350px|Der 11. September 2001, Skyline NY mit brennendem WTCTerroranschläge am 11. September in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon150px|BushGeorge W. Bush wird 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika200px|BSEDie Angst vor BSE und der Maul- und Klauenseuche geht um Jahreswidmungen Initiativen Initiative Wissenschaft im Dialog des BMBF: „Jahr der Lebenswissenschaften“ Vereinte Nationen: „Internationales Jahr der Mobilisierung gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ Vereinte Nationen: „Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen“ Vereinte Nationen: „Internationales Jahr der Freiwilligen“ Natur und Artenschutz Arzneipflanze des Jahres: Arnika Baum des Jahres: Esche Biotop des Jahres: Fluss Blume des Jahres: Blutroter Storchschnabel Fisch des Jahres: Europäischer Stör Flusslandschaft des Jahres: Die Gottleuba Gemüse des Jahres: Tomate Haustier des Jahres: Bayerische Landgans, Bergischer Kräher, Bergischer Schlotterkamm und Krüper Heilpflanze des Jahres: Thymian Insekt des Jahres (Deutschland): Plattbauchlibelle Landschaft des Jahres: Das alte Flandern Orchidee des Jahres: Herbst-Drehwurz Pilz des Jahres: Mäandertrüffel Spinne des Jahres: Wespenspinne Staude des Jahres: Glockenblume Streuobstsorte des Jahres: Rote Sternrenette Tier des Jahres: Feldhase Vogel des Jahres (Deutschland): Haubentaucher Vogel des Jahres (Schweiz): Kuckuck Schlagwörter Wort des Jahres (Deutschland): Der 11. September Unwort des Jahres (Deutschland): Gotteskrieger Satz des Jahres (Deutschland): „Und das ist (auch) gut so!“ Börsenunwort des Jahres: Gewinnwarnung Wort des Jahres (Österreich): Nulldefizit Unwort des Jahres (Österreich) nichtaufenthaltsverfestigt
Das Jahr 2001 war das erste Jahr des 21. Jahrhunderts. Das prägendste Ereignis waren die Terroranschläge am 11. September auf das World Trade Center und das Pentagon in den USA, bei denen rund 3000 Menschen ums Leben kamen. Die Anschläge werden häufig als historische Zäsur bezeichnet und sorgten sowohl in den USA als auch in Europa für immer noch anhaltende Debatten um innen- wie außenpolitische Veränderungen. Sie führten den Krieg in Afghanistan in eine neue Phase und dienten als Begründung für den zwei Jahre später begonnenen Irakkrieg. Ausgehend von dem Ereignis stiegen die Spannungen zwischen der muslimischen und der westlichen Welt.
Ereignisse
Politik und Weltgeschehen
Januar
Januar: das erste Weltsozialforum der Globalisierungsgegner in Porto Alegre, Brasilien 1. Januar: Moritz Leuenberger wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Griechenland. Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion – Griechenland ist damit der zwölfte Staat, der den Euro als Buchgeld einführt. 2. Januar: Die Bundeswehr beginnt mit der Grundausbildung von Frauen an der Waffe. 3. Januar: Erste Sitzung des im November neugewählten US-Repräsentantenhauses sowie des US-Senates. Für die nächsten 17 Tage war ein Ehepaar erstmals in der Geschichte der USA sowohl in der Exekutive (Präsident Bill Clinton) als auch in der Legislative (Senatorin Hillary Clinton) vertreten. 6. Januar: Die Thai-Rak-Thai-Partei des Telekomunternehmers Thaksin Shinawatra gewinnt die Parlamentswahlen in Thailand. 6. Januar: Ariel Scharon wird zum neuen Ministerpräsidenten von Israel gewählt. 6. Januar: US-Vizepräsident Al Gore gibt als Vorsitzender des US-Senates das Ergebnis der Wahl zum US-Präsidenten bekannt: George W. Bush erhielt 271 Stimmen, Al Gore selbst 266. Ein demokratischer Wahlmann stimmte nicht für Gore. 7. Januar: John Agyekum Kufuor wird Staatspräsident von Ghana. 14. Januar: Jorge Sampaio wird als Staatspräsident in Portugal in seinem Amt bestätigt. 15. Januar: Die englischsprachige Wikipedia wird gegründet. 17. Januar: Kaliforniens Gouverneur Gray Davis erklärt wegen der Elektrizitätskrise den Ausnahmezustand im größten US-Bundesstaat. 20. Januar: Gloria Macapagal-Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen. 20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt. 25. Januar: Armenien wird in den Europarat aufgenommen. 25. Januar: Aserbaidschan wird in den Europarat aufgenommen. 26. Januar: Demokratische Republik Kongo. Joseph Kabila wird Staatspräsident.
Februar
2. Februar: José Maria Neves wird Premierminister von Kap Verde. 7. Februar: Ariel Scharon wird Ministerpräsident von Israel. 16. Februar: US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge bombardieren Ziele nahe Bagdad, da der Irak gegen das Flugverbot verstoßen habe. 16. Februar: Bei einem Anschlag auf einen serbischen Bus im Kosovo kommen zwölf Menschen ums Leben. 20. Februar: Erste Kommunalwahlen im Jemen 25. Februar: Pedro Pires wird Staatspräsident vom Kap Verde. 25. Februar: Republik Moldau. Parlamentswahlen 26. Februar: Der Vertrag von Nizza, die Vorbereitung der Erweiterung der EU betreffend, wird unterzeichnet. Er tritt 2003 in Kraft.
März
4. März: In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,8 % der Wahlbeteiligten gegen die Verfassungsinitiative Ja zu Europa und damit gegen EU-Beitrittsverhandlungen der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,8 %. 7. März: Dileita Mohamed Dileita wird Premierminister in Dschibuti. 12. März: Die UNESCO bestätigt, dass Taliban die beiden größten aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Buddha-Statuen der Welt, die Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan zerstört haben. 16. März: Der Streit zwischen Katar und Bahrein um die Hawar-Inseln wird beendet durch ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs. 16. März: Die deutschsprachige Wikipedia wird gegründet. mini|hochkant|Am 16. März wird die deutschsprachige Wikipedia gegründet. 27. März: Boungnang Vorachith wird Ministerpräsident von Laos. 31. März: Sturz des Staatspräsidenten Bernard Dowiyogo von Nauru durch Misstrauensvotum
April
4. April: Vladimir Voronin wird Staatspräsident der Republik Moldau. 4. April: Silvia Cartwright wird Generalgouverneurin (Staatsoberhaupt) von Neuseeland. 4. April: In Berlin wird von der deutschen Bundesregierung der Rat für Nachhaltige Entwicklung zur dauernden Beratung in Fragen der Nachhaltigkeit und der Nachhaltigkeitsstrategie eingesetzt. 15. April: Der Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Deutschland und El Salvador tritt in Kraft. 21. April: Die Einfuhr bestimmter Hunderassen nach Deutschland wird im Gesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde unter Strafandrohung verboten. Der Gesetzgeber reagiert damit auf vermehrte, teils tödliche, Angriffe von Kampfhunden auf Menschen. 28. April: Bei einem Hinterhalt verüben albanische Rebellen der paramilitärischen Organisation UÇK das Massaker von Vejce, wobei 8 mazedonische Spezialkräfte auf bestialischer Art und Weise ermordet wurden. Dieses Ereignis trug maßgeblich zur Eskalation des Mazedonien-Konflikts 2001 bei. 29. April: Parlamentswahlen in Senegal
Mai
8. Mai: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der Weltbank. 13. Mai: Parlamentswahlen in Italien. Wahlsieg der Partei Forza Italia unter Silvio Berlusconi. Dieser wird Regierungschef. 13. Mai: Mazedonien. 6. Regierungsumbildung 22. Mai: Taliban erwägen, Hindus in Afghanistan zum Tragen einer Markierung zu verpflichten. 22. Mai: Die Innenminister der MEPA-Staaten unterzeichnen die „Gemeinsame Erklärung“, in der Organisation und Tätigkeiten der Mitteleuropäischen Polizeiakademie geregelt werden. 29. Mai: König Abdullah II. von Jordanien ist auf Staatsbesuch in Deutschland.
Juni
1. Juni: Interimsabkommen zwischen Mazedonien und der EU 1. Juni: Blutbad in Nepal. König Birendra und fast die ganze Familie werden durch den Sohn Birendras getötet, der sich anschließend selbst tötet. 1. Juni: Das Übereinkommen zum Schutz der Wale des Schwarzen Meeres, des Mittelmeeres und der angrenzenden Atlantischen Zonen (ACCOBAMS) tritt in Kraft. 4. Juni: Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal. 7. Juni: Bei den britischen Unterhauswahlen feiert die Labour Party bei einer geringen Wahlbeteiligung einen großen Wahlsieg. Tony Blair wird damit zum ersten Premierminister der Labour Party, der nach einer vollen Amtszeit im Amt bestätigt wird. 8. Juni: Iran. Wiederwahl von Mohammad Chatami zum Staatspräsidenten 15. Juni: Die deutsche Bundes-Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ beginnt mit der Zahlung finanzieller Entschädigungen für Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus. 15. und 16. Juni: In Göteborg findet ein Treffen des Europäischen Rats statt. 16. Juni: Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit. 17. Juni: Parlamentswahlen in Bulgarien 20. Juni: Pervez Musharraf wird Staatsoberhaupt in Pakistan. 20. Juni: Pakistan. Das Parlament wird aufgelöst. 21. Juni: Der Deutsche Bundestag beschließt als eine Folge früherer Pflegeskandale das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz. Pflegeeinrichtungen werden darin unter anderem verpflichtet, ein Qualitätsmanagement aufzubauen und müssen sich Prüfungen zu Leistungs- und Qualitätsnachweisen stellen. 24. Juni: Ilir Meta wird Regierungschef in Albanien. 26. Juni: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Laibach in Slowenien. 28. Juni: Rumänien erhält einen Beobachterstatus in der OECD. 28. Juni: Jugoslawien. Auslieferung von Ex-Präsident Slobodan Milošević an den Internationalen Strafgerichtshof
Juli
2. Juli: Nach der Kreil-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs beginnen die ersten Frauen bei der deutschen Bundeswehr mit einer Offizierslaufbahn. 6. Juli: Weitere Länder erhöhen bei einer Konferenz in Genf, Schweiz, die an Burundi durch Frankreich zugesagten 440 Mio. USD auf 830 Mio. USD 20.–22. Juli: In Genua findet der G8-Wirtschaftsgipfel statt. Er erlangt Bekanntheit aufgrund der Brutalität von Teilen der italienischen Polizei und der Demonstranten 23. Juli: Indonesien. Abdurrahman Wahid verliert sein Amt als Präsident. Frau Megawati Sukarnoputri wird neue Präsidentin 24. Juli: Bulgarien. Der ehemalige Zar Simeon II. wird zum Ministerpräsidenten gewählt 28. Juli: Alejandro Toledo Manrique wird Staatspräsident in Peru
August
5. August: Taliban schließen eine Shelter Now International Agentur in Afghanistan und nehmen 24 Mitarbeiter fest, da diese versucht hätten, Muslime zum Christentum zu missionieren. Diese Tätigkeit kann in Afghanistan mit dem Tode bestraft werden 6. August: Bolivien. Präsident Banzer tritt wegen schwerer Krankheit zurück 13. August: Mazedonier und Albaner schließen das Rahmenabkommen von Ohrid 14. August: Mexiko. Verfassungsänderung tritt in Kraft 27. August: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Essential Harvest“ (Waffeneinsammeln) 30. August: Wahlen für die verfassunggebende Versammlung in Osttimor
September
2. September: France-Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt 10. September: Parlamentswahlen in Norwegen 11. September: Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon in den USA fordern rund 3000 Todesopfer 15. September: Ein Amokläufer ermordet in Mesa, Arizona, den amerikanischen Unternehmer Balbir Singh Sodhi, weil er den bekennenden Sikh für einen Muslim hielt. 18. September: In den Vereinigten Staaten setzt mit dem Versand der ersten Briefe mit Milzbranderregern die Serie der Anthrax-Anschläge ein. 21. September: Arnold Rüütel wird Staatspräsident in Estland 23. September: Parlamentswahlen in Polen 24. September: Das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und USA tritt in Kraft 27. September: Beim Zuger Attentat werden 14 Politiker von Friedrich Leibacher mit einem Sportgewehr ermordet
Oktober