330px|Bill ClintonBill Clinton wird am 3. November zum 42. Präsidenten der USA gewählt.
Jahreswidmungen 1992 ist „Internationales Jahr des Weltraums“ der Vereinten Nationen. Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland). Die Bergulme (Ulmus glabra) ist Baum des Jahres (Kuratorium Baum des Jahres/Deutschland). Die Fledermaus (Microchiroptera) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild). Das Große Zweiblatt (Listera ovata) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland).
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Januar 1. Januar: René Felber wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Boutros Boutros-Ghali wird neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen. 1. Januar: Das Gesetz über die Stasi-Unterlagen tritt in Kraft. 2. Januar: Aserbaidschan, Moldawien, Russland und die Ukraine heben die Preisbindung für die meisten Güter auf. 3. Januar: Waffenstillstand zwischen Serbien und Kroatien
mini|100px|Wappen von Bosnien und Herzegowina
6. Januar: Oppositionelle Milizen stürzen nach zweiwöchigem Gefecht den georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia, der nach Armenien flüchtet. 9. Januar: Bosnien und Herzegowina. Ausrufung der Republika Srpska 11. Januar: Militärputsch in Algerien: Die Armee zwingt Präsident Chadli Bendjedid zum Rücktritt. 12. Januar: Bulgarien. Erneute Wahl von Schelju Schelew zum Staatspräsidenten 15. Januar: Slowenien und Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf. 15. Januar: Slowenien und Kroatien werden von den Ländern der EG anerkannt. 19. Januar: Deutschland und Kroatien nehmen diplomatische Beziehungen auf. 30. Januar: Kasachstan wird Mitglied in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Februar 3. Februar: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Kirgisistan und Deutschland 4. Februar: Putschversuch in Venezuela 6. Februar: Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und Ungarn 7. Februar: Der Vertrag über die Europäische Union wird von den Außen- und Finanzministern der Mitgliedstaaten in Maastricht unterzeichnet. 12. Februar: Friedenstruppen der Vereinten Nationen werden in Kroatien stationiert mini|135px|Flagge der Mongolei 12. Februar: Neue, jetzt demokratische Verfassung in der Mongolei 21. Februar: Der UN-Sicherheitsrat beschließt die Entsendung einer Friedenstruppe nach Kroatien. 27. Februar: Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien
März 2. März: Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, San Marino, Turkmenistan und Usbekistan werden Mitglieder der Vereinten Nationen.
mini|130px|Alija Izetbegović
3. März: Der bosnische Präsident Alija Izetbegović erklärt nach einem Referendum die Unabhängigkeit von Bosnien und Herzegowina. 6. März: Aserbaidschan. Rücktritt des Präsidenten Mutalibow 6. März: Die Ostseeanrainerstaaten gründen den Ostseerat. 10. März: Nach dem Sturz des georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia wird der frühere sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse vom georgischen Militärrat an die Spitze des neugebildeten Staatsrats berufen. 11. März: Die am 9. März aus Darwin losgefahrene Lusitânia Expresso wird auf ihrer Mission „Frieden in Timor“ von indonesischen Kriegsschiffen aufgehalten und muss umkehren 12. März: Ausrufung der Republik Mauritius 13. März: Burundi. Verkündung der neuen Verfassung 17. März: Bombenattentat auf die israelische Botschaft in Buenos Aires mit 29 Toten und 242 Verletzten. 17. März: In einem Referendum sprechen sich knapp 69 % der weißen Südafrikaner für die Abschaffung der Apartheid aus. 18. März: Finnlands Parlament entscheidet sich für den Beitritt zur EU. Auch Norwegen beantragt im März die EU-Mitgliedschaft mini|135px|Logo der OSZE 22. März: Kroatien wird Mitglied in der OSZE 24. März: Georgien wird Mitglied der OSZE 24. März: Slowenien wird Mitglied der OSZE
April 1. April: Juan Carlos I. widerruft das Alhambra-Edikt von 1492. 3. April: Ramiz Alia tritt als letzter kommunistischer Staatschef von Albanien zurück. 4. April: Maria Jepsen wird in Hamburg zur ersten evangelisch-lutherischen Bischöfin der Welt gewählt. 5. April: Eigenputsch in Peru durch Staatspräsident Alberto Fujimori, Auflösung des Parlaments, Suspendierung der Verfassung 5./6. April: Parlamentswahlen in Italien 6. April: Anerkennung der Republik Bosnien und Herzegowina durch die USA und die EU 9. April: Sali Berisha wird erstes nichtkommunistisches Staatsoberhaupt von Albanien. 10. April: Um 7.30 Uhr wird auf dem ehemaligen NVA-Übungsplatz Zingst zum letzten Mal eine Rakete des Typs MMR06-M gestartet. Seit Oktober 1988 wurden insgesamt 62 dieser Flugkörper zu Messungen der Windgeschwindigkeit und der Temperatur in der Hochatmosphäre von Zingst gestartet. 13. April: Ein schweres Erdbeben beschädigt weite Teile des Niederrheingebietes. 16. April: Sturz des afghanischen Staatspräsidenten Mohammed Nadschibullāh. 17. April: Armenien tritt der OSZE bei. 18. April: Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya wird Staatspräsident in Mauretanien. 22. April: Janez Drnovšek wird Ministerpräsident in Slowenien. 23. April: General Than Shwe wird Staatsoberhaupt in Myanmar. 26. April: Mazedonien trennt sich vom serbisch-jugoslawischen Dinar. 27. April: Serbien und Montenegro gründen die Bundesrepublik Jugoslawien, die erst 1996 von den EG-Staaten anerkannt wird. 29. April: In Los Angeles kommt es zu gewalttätigen Rassenunruhen, die sechs Tage anhalten und über 50 Menschen das Leben kosten.
Mai mini|Hans-Dietrich Genscher tritt nach 18 Jahren als Bundesaußenminister zurück.
5. Mai: Bulgarien wird in den Europarat aufgenommen. 5. Mai: Georgien wird Mitglied im Internationalen Währungsfonds (IWF). 5. Mai: Das Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung tritt in Kraft. 7. Mai: Slowenien wird Mitglied in der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 9. Mai: Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen wird in New York City verabschiedet. 17. Mai: Hans-Dietrich Genscher tritt nach 18 Amtsjahren aus Altersgründen zurück. Nachfolger wird Klaus Kinkel. 17. Mai: In Bangkok (Thailand) demonstrieren 200.000 Menschen gegen die Regierung von Suchinda Kraprayoon. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sterben 50 Menschen (Schwarzer Mai). 18. Mai: Turkmenistan erhält eine neue Verfassung. 22. Mai: Kroatien und Bosnien und Herzegowina werden Mitglieder der Vereinten Nationen. 22. Mai: Kasachstan wird Mitglied in der UNESCO. 24. Mai: Thomas Klestil wird zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt. 24. Mai: Deutschland schließt mit Ägypten ein Abkommen über die Reduzierung und Restrukturierung der Auslandsschulden. 24. Mai: Der thailändische Ministerpräsident Suchinda Kraprayoon tritt nach blutigen Protesten zurück.
mini|100px|Flagge der UNESCO
27. Mai: Die Republik Moldau wird Mitglied in der UNESCO. 27. Mai: Slowenien wird Mitglied in der UNESCO. 28. Mai: Armenien tritt dem IWF bei. Vom 28. Mai bis zum 2. Juni kam es zu rassistischen Ausschreitungen in der Schönauer Lilienthalstraße in Mannheim gegen ein Sammellager für Asylbewerber.
Juni 1. Juni: Kroatien wird Mitglied in der UNESCO. 2. Juni: Dänemark: Die Wähler lehnen in einer Volksabstimmung den Vertrag von Maastricht ab, durch den die EG in eine politische Union mit einheitlicher Währung (Euro) umgewandelt werden soll. 2. Juni: Kirgisistan wird Mitglied in der UNESCO. 3. Juni: Aserbaidschan wird Mitglied in der UNESCO. 3. Juni bis 14. Juni: Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Beschlossen wurde unter anderem die Agenda 21 sowie die UN-Klimarahmenkonvention. 5. Juni: Albanien wird in den NATO-Kooperationsrat aufgenommen. 7. Juni: Aserbaidschan. Əbülfəz Elçibəy wird Präsident. 9. Juni: Armenien wird Mitglied in der UNESCO. 15. Juni: Burkina Faso. Youssouf Ouédraogo wird neuer Regierungschef. 19. Juni: Armenien tritt der Weltbank bei. 20. Juni: Estland. Einführung der Landeswährung „Krone“ 20. Juni: Paraguay gibt sich eine neue, jetzt demokratische, Verfassung. 24. Juni: Der russische Präsident Boris Jelzin und der georgische Staatschef Eduard Schewardnadse vereinbaren einen Waffenstillstand im Georgischen Bürgerkrieg um Südossetien, das sich von Georgien trennen und Russland anschließen will. 25. Juni: Rumänien. Unterzeichnung des Bosporuskommuniqué 27. Juni: England. In London findet der erste Europride statt. 28. Juni: Erste demokratische Wahlen in der Mongolei
Juli 2. Juli: Die USA teilen mit, dass sie alle taktischen Atomwaffen aus Europa abgezogen haben. 3. Juli: Estland. Die neue Verfassung tritt in Kraft. 4. Juli: Grundsatzerklärung zwischen Kirgisistan und Deutschland 8. Juli: Thomas Klestil wird Bundespräsident in Österreich. 9. Juli: OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki 13. Juli: Shankar Dayal Sharma wird bei der Präsidentschaftswahl in Indien gewählt. 14. Juli: Abkommen auf dem Gebiet der Rechts- und Amtshilfe zwischen Deutschland und Schweden 15. Juli: Kasachstan wird Mitglied im IWF. 21. Juli: Friedensregelung zwischen Russland und der Republik Moldau 23. Juli: Luftverkehrsabkommen zwischen Dominikanischer Republik und Deutschland 23. Juli: Unabhängigkeitserklärung Abchasiens 24. Juli: Kasachstan wird Mitglied bei der Weltbank.
mini|120px|Erich Honecker
29. Juli: Der frühere DDR-Staatschef Erich Honecker kehrt aus der Zuflucht in der chilenischen Botschaft in Moskau nach Berlin zurück und wird auf dem Flughafen wegen eines vorliegenden Haftbefehls festgenommen. 31. Juli: Georgien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
August 14. August: Georgische Einheiten rücken unter dem Befehl des damaligen Verteidigungsministers Tengis Kitowani in Abchasien ein. 22. August bis 26. August: Mehr als 1.000 meist jugendliche Rechtsradikale führen Pogrome in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Rostock, Stadtteil Lichtenhagen, die so genannten Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen, durch.
mini|Zerstörte Nationalbibliothek
25. August: Bei der Belagerung von Sarajevo beginnt der durch Kriegseinwirkungen ausgelöste Brand der Nationalbibliothek Bosnien und Herzegowina. Die Nationalbibliothek wird von der serbischen Armee beschossen. Tausende unersetzlicher Werke gehen bei dem in den nächsten Tag hineinreichenden nächtlichen Brand verloren. Es verbrennen mehr als zwei Millionen Bücher und Dokumente.
September 1. September: Der erste österreichische Gedenkdiener tritt seinen Dienst im Museum Auschwitz-Birkenau an. 3. September: Die Mitgliedstaaten der Genfer Abrüstungskonferenz verabschieden die Chemiewaffenkonvention. 4. September: Die Deutsch-Omanische Gesellschaft wird in Bonn gegründet. 12. September: Madagaskar. Die neue Verfassung wird angenommen. 16. September: Schwarzer Mittwoch. Die Bank of England kauft mit Devisenbeständen Pfund Sterling an, um dessen bröckelnden Kurs zu stützen. Der Kurs des Pfund Sterling sinkt trotzdem; Spekulanten wie George Soros machen hohe Gewinne. Großbritannien scheidet aus dem Europäischen Währungssystem (EWS) aus. 20. September: Estland. Parlamentswahl und erste Runde der Präsidentschaftswahl 22. September: In Paris wird das Abkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantik von 15 europäischen Staaten und der Europäischen Union geschlossen. Es löst die Oslo-Konvention ab. 27. September: Leonie Aviat wird von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Erste Runde der Präsidentschaftswahl in Rumänien. 29. September: Angola. Präsidentschaftswahl und Parlamentswahl. Die regierende MPLA erhält 129 von 220 Sitzen.
Oktober 2. Oktober: Brasilien. Im Gefängnis Carandiru kommen bei einem Aufstand 111 Menschen ums Leben. 5. Oktober: Estland. Lennart Meri wird Staatspräsident. 5. Oktober: Kuwait. Wahlen zur Nationalversammlung 7. Oktober: Georgien wird Mitglied in der UNESCO.