350px|Luftbild des Mururoa-Atolls Der letzte französische Atombombentest auf dem Mururoa-Atoll löst weltweite Proteste gegen Präsident Jacques Chirac aus. zentriert|350px|Rekonstruierter Rumpf des Trans-World-Airlines-Flugs 800 Trans-World-Airlines-Flug 800 explodiert kurz nach dem Abflug vom John F. Kennedy International Airport.
Jahreswidmungen Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist Baum des Jahres (Kuratorium Baum des Jahres/Deutschland). Der Habichtspilz (Sarcodon imbricatus) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie). Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland). Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland). Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild). Die Meerforelle (Salmo trutta trutta) ist der Fisch des Jahres (Verband Deutscher Sportfischer e. V.). Die Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) ist die Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt).
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Januar 1. Januar: Jean-Pascal Delamuraz wird erneut Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Schweiz: Herabsetzung des Alters der Mündigkeit bzw. Volljährigkeit von 20 auf 18 Jahre gemäß Art. 14 ZGB 1. Januar: Slowenien wird Mitglied in der CEFTA (Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen). 1. Januar: Die Türkei tritt der EU-Zollunion bei. 1. Januar: In Deutschland tritt die Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs in Kraft. 11. Januar: Das japanische Parlament wählt den Liberaldemokraten Ryūtarō Hashimoto zum neuen Premierminister. Er löst den Sozialdemokraten Murayama Tomiichi ab. 18. Januar: Neue Verfassung in Kamerun. 18. Januar: Beim Lübecker Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft sterben zehn Menschen. 26. Januar: letzter der 210 Atombombentests Frankreichs auf dem Mururoa-Atoll 27. Januar: Militärputsch des Generalstabschefs Oberst Ibrahim Baré Maïnassara in der Republik Niger 29. Januar: Der französische Staatspräsident Jacques Chirac gibt das Einstellen weiterer französischer Kernwaffentests bekannt. 31. Januar: Selbstmordattentate der Liberation Tigers of Tamil Eelam mit einem Lkw voller Sprengstoff auf die Zentralbank Sri Lankas sowie auf ein Hochhaus in Colombo verursachen zusammen 88 Tote und etwa 1.000 Verletzte.
Februar 7. Februar: Lesotho. Letsie III. wird als Staatspräsident vereidigt. 22. Februar: Papst Johannes Paul II. erlässt das Dekret Universi Dominici Gregis über das Konklave. 24. Februar: Abschuss von zwei kleinen Verkehrsflugzeugen über internationalen Gewässern durch Kuba 25. Februar: Äquatorialguinea: Vorgezogene Präsidentschaftswahlen 28. Februar: Russland wird Mitglied im Europarat.
März 2. März: Parlamentswahl in Australien 3. März: Parlamentswahlen in Spanien 9. März: Jorge Sampaio wird Staatspräsident in Portugal. 11. März: John Howard wird Regierungschef in Australien. 12. März: Treffen von 30 Staats- und Regierungschefs in Scharm asch-Schaich, Beratung über Frieden im Nahen Osten 13. März: Im schottischen Dunblane tötet Thomas Hamilton bei einem Amoklauf 16 Grundschüler und ihre Lehrerin mit einem Revolver; danach erschießt er sich selbst. 15. März: Die Duma erklärt die Auflösung der Sowjetunion für nichtig. 16. März: Komoren. Wahl von Staatspräsident Mohammed Taki Abdoulkarim 18. März: In Benin wird Mathieu Kérékou Staatspräsident. 23. März: Bei der ersten Direktwahl des Präsidenten der Republik China wird auf Taiwan Amtsinhaber Lee Teng-hui mit 54 Prozent der Wählerstimmen bestätigt. Die gleichzeitig abgehaltene Wahl zur Nationalversammlung gewinnt die Kuomintang. 24. März: Jan Philipp Reemtsma wird für 33 Tage entführt. 29. März: Ahmad Tejan Kabbah wird Staatspräsident in Sierra Leone.
April 10. April: Die – abgesehen von Tornados – höchste je auf der Erde gemessene Windgeschwindigkeit wird mit 408 km/h auf Barrow Island, 50 km nordwestlich von Australien, registriert. 15. April: Die Politikerin und frühere Ministerin Mona Sahlin verzichtet als Folge der Toblerone-Affäre auf ihr Mandat im schwedischen Reichstag. 17. April: Bei Eldorado do Carajás im Bundesstaat Pará räumt brasilianische Militärpolizei mit Waffengewalt eine Straße, die von Mitgliedern der Bewegung der Landarbeiter ohne Boden (MST) blockiert wird. Bei der Aktion werden 21 MST-Aktivisten getötet. Eine Säule der Schande erinnert später an das Ereignis. 18. April: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass die in den Jahren 1945 bis 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone durchgeführten Enteignungen von Grundbesitz im Sinne des Einigungsvertrages von 1990 nicht rückgängig zu machen sind. 21. April: Armenien unterzeichnet das Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der EU in Luxemburg. 21. April: Parlamentswahlen in Italien 22. April: Aserbaidschan unterzeichnet in Brüssel das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit der EU. 22. April: Umsturzversuch in Paraguay durch General Lino Oviedo 24. April: Andorra wird Mitglied in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). 28. April: Bei einem Amoklauf im australischen Port Arthur tötet Martin Bryant 35 Menschen und verletzt 21. Der geistig beeinträchtigte Täter wird später zu 35-mal lebenslänglich verurteilt.
Mai 5. Mai: Spanien. José María Aznar wird Ministerpräsident. 25. Mai: Der ehemalige bulgarische Zar Simeon II. besucht Bulgarien. 27. Mai: Beginn der Parlamentswahl in Indien 28. Mai: Die kanadische Polizei stürmt das taiwanische Frachtschiff Maersk Dubai aufgrund von Mordvorwürfen gegen den Kapitän. Dieser soll Schiffbrüchige über Bord geworfen haben, wird jedoch 2003 in Taiwan freigesprochen. 29. Mai: Mazedonien unterzeichnet die Schlussakte von Helsinki.
Juni 12. Juni: freie Parlamentswahlen in Bangladesch 16. Juni: Präsidentschaftswahl in Russland: Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Boris Jelzin und Gennadi Sjuganow. 17. Juni: In Bonn protestieren rund 350.000 Menschen gegen die Finanz- und Sozialpolitik der Regierung von Helmut Kohl. Es ist die größte Gewerkschaftdemonstration in Deutschland seit 1945. 20. Juni: Handels- und Kooperationsabkommen zwischen Mazedonien und der EU. 22. Juni: Ägypten. Der Arabische Gipfel in Kairo bestätigt den arabischen Willen zum Frieden und erteilt Ägypten das Mandat, gegenüber Israel auf Fortsetzung des Friedensprozesses zu drängen. 28. Juni: Werchowna Rada hat die Verfassung der Ukraine angenommen. 29. Juni: Präsidentschaftswahl in Island 1996: Ólafur Ragnar Grímsson wird zum fünften Staatspräsidenten Islands bestimmt. 28. Juni: Anschlag auf die Quebec Barracks der britischen Streitkräfte in Osnabrück durch die Provisional Irish Republican Army. 30. Juni: Parlamentswahlen in der Mongolei 1996.
Juli 3. Juli: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Sachsen. 3. Juli: Zweiter Wahlgang der russischen Präsidentschaftswahl: Boris Jelzin wird im Amt bestätigt. 7. Juli: Präsidentschaftswahlen in Niger. 25. Juli: Militärputsch durch Major Pierre Buyoya in Burundi. 31. Juli: Wirtschaftssanktionen gegen Burundi als Folge des Militärputsches.
August 12. August: Änderung des Namens der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Maharashtra von 'Bombay' in Mumbai durch die „Corporation Resolution No.512“ sowie den „Maharashtra Act, XXV of 1996“. 16. August: Dominikanische Republik. Leonel Fernández Reyna wird Staatspräsident. 31. August: Russland. In Chassawjurt unterzeichnen der russische Tschetschenienbeauftragte Alexander Lebed und der Generalstabschef der tschetschenischen Unabhängigkeitskämpfer, Aslan Maschadow, ein Friedensabkommen. Der Vertrag erklärt die militärischen Auseinandersetzungen für beendet, schiebt aber die Entscheidung über den politischen Status Tschetscheniens bis Ende 2001 auf.
September 4. September: Madagaskar. Per Gericht wird Präsident Albert Zafy die Amtsausübung untersagt. 13. September: Rapper Tupac Shakur (2pac) wird in Las Vegas von einem oder mehreren Unbekannten getötet.
mini|Vor Südkorea gestrandetes nordkoreanisches U-Boot
18. September: Am frühen Morgen wird an der Ostküste Südkoreas ein auf Felsen aufgelaufenes U-Boot der Sang-o-Klasse der Marine Nordkoreas entdeckt und das südkoreanische Militär alarmiert. 27. September: Der frühere afghanische Staatschef Mohammed Nadschibullah wird von Taliban-Kämpfern in Kabul hingerichtet.
Oktober 2. Oktober: Bulgarien. Ermordung des ehemaligen Ministerpräsidenten Andrei Lukanow 12. Oktober: Parlamentswahlen in Neuseeland 17. Oktober: Nauru wird Mitglied in der UNESCO. 20. Oktober: Nach einer Mordserie an sexuell missbrauchten Kindern und der Aufdeckung einer Kinderschänderbande in der Affäre um Marc Dutroux gehen 250.000 Belgier in Brüssel auf die Straße, um mangelhaftes Handeln der Exekutive anzuprangern. 20. Oktober: Bei der Unterhauswahl in Japan verteidigt die Koalition von Premierminister Ryūtarō Hashimoto ihre Mehrheit. 24. Oktober: Das Übereinkommen über nukleare Sicherheit tritt in Kraft. 27. Oktober: Petar Stojanow wird Präsident Bulgariens.
November 5. November: Bill Clinton wird als Präsident der Vereinigten Staaten wiedergewählt. 6. November: Kroatien wird in den Europarat aufgenommen. 12. November: Mena-Konferenz in Kairo (Ägypten) 17. November: Der deutsche Agent Werner Mauss wird in Medellín verhaftet. 22. November: Polen tritt der OWZE bei.
Dezember 1. Dezember: Bulgarien wird Mitglied in der Welthandelsorganisation WTO. 1. Dezember: Komoren. Parlamentswahlen 2. Dezember: OSZE-Gipfeltreffen in Lissabon (Portugal) 21. Dezember: Bulgarien. Rücktritt des Ministerpräsidenten Schan Widenow 24. Dezember: Bei einem rechtsextremen Sprengstoffanschlag in einem Einkaufszentrum in Worcester (Südafrika) sterben vier Personen und 67 weitere werden verletzt. 29. Dezember: Die Regierung Guatemalas schließt mit den Rebellen der Unidad Revolucionaria Nacional Guatemalteca (URNG) ein Friedensabkommen. Der Guatemaltekische Bürgerkrieg geht damit nach 36 Jahren zu Ende. 31. Dezember: Bayern. Das Sicherheitswachtgesetz tritt in Kraft. Gründung des International Policy Institute for Counter-Terrorism
Wirtschaft 22. Februar: Der Immobilienspekulant Jürgen Schneider wird von den USA an Deutschland ausgeliefert. 10. Februar: Edelweiss Air macht ihren Erstflug. 15. März: Der niederländische Flugzeughersteller Fokker meldet Insolvenz an. Das deutsche Mutterunternehmen Daimler-Benz hatte sich im Januar vom Unternehmen getrennt. 29. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Russland 28. Juli: Der Pay-TV-Sender DF1 der Kirch-Gruppe beginnt in Deutschland mit der Ausstrahlung von Digitalfernsehen, zunächst lokal im Bereich um München. 2. Oktober: Nach über 113 Jahren Unternehmensgeschichte – zeitweilig als einer der größten Elektrokonzerne der Welt – wird die Firma AEG im Handelsregister von Frankfurt am Main gelöscht. 15. Oktober: In Japan geht das Geldinstitut Nichei Finance in Konkurs. Es ist der bisher größte Firmenbankrott in der Geschichte des Landes. 1. November: Nach dem Gesetz über Europäische Betriebsräte können nunmehr in EU-weit tätigen Unternehmen mit mindestens tausend Beschäftigten länderübergreifend Arbeitnehmervertretungen gebildet werden. 1. November: Der neue arabische Nachrichtensender Al Jazeera beginnt mit den Sendungen aus Doha in Katar über Satellit. 14. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Belarus 18. November: Die Deutsche Telekom geht an die Börse. 29. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Estland Gründung des Supply-Chain Councils Die beiden Basler Chemiekonzerne Ciba-Geigy & Sandoz fusionieren zur Novartis. Es ist die damals größte Firmenfusion der Welt.
Wissenschaft und Technik 30. Januar: Der Komet Hyakutake wird entdeckt.