Steinbach ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Leinetal im thüringischen Landkreis Eichsfeld.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1297 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeinde gehörte bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 15 polnische und 13 ukrainische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Dorf arbeiten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Bd. 8, Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 44.
1945 bis 1949 war der Ort Teil der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Steinbach von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.
Wappen Blasonierung: „In blauem Schild eine goldene Eule; links oben eine silberne Lilie; im silbernen Schildfuß ein blauer Wellenbalken mit fünf goldenen Steinen belegt.“
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 578 1995: 581 1996: 577 1997: 594 1998: 591 1999: 598 2000: 590 2001: 575 2002: 571 2003: 567 2004: 572 2005: 573 2006: 580 2007: 586 2008: 571 2009: 564 2010: 563 2011: 560 2012: 555 2013: 549 2014: 548 2015: 542 2016: 537 2017: 541 2018: 548 2019: 552 2020: 530 2021: 526 2022: 529 2023: 543 2024: 528 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik Gemeinderat
Der Gemeinderat von Steinbach besteht aus acht Ratsfrauen und Ratsherren. Seit der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 hat er folgende Zusammensetzung: CDU: 5 Sitze FWG: 2 Sitze CAS (Christliche Alternative Steinbach): 1 Sitz
Bürgermeister Der ehrenamtliche Bürgermeister Gerd Rittmeier (Freie Wählergemeinschaft Steinbach) wurde am 26. Juni 2022 gewählt. Zuvor waren von 2004 bis 2010 Hiltrud Dräger, von 2010 bis 2016 Mauritius Hühnermund und von 2016 bis 2022 Jörg Schneider im Amt.
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Kirche St. Mauritius mini|Hochaltar der Sankt-Mauritius-Kirche in Steinbach Römisch-katholische Kirche St. MauritiusDie barocke Kirche wurde 1779 erbaut. Der Altar und der Orgelprospekt sind ebenfalls barock. EtzelsbachkapelleDie neugotische Wallfahrtskapelle wurde durch Paschalis Gratze 1898 errichtet. Die Ausstattung ist im Wesentlichen frühmodern. Die Kapelle ist durch die sogenannte Pferdewallfahrt über die Landesgrenzen bekannt geworden.Anhalt, Peter: "allwo die seligste Mutter Gottes Himmelfahrt Patronin wäre". Dechant Johannes Simerodt, Begründer der Pferdewallfahrt zu Etzelsbach. In: EJb 17 (2009), S. 99–114.
Persönlichkeiten Klemens Löffler (1881–1933), deutscher Bibliothekar und Historiker Karl Leineweber (1911–1997), niederdeutscher Schriftsteller
Literatur
Weblinks
Website der Gemeinde Steinbach Pfarramt Steinbach
Einzelnachweise
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