mini|Kirche mini|Gewölbemalereien der St.-Vitus-Kirche Breitenworbis (Eichsfeldisch: Battern) ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Breitenworbis ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue.

Geographie Durch die Gemeinde fließt der Rhin, ein linker Zufluss der Wipper. Das Landschaftsbild ist geprägt durch die bewaldeten Höhenzüge des Ohmgebirges, der Harburg und des Hubenberges. Unweit des Ortes befindet sich die Wüstung Hugenworbis.

Geschichte Die Wallburg (Klei) auf dem südöstlichen Teil des Ohmgebirges wurde, nach den Funden zu urteilen, in der Eisenzeit erbaut. Man fand strichverzierte Keramik. Wall und Graben sind noch gut erhalten. Die Anlage diente zur Überwachung des Umlandes und der Verkehrsverbindung über den Pass Hahn des Gebirges.Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 159

1238 wurde Breitenworbis als Breytenworbetze erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz. 1802 bis 1807 war der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Ab 1815 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. Ein Großbrand zerstörte 1859 etwa 100 Wohnhäuser samt Nebengebäuden. 1905/1906 kam es zum Bau der Kalischächte, die 1931 wieder stillgelegt wurden.

1945 bis 1949 gehörte der Ort zur Sowjetischen Besatzungszone und wurde ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/90 wurde Breitenworbis von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Freistaat Thüringen. 1991 wurde Breitenworbis Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue. Im Jahr 2001 wurde das Autobahnteilstück Leinefelde–Breitenworbis der A 38 übergeben.

Am 1. September 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Bernterode nach Breitenworbis eingemeindet.StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 2.458 1995: 2.567 1996: 2.570 1997: 2.591 1998: 2.485 1999: 2.346 2000: 2.297 2001: 2.401 2002: 2.405 2003: 2.350 2004: 2.358 2005: 2.323 2006: 2.331 2007: 2.282 2008: 2.232 2009: 3.544 2010: 3.502 2011: 3.408 2012: 3.391 2013: 3.358 2014: 3.347 2015: 3.331 2016: 3.245 2017: 3.226 2018: 3.206 2019: 3.176 2020: 3.173 2021: 3.168 2022: 3.141 2023: 3.168 2024: 3.140 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Breitenworbis setzt sich aus 16 Gemeinderatsmitgliedern zusammen. Die Gemeinderatswahl am 26. Mai 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Thüringer Landesamt für Statistik: Gemeinderatswahl 2024 in Breitenworbis - endgültiges Ergebnis Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Christlich Demokratische Union (CDU) 42,1 % 7 Alternative für Bernterode (AFB) 26,5 % 4 Unser Breitenworbis 21,6 % 3 Feuerwehrverein Breitenworbis (FwVB) 9,7 % 2 Wahlbeteiligung: 67,8 %

Bürgermeister Derzeit amtierender Bürgermeister ist Cornelius Fütterer. Er wurde am 5. Juni 2016 gewählt. Bei der Kommunalwahl am 12. Juni 2022 wurde er mit 72,8 % der Wählerstimmen im Amt bestätigt.Bürgermeisterwahl 2022 in Thüringen, abgerufen am 13. Juni 2022.

Sehenswürdigkeiten Römisch-katholische Kirche St. Vitus aus dem Jahr 1681 mit Gewölbemalereien

Persönlichkeiten

Georg Wilhelm Henkel (1861–1934), Lehrer und Komponist Willibald Böck (1946–2016), Politiker (CDU) Martin Kohlstedt (* 1988), Musiker, Pianist, Komponist und Produzent Stefan Bötticher (* 1992), Bahnradsportler Sebastian Stolze (* 1995), Fußballspieler

Literatur

Manfred Winter: Großbrände in Breitenworbis. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift 58. Jahrgang (2014), Heft 2, Verlag Mecke Duderstadt, S. 46–50

Weblinks

Website der Gemeinde Breitenworbis Geschichte der Gemeinde

Einzelnachweise

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