zentriert|182px|Deutsche Truppen am Arc de Triomphe Deutsche Truppen besetzen im Westfeldzug Paris. Die Dritte Französische Republik endet. zentriert|158px|Öffnung der Massengräber durch deutsche Truppen, Aufnahme einer Propagandakompanie Die Sowjetunion begehtim besetzten Ostpolendas Massaker von Katyn. zentriert|350px|Durch deutsche Luftangriffe zerstörte Häuser in London Das Deutsche Reich beginnt mit der Luftschlacht um England. 1940 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1388/89 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1932/33 (10./11. September) Baha'i-Kalender 96/97 (20./21. März) Bengalischer Solarkalender 1344/45 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2483/84 (südlicher Buddhismus); 2482/83 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 77. (78.) Zyklus Jahr des Metall-Drachen 庚辰 (seit 8. Februar, davor Erde-Hase 己卯) Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch’e 29 Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1302/03 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4273/74 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1318/19 (um den 21. März) Islamischer Kalender 1358/59 (9./10. Februar) Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 15; Kōki 2600 Jüdischer Kalender 5700/5701 (1./2. Oktober) Koptischer Kalender 1656/57 (10./11. September) Malayalam-Kalender 1115/16 Minguo-Kalender (China) Jahr 29 der Republik Seleukidische Ära Babylon: 2250/51 (Jahreswechsel April) Syrien: 2251/52 (Jahreswechsel Oktober) Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2482/83 (1. April) Tibetischer Kalender 1686 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1996/97 (April)
mini|links|Unternehmen Weserübung und Westfeldzug Im Jahr 1940 geht der Zweite Weltkrieg in Europa von der passiven Phase des „Sitzkrieges“ in die aktive Phase über. Mit der Operation Weserübung marschiert die Deutsche Wehrmacht in Dänemark und Norwegen ein. Kurz darauf beginnt der deutsche Westfeldzug gegen Frankreich, der sich für alle Beteiligten überraschend zum Blitzkrieg entwickelt. Nach wenig mehr als einem Monat erobert die Wehrmacht Paris, Frankreich muss gegenüber Nazideutschland kapitulieren und unterzeichnet einen Waffenstillstand bei Compiegne. Wenig später beginnt zur Vorbereitung der Operation Seelöwe die Luftschlacht um England. Der neue britische Premierminister Winston Churchill ruft in mehreren berühmt gewordenen Reden seine Landsleute zum Durchhalten auf.
Im Osten erfolgt die Aufteilung Polens zwischen Deutschland und der Sowjetunion, bei der beide Aggressoren Kriegsverbrechen und Massaker an der Zivilbevölkerung begehen. Heinrich Himmler, der Reichsführer SS, ordnet das Errichten des KZ Auschwitz an. Die Sowjetunion, die den Winterkrieg gegen Finnland unter schweren Verlusten letztlich siegreich abgeschlossen hat, besetzt außerdem die baltischen Staaten.
In den Vereinigten Staaten, die von den Ereignissen in Europa noch weitgehend unberührt sind, wird Franklin D. Roosevelt als bisher einziger Präsident für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Zweiter Weltkrieg
Winterkrieg zwischen Sowjetunion und Finnland
mini|links|Verlauf der finnischen Mannerheim-Linie 7. Januar: Stalin ernennt Semjon Konstantinowitsch Timoschenko zum Oberbefehlshaber der Nordwestfront. 8. Januar: Die Schlacht von Suomussalmi im Winterkrieg endet mit einem Erfolg für die finnischen Truppen. Es gelingt ihnen, den sowjetischen Versuch zu vereiteln, Finnlands Verkehrsverbindungen nach Schweden zu unterbrechen. 15. Januar: Die Sowjetunion beginnt mit kontinuierlichem Artilleriebeschuss der finnischen Linien. 28. Januar: In der Schlacht von Kuhmo beginnt Finnland eine Gegenoffensive. Es gelingt der finnischen Armee unter Hjalmar Siilasvuo, eine sowjetische Division einzukesseln, ein endgültiger Sieg scheitert aber an Munitionsmangel. 1. Februar: Semjon Konstantinowitsch Timoschenko führt probeweise die ersten Angriffe mit Auftragstaktik gegen die finnischen Verteidigungslinien.
12. Februar: Sowjetische Truppen erobern den „Millionen-Bunker“ in der Mannerheim-Linie. Am 15. Februar beginnt der Großangriff auf die Mannerheim-Linie. 17. Februar: Nach zweimonatigen Kämpfen gelingt der Roten Armee der Durchbruch durch die Mannerheim-Linie mit der Eroberung des „Poppius-Bunkers“. 1. März: Die Stadt Viipuri wird von den sowjetischen Truppen sowohl von Land als auch von der See her eingeschlossen.
mini|links|Stellungen der sowjetischen und finnischen Truppen zum Kriegsende 13. März: Finnland verzichtet im Frieden von Moskau auf Karelien, das in die Karelo-Finnische Sozialistische Sowjetrepublik umgewandelt wird. Rund 420.000 Menschen fliehen aus den verlorenen Gebieten. Weiterhin abgetreten werden müssen zahlreiche strategisch wichtige Inseln im Finnischen Meerbusen sowie die Fischerhalbinsel am Nordmeer. Hanko in Südwestfinnland wird für dreißig Jahre an die Sowjetunion als Flottenstützpunkt verpachtet. Außerdem muss Finnland sich bereit erklären, eine Eisenbahnverbindung zwischen der schwedischen Grenze bei Tornio und Murmansk zu bauen und zu betreiben. Ein militärisches Bündnis verlangen die sowjetischen Unterhändler im Gegensatz zu 1939 nicht mehr. Trotz des Sieges wird die geringe Leistung der Roten Armee im Winterkrieg von anderen Großmächten wahrgenommen und diese in der Folge unterschätzt. Mit dem Sofortsiedlungsgesetz vom 28. Juni 1940 sowie dem Entschädigungsgesetz und dem Vermögensabgabegesetz vom 9. August 1940 setzt das finnische Parlament den Lastenausgleich zwischen der Bevölkerung des Kernlandes und den Vertriebenen aus Karelien um.
Polen/Baltikum
8. Februar: Das Ghetto Łódź (später Litzmannstadt), eines der größten nationalsozialistischen Ghettos, wird auf Befehl von Regierungspräsident Friedrich Uebelhoer durch SS-Brigadeführer Johannes Schäfer eingerichtet.
mini|links|hochkant|Berias Exekutionsbeschluss, S. 1 5. März: Auf Lawrenti Berias Vorschlag befiehlt das Politbüro der KPdSU die Exekution von „Nationalisten und konterrevolutionären Aktivisten“ im sowjetisch besetzten Polen – das Massaker von Katyn. 8. März: Mit den Polen-Erlassen werden polnische Zwangsarbeiter per Polizeiverordnung diskriminierenden Vorschriften unterworfen. 27. März: Heinrich Himmler, der Reichsführer SS, ordnet das Errichten des KZ Auschwitz an. 3. April bis 11. Mai: Einheiten des sowjetischen Geheimdienstes NKWD ermorden beim Massaker von Katyn nahe Smolensk mehrere tausend polnische Offiziere und Zivilisten. 16. Mai: Im Generalgouvernement beginnt die AB-Aktion der Nationalsozialisten. Mit der sich dahinter verbergenden gezielten Tötung werden mögliche polnische Widerstandsführer im Standgerichtsverfahren hingerichtet. 20. Mai: Der erste Häftlingstransport trifft in Begleitung von SS-Hauptscharführer Gerhard Palitzsch vom KZ Sachsenhausen im Konzentrationslager Auschwitz ein. Er dient der Einrichtung des Gefangenenlagers.
31. Mai: Deutsche Behörden lassen das Chopin-Denkmal in Warschau sprengen, um polnisches Nationalgefühl zu beschädigen. 14. Juni: Als erster Gefangenentransport aus Polen ins neu errichtete deutsche Konzentrationslager Auschwitz I wird die Deportation von 728 Gefangenen aus Tarnów dokumentiert.Transport 14.06.1940 Tarnow – Seite der tenhumbergreinhard.de mit Kurzbiografien von zehn Gefangenen 15., 16. und 17. Juni: Die Sowjetunion besetzt die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland. 14./15. Juli: Die Parlamentswahl in Estland 1940 ist eine Scheinwahl unter sowjetischer Regie.
mini|links|Konstantin Päts als Häftling in einem sowjetischen Gefängnis 30. Juli: Im Zuge umfangreicher Deportationen aus Estland in die Sowjetunion wird unter anderem Staatspräsident Konstantin Päts und seine Familie nach Ufa verschleppt. 3. August: Die Litauische Sozialistische Sowjetrepublik wird Teil der Sowjetunion. 5. August: Die Lettische Sozialistische Sowjetrepublik wird Teil der Sowjetunion. 6. August: Estland wird als Estnische Sozialistische Sowjetrepublik zum Beitritt zur Sowjetunion gezwungen. 19. September: Witold Pilecki, Mitgründer der Tajna Armia Polska sowie Mitglied der polnischen Heimatarmee gegen die deutsche Besetzung Polens, lässt sich verhaften, um im KZ Auschwitz den Widerstand zu organisieren. 2. Oktober: Die deutsche Besatzungsbehörde in Warschau ordnet an, dass alle etwa 400.000 in Warschau lebenden Juden in den neu errichteten „Jüdischen Wohnbezirk“ umziehen müssen. 15. November: Die Abriegelung des von der Deut. Besatzung errichteten „Warschauer Ghettos“ vom „arischen“ Teil der Stadt durch den Bau einer drei Meter hohen Mauer beginnt.
Der Angriff auf Dänemark und Norwegen
mini|Die Altmark Anfang 1940 im norwegischen Jøssingfjord 16. Februar: Das deutsche Frachtschiff Altmark wird mit 303 gefangenen alliierten Matrosen an Bord vom britischen Zerstörer Cossack in norwegischen Hoheitsgewässern angegriffen und geentert. Der so genannte Altmark-Zwischenfall weckt Zweifel an der Neutralität Norwegens und Adolf Hitler entscheidet am 19. Februar die Intensivierung der Planung des „Unternehmens Weserübung“, der Besetzung von Dänemark und Norwegen.
mini|links|Zerstörer an der Columbuskaje vor dem Auslaufen nach Norwegen 7. April: Ein deutscher Flottenverband legt mit Ziel Narvik und Trondheim von der Columbuskaje und der Zerstörerkaje am Marinestützpunkt Bremerhaven ab. 8. April: Im Zuge der Operation Wilfred beginnen britische Einheiten, die Gewässer zwischen dem norwegischen Festland und seinen Inseln mit Seeminen zu versehen, um deutsche Transporte von Eisenerz aus Schweden durch norwegische Gewässer zu verhindern. Im Fall einer deutschen Reaktion soll Plan R 4 in Kraft treten, der die alliierte Invasion des neutralen Norwegens vorsah.
mini|Weserübung in Dänemark 9. April: Deutsche Truppen beginnen das Unternehmen Weserübung Süd mit dem Einmarsch in Dänemark. Die dänische Armee leistet nur stellenweise Widerstand. Bereits am Abend ist das Land vollständig besetzt. 9. April: Deutsche Einheiten unter Eduard Dietl besetzen ohne Gegenwehr den norwegischen Hafen Narvik. Auch Trondheim und andere Hafenstädte werden planmäßig besetzt. Nur in Oslo kommt es zu Verzögerungen bis zum folgenden Tag, was der Königsfamilie Gelegenheit gibt, mit den gesamten Goldreserven des Landes in Richtung Tromsø zu entkommen.
mini|links|Die Schlacht um Narvik 10. April: Die britische Marine führt in der Schlacht um Narvik ihren ersten Angriff auf deutsche Invasionstruppen durch. Die deutsche Kriegsmarine erleidet schwere Verluste. Am 13. April kommt es zu einem neuerlichen Gefecht, das für die deutschen Schiffe neuerlich mit einer Niederlage endet. 12. April: Britische Truppen besetzen die zu Dänemark gehörenden Färöer. 14. April: Die alliierten Truppen beginnen mit der Landung in der Nähe von Narvik. 24. April: Josef Terboven wird als Reichskommissar für Norwegen eingesetzt. Am gleichen Tag beginnen norwegische Truppen die deutschen Einheiten in Narvik anzugreifen, die sich in den folgenden Wochen einer fünffachen Übermacht der Alliierten gegenübersehen. 25. April: Die Flagge der Färöer wird von Großbritannien international anerkannt. Seitdem ist der 25. April auf den Färöern ein Feiertag.
mini|hochkant|Winston Churchill als Premierminister 7./8. Mai: Im Zuge der Norwegendebatte im britischen House of Commons werden der konservativen Regierung strategische Versäumnisse angelastet. Die Debatte führt zum Sturz der Regierung Neville Chamberlains und zur Bildung einer Koalitionsregierung unter Winston Churchill am 10. Mai. 24. Mai: Die Alliierten beginnen mit dem Rückzug aus Norwegen, um die Truppen in Frankreich zu verstärken, wo am 10. Mai der Westfeldzug begonnen hat. 28. Mai: Die Deutschen müssen Narvik räumen, können die für den Erztransport wichtige Bahnstrecke Luleå–Narvik aber halten. 7. Juni: Der norwegische König Haakon VII. wird gemeinsam mit seiner Familie und der norwegischen Regierung vom britischen Schweren Kreuzer Devonshire aus Tromsø evakuiert und außer Landes gebracht.
mini|links|Narvik am 2. Juni