Buhla ist eine Gemeinde im Landkreis Eichsfeld in Thüringen in Deutschland. Buhla ist eines der wenigen Dörfer im Landkreis Eichsfeld, die nicht zum historischen Eichsfeld gehören. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue. mini|Blick auf Buhla mini|Dorfkirche Buhla mini|Das Wappen derer von Buhla

Geographie Die Gemeinde besteht aus zwei Ortsteilen – Buhla und Ascherode. Sie liegt am Fuß der Bleicheröder Berge und der Hasenburg, einer der wichtigsten frühgeschichtlichen Burgen Thüringens ungefähr neun Kilometer östlich von Worbis. Südlich von Buhla verläuft die Bundesautobahn 38 mit einer Anschlussstelle bei Breitenworbis.

Gewässer Durch Buhla fließt der Krajaer Bach, dessen Quellbereich liegt westlich des Ortes im Ohmgebirge. Er mündet zwischen Kleinbodungen und Lipprechterode in die Bode. Bei Ascherode entspringt der Schmalenbach, der in Bernterode/Schacht in den Rhin mündet, ein Nebenbach der Wipper.

Geschichte Buhla wurde 1234 erstmals als „Bula“ urkundlich erwähntWolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer Verlag Rockstuhl, 2016, ISBN 978-3-86777-800-8, S. 94, andere Namensformen waren „Bola“ (Ort, der vom Wald umgeben ist) und seit 1593 „Buhla“. Um 1556 wurde die Reformation eingeführt. Zunächst gehörte Buhla zur Grafschaft Hohnstein und ab 1650 laut Erbhuldigung zum Kurfürstentum Brandenburg und später zu Königreich Preußen. Buhla gehörte ab 1816 zum Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen (im Landkreises Nordhausen bzw. ab 1888 Landkreis Grafschaft Hohenstein) und seit 1990 zum Bundesland Thüringen.

Ascherode Der heute zu Buhla gehörige Ortsteil Ascherode war Sitz eines befestigten mittelalterlichen Adelshofes, der bereits am 12. August 1146 erstmals urkundlich genannt wurde.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer Verlag Rockstuhl, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 20 Die Burgstelle lag an der Südostecke des Ortes, dort sind noch Reste der Wallanlage und des befestigten Herrenhofes erkennbar. Die Burgstelle diente der Kontrolle und Sicherung des ehemals bedeutsamen Verkehrsweges von Großbodungen über Ammern nach Mühlhausen. Am 1. März 1951 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Ascherode nach Buhla eingegliedert.

Rittergeschlecht von Buhla Ab dem 13. Jahrhundert war ein hohensteinisches Rittergeschlecht von Buhla (Bula) nachweisbar, insbesondere in Urkunden der Klöster Walkenried und Ilfeld und im 15. Jahrhundert in schwarzburgischen Urkunden. Ab 1283 ist ein befestigter Herrensitz oder ein Gut bekannt. Vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts ist das Adelsgeschlecht ausgestorben. Das Wappen derer von Buhla zeigt drei rechtwinklige Wolfsangeln, eine spätere Version auch zwei Angelhaken.G.A. von Mülverstedt: J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch. VI. Band, 6. Abteilung; Ausgestorbener Preussischer Adel: Provinz Sachsen; Nürnberg: Bauer & Raspe, 1884., S. 29 und Bd. 7 (Ergänzungen), 3. Abt., Seite 5 Vertreter des Rittergeschlechts waren: Ludolphus de Bula als Zeuge im Tauschvertrag zwischen Graf Theodericus von Hohnstein mit Ehefrau Oda und dem Kloster Ilfeld (1234) und nochmals 1255, 1259 Heinrich von Buhla (1366) und Göpel von Buhla (1400)Carl Duval: Das Eichsfeld oder historisch-romantische Beschreibung aller Städte, Burgen, Schlösser, Klöster, Dörfer und sonstiger beachtenswerter Punkte des Eichsfeldes : ein Heimatbuch für Schule und Haus. Sondershausen 1845, Seite 502 Hans von Buhla (1420) hat ein Reichslehen in HainrodeRI XI,1 n. 4184, in: Regesta Imperii Online (Abgerufen am 6. September 2017) und 1437 fällt nach seinem Tode sein Reichslehen in Krimderode an das Reich zurückRI XI,2 n. 11622, in: Regesta Imperii Online abgerufen am 6. Juni 2020 Später wechselten die Besitzer des Rittergutes mehrfach, unter anderem an die Herren von Bodenstein (als Lehnsgut) und von Berlepsch.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 684 1995: 677 1996: 685 1997: 679 1998: 675 1999: 663 2000: 672 2001: 631 2002: 621 2003: 619 2004: 616 2005: 614 2006: 605 2007: 590 2008: 571 2009: 565 2010: 554 2011: 519 2012: 524 2013: 515 2014: 516 2015: 512 2016: 498 2017: 497 2018: 493 2019: 479 2020: 471 2021: 470 2022: 471 2023: 468 2024: 464 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Buhla setzt sich aus acht Gemeinderatsmitgliedern zusammen. SPD: 4 Sitze Die Linke: 1 Sitz Wahlvorschlag Bürger für Buhla: 1 Sitz Wahlvorschlag Parteilose WG Ascherode: 2 Sitze (Stand: Kommunalwahl 2014)

Bürgermeister Der ehrenamtliche Bürgermeister Rüdiger Wetterau (SPD) wurde am 5. Juni 2016 wiedergewählt.

Sehenswürdigkeiten mini|Das Schloss Buhla denkmalgeschützte Dorfkirche Hasenburg Gutshaus Buhla (Schloss)

Literatur Edgar Rademacher: 775 Jahre Buhla. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift. Heft 7/8 2007, Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2007, S. 247 Michael Köhler: Vorgeschichtliche Siedlungsfunde von der Buhlaer Untermühle. In: Unser Eichsfeld. 1. Jg. 1992 Heft 1, S. 7–14

Weblinks

Einzelnachweise

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