mini|Kirche St. Petrus und Paulus miniatur|Rustenfelde mit dem Rusteberg

Rustenfelde ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Geographie Rustenfelde liegt am Rustebach östlich des Rohrberges. Nördlich von Rustenfelde führt die Autobahn A 38 von Leipzig nach Göttingen. Die Anschlussstelle Arenshausen ist leicht erreichbar.

Geologie

Gesteine des Buntsandsteins bilden den oberflächennahen geologischen Untergrund im Gebiet von Rusteberg.

Geschichte mini|Burg Rusteberg auf einem Stich von Merian 1646 Der Ort entstand am Fuß der bereits 1123 urkundlich erwähnten mainzischen Burgruine Rusteberg und gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz. 1743 wurde durch die Brüder Wilhelm und Lorenz Osburg ein Hospital für Arme in Rustenfelde gegründet. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Durch US-amerikanische Tieffliegerangriffe mit Bomben und Beschuss im April 1945 entstanden in der Endphase des Zweiten Weltkrieges erhebliche Schäden an Wohnhäusern und Nebengebäuden. Anfang Juli 1945 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Rustenfelde von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Die nordöstlich gelegene Abendtalbrücke entstand 2010. Am 17. August 2015 überflutete ein verheerendes Unwetter mehr als die halbe Ortslage. Mehrere Häuser wurden unbewohnbar, ein Feuerwehrmann starb bei Rettungsarbeiten.Eichsfeld im Ausnahmezustand, Thüringer Allgemeine, 17. August 2015, aufgerufen am 8. Juni 2017.Große Hilfsbereitschaft nach Unwetter in Rustenfelde, Thüringische Landeszeitung, 19. August 2015, aufgerufen am 8. Juni 2017.

Einwohnerentwicklung

mini|400px|Einwohnerentwicklung von Rustenfelde von 1933 bis 2018

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1933: 503 1939: 500 1945: 650 1946: 675 1950: 636 1961: 584 1970: 565 1984: 497 1994: 512 1995: 509 1996: 507 1997: 501 1998: 502 1999: 502 2000: 493 2001: 489 2002: 504 2003: 504 2004: 498 2005: 503 2006: 502 2007: 506 2008: 510 2009: 513 2010: 501 2011: 504 2012: 504 2013: 498 2014: 483 2015: 482 2016: 483 2017: 494 2018: 504 2019: 505 2020: 512 2021: 518 2022: 505 2023: 512 2024: 524 Datenquelle ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat von Rustenfelde setzt sich aus acht Gemeinderatsmitgliedern zusammen. CDU: 5 Sitze Wahlvorschlag FFw Rustenfelde: 1 Sitz Wahlvorschlag TSV 09 e. V.: 2 Sitze (Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Kommunalwahl 2014: CDU: 5 TSV: 1 Feuerwehrverein: 1 Waldgenossenschaft: 1https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2014&zeigeErg=GEM&wknr=061&gemnr=61082

Bürgermeister Der ehrenamtliche Bürgermeister Ulrich Hesse (CDU) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.

Wappen Blasonierung: „In Gold ein oben kreuzbesteckter, bis ins Schildhaupt reichender, grüner Berg, darin über silbernem Wellenbalken ein linksschräges, gestürztes, goldenes Schwert, gekreuzt mit einem goldenen Schlüssel mit Vierringreite.“

Wappenerklärung: Der grüne Berg, der einen Großteil des Wappens ausfüllt, deutet auf den Rusteberg hin, während das auf dem symbolischen Berg mittig platzierte Kreuz auf die lediglich noch als Ruine erhaltene Burg verweist. Die beiden Schutzheiligen der Dorfkirche, Petrus und Paulus, finden durch den Schlüssel und das Schwert ihre Entsprechung, während der Wellenbalken im Schildfuß auf den Rustebach hindeutet.

Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche St. Petrus und Paulus Burgruine Rusteberg Käsestein bei der Abendtalmühle

mini|hochkant=3|zentriert|Blick vom Rusteberg auf Rustenfelde und den Rohrberg

Weblinks

Website der Gemeinde Rustenfelde

Einzelnachweise

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