Der Donaukreis war einer von vier Kreisen des Landes Württemberg. Er wurde 1818 gebildet und 1924 aufgelöst. Hauptstadt des Kreises war Ulm. Funktional ist er in etwa mit einem heutigen Regierungsbezirk zu vergleichen, nicht aber mit einem heutigen Landkreis.

Der Donaukreis gliederte sich in folgende Oberämter, die ungefähr mit heutigen Landkreisen zu vergleichen sind:

rechts|350px|Karte des Donaukreises Oberamt Kfz-Kennzeichen (ab 1906) BemerkungenAlbeck 1819 zu OA UlmBiberach III X Blaubeuren III X Ehingen III X Geislingen III X Göppingen III X Kirchheim III X Laupheim III Y bis 1845 WiblingenLeutkirch III Y Münsingen III Y Ravensburg III Y Riedlingen III Y Saulgau III Z Tettnang III Z Ulm III Z Waldsee III Z Wangen III Z

Regierung Die Regierung des Donaukreises wurde von einem Regierungsdirektor geleitet. Der König konnte ihm den Ehrentitel Regierungspräsident verleihen.

1817–1822 Freiherr Nikolaus von Freyberg-Wellendingen 1822–1848 Karl von Holzschuher zu Harrlach 1848–1852 Amandus von Schmalzigaug 1852–1866 Karl Schott von Schottenstein, Regierungsdirektor 1866–1883 Georg Emil von Majer, Regierungspräsident 1883–1889 Christoph Anton von Wolff, Regierungspräsident 1889–1894 Gustav Heinrich von Lamparter, Regierungspräsident 1894–1903 Hermann von Hoser, Regierungspräsident 1903–1910 Albert von Schmidlin, Regierungspräsident 1910–1924 Eugen von Dreher, Regierungspräsident

Siehe auch Neckarkreis, Jagstkreis, Schwarzwaldkreis Königreich Württemberg Neuwürttemberg Verwaltungsgliederung Württembergs Volksstaat Württemberg

Literatur Frank Raberg: Für „die wohlerworbenen Rechte des Adels“. Die Vertretung der Ritterschaft des Donaukreises im Württembergischen Landtag. In: Adel im Wandel. Oberschwaben von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Band 2. Thorbecke, Stuttgart 2006, S. 605–618

Kategorie:Historisches Territorium (Baden-Württemberg) Kategorie:Württembergische Geschichte Kategorie:Ulmer Geschichte Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1818 Kategorie:Aufgelöst 1924