Der Robert-Hochner-Preis wird seit 2005 von der österreichischen Journalistengewerkschaft für publizistische Leistungen im Bereich der politischen Berichterstattung im Bereich der elektronischen Medien verliehen. Dieser nach dem jahrzehntelang aktiven Gewerkschaftsmitglied Robert Hochner, dem langjährigen Mitarbeiter und Anchorman des ORF, benannte Preis wurde im Gedenken an ihn ins Leben gerufen und soll auch als Anreiz dienen, die Qualität der politischen Berichterstattung in Österreich anzuheben. Die eingereichten Arbeiten sollten sich durch kritisches Denken, Courage, hohe Fachkompetenz und soziale Verantwortung auszeichnen. In den Arbeiten des Preisträgers/der Preisträgerin soll eine kritische Haltung gegenüber Machthabern aller Art zum Ausdruck kommen. Der Preis ist mit 7200 Euro dotiert.

Die Vergabe des Preises wird vom österreichischen Bundespräsidenten durchgeführt.

Vergaberegelwerk Wer mit dem Robert-Hochner-Preis ausgezeichnet werden soll, wird von einer Jury der Journalistengewerkschaft entschieden. Den Vorschlag für eine Auszeichnung, kann von einer Redaktion oder einer Einzelperson (auch der Auszuzeichnende selbst kann sich vorschlagen) eingereicht werden. Als Preisträger kommen ausschließlich Berufsjournalisten in Frage, wobei das Publikum vorwiegend österreichisch sein sollte. Die vorgeschlagenen Arbeiten müssen als VHS, CD oder DVD eingereicht werden und Kopien sind beizulegen. Der Robert-Hochner-Preis ist kein Preis für das Lebenswerk, sondern hervorragende, journalistische Leistung im vergangenen Jahr. Liegt in einem Jahr keine auszeichnungswürdige Arbeit vor, kann die Preisvergabe auch ein Jahr lang entfallen. Die Überreichung des Preises erfolgt durch den österreichischen Bundespräsidenten meist zeitgleich mit der Verleihung des Kurt-Vorhofer-Preises.

Preisträger 2005: Andreas Pfeifer für seine Berichterstattung über das Begräbnis von Papst Johannes Paul II. und der Wahl von Papst Benedikt XVI. im Frühling 2005 2006: Armin Wolf für seine Interviewführung bei den Sommergesprächen 2005 im ORF 2007: Rainer Hazivar für „seine sprachlich brillanten analytischen Radio-Reportagen, die sich durch kritische Distanz nach allen Seiten sowie dosierte Ironie auszeichnen.“ 2008: Gabi Waldner. Die Jury lobte ihre „brandheiße Aktualität, Sorgfalt und sprachliche Brillanz“ 2009: Zoran Dobric für sein „kritisches Denken, Courage, hohe Fachkompetenz und soziale Verantwortung“. 2010: Franz Kössler: die akribische Recherche, die profunde Analyse und das Denken in Zusammenhängen seien seine journalistische Qualitäten 2011: Klaus Webhofer (Innenpolitikjournalist) für seine kritische Interviewführung.Robert Hochner-Preis verliehen in den OÖ Nachrichten vom 23. Mai 2011, abgerufen am 11. Juni 2011 2012: Peter Daser für exzellente Vorbereitung, erstklassige Recherche und journalistische Beharrlichkeit 2013: Cornelia Krebs für profunde Recherche und Sachkenntnis mit hoher Aktualität und mitreißender Reportagen-Gestaltung in exzellenter Weise verbunden 2014: Dossier (Verein) sowie an den Fernsehsender Servus TV für eine TV-Dokumentation über Asylunterkünfte 2015: Bernt Koschuh als „Chronist von Missständen und Impulsgeber für notwendige Reformen“Robert-Hochner-Preis für Ö1-Journalisten Bernt Koschuh. ORF.at vom 4. Mai 2015, abgerufen am 4. Mai 2015. 2016: Susanne Schnablorf.at - Vorhofer- und Hochner-Preis an Toth und Schnabl. Artikel vom 30. Mai 2016, abgerufen am 30. Mai 2016. 2017: Corinna MilbornderStandard.at: Robert-Hochner-Preis geht an Corinna Milborn. Artikel vom 25. April 2017, abgerufen am 25. April 2017. 2018: Stefan KappacherderStandard.at: Hochner-Preis für Kappacher und Vorhofer-Preis für Sittinger. Artikel vom 27. April 2018, abgerufen am 22. Mai 2018. 2019: Redaktion des ORF-Politikmagazins Reportdiepresse.com: Redaktion des ORF-"Report" mit Hochner-Preis ausgezeichnet. Artikel vom 9. Mai 2019, abgerufen am 9. Mai 2019. 2020: Ulla Kramar-Schmid 2021: Zwei Preisträgerinnen in einem pandemiebedingten Ausnahmejahr: Alexandra Wachter Elke ZieglerHochner-Preis 2021 an Ö1-Redakteurin Ziegler orf.at, 8. September 2021, abgerufen am 8. September 2021. 2022: Martin Thür Sonderpreis: Paul Krisai, Carola Schneider und Miriam Beller 2023: Claudia Dannhauser und Gaby Konrad 2024: Yilmaz Gülüm und Faris Rahoma 2025: Nora Zoglauer für "ihre couragierte Berichterstattung und die Aufdeckung von umstrittenen Immobiliengeschäften in Österreich" 2026: Constanze Ertl für "ihre couragierte und beharrliche Recherche über den hochsensiblen Bereich der Krankheit ME/CFS"

Einzelnachweise

Weblinks Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier

HochnerPreis Kategorie:Erstverleihung 2005