Naftali () war der sechste Sohn Jakobs und der zweite mit Bilha, der Leibmagd Rahels . Naftali ist einer der zwölf Stammväter Israels.
Name Die Etymologie des Namens Naftali ist umstritten. Möglicherweise leitet er sich von der Wurzel פתל ptl „der Listige“, „der Geschickte“ ab (vgl. ). Eine andere Deutung verweist auf die Wurzel *naft und übersetzt „Hügelbewohner“.mini|links|Die 12 Stämme Israels|332x332px Stamm Das Siedlungsgebiet vom Stamm Naftali lag im Nordreich Israel auf dem Ostteil des Berglandes der späteren römischen Provinz Galiläa. Am Sieg Deboras und Baraks über den kanaanitischen Feldhauptmann Sisera hatte der Stamm Naftali einen bedeutenden Anteil (; ). Auch bei Gideons Sieg über die Midianiter war Naftali beteiligt (; ). Das Siedlungsgebiet des Stammes war im 9. Jh. v. Chr. ständig von Eroberungsfeldzügen der Aramäer (Syrer) bedroht und wurde 733 v. Chr. vom assyrischen Reich annektiert .
Kinnereth war ein Hauptort im Siedlungsgebiet des Stammes Naftali.
Im biblischen Gebiet des Stammes Naftali gelegen, enthält der Moshav Ramot Naftali (Anhöhen von Naftali) diesen in seinem Namen.
Stammestier Gemäß Midrasch Bemidbar Rabba 2 ist die Hirschkuh () das Wappentier des Stammes, da der biblische Jakob Naftali in seinem Segen mit einer schnellen Hirschkuh verglich. Die Bezeichnung des Tieres leitet sich von einem Zeitwort mit der Bedeutung „schnell, vorne, mächtig sein“ ab. Die Hirschkuh ist einerseits als Hinweis auf die Beweglichkeit und Freiheit der Nachkommen Naftalis zu verstehen, andererseits als Bild für schnellfüßige Kämpfer.
Der jiddische Nachname Herschel leitet sich wohl daher ab.
Literatur Fritz Rienecker, Gerhard Maier: Lexikon zur Bibel. SCM R.Brockhaus, 8. Auflage, Witten 2010, ISBN 978-3-417-24678-0, S. 1114.
Einzelnachweise
Kategorie:Person im Buch Genesis Kategorie:Person im Buch Exodus Kategorie:Jüdische Geschichte (Antike) Kategorie:Jakob