zentriert|160px|Indira Gandhi Indira Gandhi wird am 31. Oktober ermordet. zentriert|160px|Richard von WeizsäckerRichard von Weizsäcker wird deutscher Bundespräsident. 340px|Das Los Angeles Coliseum während der Olympischen Sommerspiele 1984 Olympische Sommerspiele 1984 in Los Angeles
Ereignisse Jahreswidmungen Jahr der Frauen in Südafrika Der Weißstorch (lat. Ciconia ciconia) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland) Orwell-Jahr
Politik und Weltgeschehen 1. Halbjahr 1. Januar: Leon Schlumpf wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Militärputsch in Lagos, Nigeria. Neuer Regierungschef ist Mohammed Buhari. 1. Januar: Brunei erhält seine volle Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. 1. Januar: In der Bundesrepublik Deutschland wird die Altersrente schon nach 5 statt 15 Versicherungsjahren gewährt. 5. Januar: Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner den NATO-General Günter Kießling überraschend in den Ruhestand versetzt hat. Weitere Recherchen von Journalisten fördern die Kießling-Affäre ans Tageslicht. Der homosexuellen Verhaltens verdächtigte General wird später vollständig rehabilitiert. 10. Januar: Die Regierung der USA und der Vatikan (Papst Johannes Paul II.) nehmen nach mehr als 100 Jahren Pause wieder diplomatische Beziehungen auf. 17. Januar: In Stockholm beginnt auf Außenminister-Ebene die KSZE-Folgekonferenz über Vertrauensbildung und Abrüstung in Europa (KVAE). 18. Januar: Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS teilt mit, dass in der DDR mit der Aufstellung von Nuklearraketen begonnen wurde. 20. Januar: In Norwegen wird Arne Treholt, Pressesprecher des Außenministers, als sowjetischer Spion entlarvt und verhaftet. 24. Januar: Apple bringt den Macintosh auf den Markt. 24. Januar: Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz bestätigt, dass Computerlisten mit dem fast vollständigen Beschaffungsprogramm der Bundeswehr in einem Straßengraben gefunden worden sind. 8. Februar: Eröffnung der XIV. Olympischen Winterspiele in Sarajevo, Jugoslawien. 13. Februar: Konstantin Ustinowitsch Tschernenko wird zum neuen Generalsekretär der KPdSU gewählt. 18. Februar: Ein Konkordat des Heiligen Stuhls mit Italien revidiert Teile der Lateranverträge. Der Katholizismus ist seitdem nicht mehr Staatsreligion, staatliche Leistungen an die Kirche werden neu geordnet. Rom verliert die Bezeichnung Heilige Stadt. 5. März: Das Truppenabzugsabkommen vom 16. Mai 1983bpb.de, Christian Hacke: Chancen und Risiken der Nah- und Mittelost-Politik der USA (S. 10). zwischen dem Libanon und Israel wird gekündigt; es sollte nach dem Abzug der syrischen Truppen in Kraft treten. 5. März: 1.300 Menschen sterben bei Ausschreitungen von Muslimen im christlich geprägten Nordosten von Nigeria bei Yola. 26. März: Ahmed Sékou Touré, seit 1958 Staatspräsident von Guinea, stirbt während einer Herzoperation. 26. März: Staatskirchenvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und Nordrhein-Westfalen 3. April: Oberst Lansana Conté führt in Guinea einen unblutigen Putsch an und suspendiert die Verfassung. Er wird am 5. April zum Präsidenten erklärt. 5. April: Als erstes Bundesland verankert Bayern den Umweltschutz in seiner Landesverfassung 6. April: Putschversuch in Kamerun 11. April: Konstantin Ustinowitsch Tschernenko wird knapp zwei Monate nach seiner Wahl zum Generalsekretär auch zum neuen Staatsoberhaupt der Sowjetunion gewählt 9. Mai: Otto Wiesheu, beurlaubter Generalsekretär der CSU, verliert im Bayerischen Landtag seine Immunität. Er wird später wegen eines Autounfalls unter Alkoholeinfluss mit Todesfolge angeklagt und verurteilt. 5. Juni: In Amritsar (Punjab) stürmen Spezialeinheiten der indischen Armee in der Operation Blue Star den „Goldenen Tempel“, in dem sich seit zwei Jahren Hunderte von militanten Sikhs verschanzt halten. 600 Menschen sterben. 24. Juni: Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP) tritt wegen der Flick-Parteispenden-Affäre von seinem Amt zurück.
2. Halbjahr mini|200px|Laurent Fabius 1. Juli: Richard von Weizsäcker wird Bundespräsident. 1. Juli: In Liechtenstein entscheiden sich die männlichen Wahlberechtigten knapp für das Stimm- und Wahlrecht für Frauen. 5. Juli: Acht militante Sikhs entführen einen Airbus der Indian Airlines mit 264 Personen an Bord nach Pakistan. 14. Juli: Aus den vorgezogenen Parlamentswahlen in Neuseeland geht die oppositionelle Labour Party als Sieger hervor. 17. Juli: Laurent Fabius löst Pierre Mauroy als Premierminister von Frankreich ab und wird mit 37 Jahren der jüngste in diesem Amt. 23. Juli: Der frühere Boxer Gustav „Bubi“ Scholz wird unter dem Verdacht verhaftet, in der Nacht seine Frau im Alkoholrausch erschossen zu haben. 25. Juli: Die Bundesrepublik gewährt eine Bürgschaftsgarantie für einen zweiten durch Banken finanzierten Milliardenkredit an die DDR. 26. Juli: David Lange wird als neuer neuseeländischer Premierminister vereidigt. 29. Juli: Flugzeugentführung in Venezuela: Eine mit 90 Personen besetzte DC-9 wird auf dem Weg von Curaçao nach Caracas entführt. 31. Juli: Flugzeugentführung in Deutschland: Eine Boeing 737 der Air France wird mit 63 Personen an Bord auf dem Weg von Frankfurt-Paris nach Teheran gezwungen. 1. August: Die Anschnallpflicht für Sicherheitsgurte tritt für Autofahrer in der Bundesrepublik in Kraft (Bußgeld bei Nichtbefolgung: 40 DM). 2. August: Bombenanschlag in Madras (Indien): Das Dach der Ankunftshalle des Flughafens stürzt ein, 32 Personen werden getötet. 8. August: Flugzeugentführung durch einen 17-jährigen Gegner von Ajatollah Ruhollah Chomeini: 300 Mekka-Pilger werden von Teheran nach Rom entführt; der Entführer bittet um politisches Asyl. 11. August: US-Präsident Ronald Reagan verkündet bei einer Mikrofon-Sprechprobe die Bombardierung der Sowjetunion (bedauert später den „Scherz“). 22. August: In Südafrika wählen erstmals in der Geschichte Coloured (Mischlinge) und Asiaten ihre Parlamentsabgeordneten. 23. August: In der Mongolei löst Dschambyn Batmönch den bisherigen Ministerpräsidenten Jumdschaagiin Tsedenbal ab. 24. August: Sikh-Extremisten entführen eine Boeing 737 der Indian Airlines mit mehr als 90 Personen an Bord nach Dubai. 28. August: Der Kriminalfall von Amstetten beginnt. Der Täter lockt seine 18-jährige Tochter in den Keller und hält sie aus sexuellen Motiven mehr als 24 Jahre lang gefangen und zeugt sieben Kinder mit ihr. 1. September: In Afghanistan verüben Widerstandskämpfer einen Anschlag auf den Flughafen Kabul und töten 42 Menschen, meist Afghanen und Sowjetbürger, unter ihnen viele Frauen und Kinder. 3. September: Im südafrikanischen Sharpeville kommt bei lokalen Unruhen der stellvertretende Bürgermeister Kuzwayo Jacob Dlamini ums Leben. Er wird von Unzufriedenen mit Benzin übergossen und getötet. Zwei Monate später werden die Sechs von Sharpeville verhaftet und der Tat bezichtigt. 4. September: Die Wahlen in Kanada bringen einen überwältigenden Wahlsieg für die Progressiv-Konservative Partei unter Brian Mulroney (mit 211 von 282 Sitzen). 12. September: Im Persischen Golf kommen bei einem Raketenangriff durch irakische Soldaten auf das deutsche Versorgungsschiff „Seetrans 21“ sechs Menschen ums Leben. 17. September: Frankreich und Libyen schließen mit dem Tschad einen Vertrag, wonach die Truppen beider Länder abgezogen werden. 17. September: Nach der Verfassungsreform in Südafrika und der Einführung des Dreikammerparlaments nimmt Pieter Willem Botha erstmals jeweils einen Minister (ohne Geschäftsbereich) der Coloureds und der Inder in sein Kabinett auf. 20. September: In Beirut sterben 24 Menschen nach einem Anschlag auf die dortige Außenstelle der Botschaft der USA, zu dem sich der Islamische Dschihad bekennt. 20. September: In München wird der mutmaßliche KGB-Spion Manfred Rotsch verhaftet, er hatte Zugang zu Plänen des Kampfflugzeugs „Tornado“. 22. September: Auf dem Soldatenfriedhof von Verdun gedenken François Mitterrand und Helmut Kohl mit einem als historische Geste gewürdigten Handschlag von Verdun gemeinsam der Opfer. 23. September: In der Schweiz stimmt die Mehrheit bei einer Volksabstimmung dem Bau von weiteren Atomkraftwerken zu. 25. September: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Ägypten und Jordanien auf Anregung König Hussein I. 26. September: Ein Land, zwei Systeme: Großbritannien und die Volksrepublik China paraphieren ein Abkommen über Hongkong, nach dem die Kronkolonie ab 30. Juni 1997 von China verwaltet wird; China verpflichtet sich, für weitere 50 Jahre das kapitalistische Wirtschaftssystem bestehen zu lassen. 2. Oktober: In der Schweiz übernimmt erstmals eine Frau ein Ministeramt im Kabinett: Elisabeth Kopp übernimmt das Justizministerium. 7. Oktober: Die Kampagne A Catholic Statement on Pluralism and Abortion erscheint in der The New York Times. 8. Oktober: Jürgen Möllemann (FDP) verzichtet auf eine Spitzenkandidatur bei den kommenden Wahlen im Mai 1985 in Nordrhein-Westfalen, nachdem ihm die Vermischung politischer Ämter mit Privatgeschäften vorgeworfen wird. 12. Oktober: Die IRA zündet eine Bombe im Grand Hotel in Brighton, wo sich die britische Premierministerin Margaret Thatcher und ihr Kabinett aufhalten. Fünf Menschen werden getötet, 32 verletzt. 16. Oktober: Der Waldzustandsbericht für 1984 besagt, dass bereits 50 % des deutschen Waldes von sichtbaren Schäden betroffen sind. 18. Oktober: In Bonn kommt es während der Aussprache über die Regierungserklärung im Bundestag zu Tumulten, nach denen zwei Abgeordnete der Grünen ausgeschlossen werden: Jürgen Reents für fünf Tage und Joseph Fischer für zwei Tage. 20. Oktober: In Peking beschließt die Führung weitreichende Wirtschaftsreformen, nach denen ein marktorientiertes Planungssystem aufgebaut werden soll, auch soll der Industrie mehr Selbstverantwortung gegeben werden. 21. Oktober: Im Bundesland Vorarlberg ziehen die Grünen erstmals in ein österreichisches Parlament ein. 25. Oktober: Rainer Barzel tritt von seinem Amt als Bundestagspräsident zurück, nachdem ihm eine Verstrickung in die Flick-Affäre vorgeworfen wird. 31. Oktober: Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi erliegt einem Attentat zweier Sikh-Extremisten aus ihrer Leibgarde. In unmittelbar darauffolgenden Unruhen werden ca. 1.000 Menschen, überwiegend aus der Sikh-Bevölkerung, getötet. Indiras Sohn Rajiv übernimmt das Amt des Ministerpräsidenten. 6. November: Ronald Reagan gewinnt die Präsidentenwahlen der USA gegen Walter Mondale. 6. November: In Chile verhängt die Regierung nach „ernsten Unruhen“ den Belagerungszustand über das gesamte Land. 12. November: Auf der OAU-Konferenz in Addis Abeba nimmt erstmals eine Delegation der Sahara-Republik teil. Marokko erklärt daraufhin seinen Austritt aus der OAU. 19. November: In Wien wird der ranghöchste UNO-Diplomat der Türkei durch Mitglieder der Armenischen Revolutionären Armee erschossen. 25. November: In Uruguay finden die ersten freien Wahlen statt, Wahlgewinner wird Julio María Sanguinetti. 25. November: In Brasilien nimmt das bis dato größte Wasserkraftwerk der Welt, Itaipú, seinen Betrieb auf. 30. November: An der innerdeutschen Grenze werden die letzten Selbstschussanlagen von Soldaten der Grenztruppen der DDR abgebaut. 1. Dezember: In Sri Lanka sterben 55 Menschen bei einem Überfall von Separatisten. 1. Dezember: Parlamentswahlen in Australien 3. Dezember: Bhopalunglück: In der Pestizidfabrik der Union Carbide in Bhopal entsteht eine Giftgaswolke – Tausende sterben. 11. Dezember: Bei einer Razzia in Italien verhaftet die Polizei insgesamt 150 mutmaßliche Mafia-Mitglieder. 14. Dezember: In Prag beginnen in der Deutschen Botschaft 40 von 68 DDR-Flüchtlingen einen Hungerstreik, um ihren Forderungen nach Ausreise in die Bundesrepublik Nachdruck zu verleihen. 21. Dezember: Brunei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.