wasserstoffperoxid. Im katalytischen Zentrum tragen sie L-Selenocystein, ein Derivat des L-Serins bzw. des L-Cysteins. Auch die Phospholipidhydroperoxid-Glutathionperoxidase gehört zur Familie der Glutathionperoxidasen.

Besondere Bedeutung erlangen Glutathion-Peroxidasen als Bestandteil der zellulären Abwehr gegen die Folgen von oxidativem Stress. Störungen in der Funktion solcher Selenoproteine gehen mit Mangelsyndromen wie der Keshan- und Kaschin-Beck-Krankheit einher und mögen eine Rolle bei der Tumorentstehung, bei der Atherosklerose und – in Konjugation mit 4-Hydroxynonenalen – bei neurodegenerativen Erkrankungen spielen.K. Aoyama, K. Matsubara, S. Kobayashi: Aging and oxidative stress in progressive supranuclear palsy. In: Eur J Neurol., Januar 2006, 13(1), S. 89–92 (englisch).

Katalysierte Reaktion Die Reaktion lässt sich grob in folgende Einzelschritte unterteilen: Enzym-Selenocystein-SeH + H2O2 -> Enzym-Selenocystein-SeOH + H2O

Enzym-Selenocystein-SeOH + GSH -> GS-Se-Selenocystein-Enzym + H2O

GS-Se-Selenocystein-Enzym + GSH -> Enzym-Selenocystein-SeH + GSSG

Als Gesamtreaktion ergibt sich also: 2 GSH + H2O2 -> 2 H2O + GSSG

Das bei der Reaktion entstandene Glutathiondisulfid (GSSG) wird durch das Enzym Glutathiondisulfid-Reduktase mittels NADPH/H+ als Reduktionsmittel wieder zu zwei Molekülen Glutathion regeneriert.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Oxidoreduktase