Randowtal ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs (Deutschland). Sie gehört dem Amt Gramzow an.

Geografie Die uckermärkische Gemeinde Randowtal liegt östlich der Kreisstadt Prenzlau und erstreckt sich vom Grundmoränengebiet zwischen den parallel verlaufenden Tälern der Ucker und Randow über den Endmoränenbogen am Westrand des Randowtales bis hin zur Randow, die die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern bildet. Während die Talsohle des Randow-Urstromtales ca. 17 m ü. NHN liegt, erheben sich die Endmoränenhügel bis zu 80 m ü. NHN. Die von kleinen Seen gesprenkelte Landschaft wird abgesehen von kleinen Waldgebieten an den Hanglagen intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung Zur Gemeinde Randowtal gehören die Ortsteile Eickstedt Schmölln Ziemkendorf sowie die Wohnplätze Albrechtshof, Eickstedt Ausbau, Grenz, Räuberberg, Rollberg, Schwaneberg, Vogelsang, Wegnershof und Wollin.

Geschichte Eickstedt wurde 1271 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der Ortsname ist mit Dominus Fredericus de Ecstede und der verzweigten Familie von Eickstedt verbunden. Das Rittergeschlecht (um 1700 sind in Eickstedt drei Rittersitze belegt) herrschte im Gebiet zwischen Prenzlau und Randow. Der Name von Eickstedt tauchte später unter Kolonialoffizieren, hohen Beamten, Landräten und Forschungsreisenden auf.

1239 wurde Schmölln, 1288 Schwaneberg und Ziemkendorf erstmals urkundlich erwähnt.

Verwaltungsgeschichte

Eickstedt, Schmölln und Ziemkendorf gehörten seit 1817 zum Kreis Prenzlau in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Prenzlau im DDR-Bezirk Neubrandenburg.

Am 1. Januar 1973 war Grenz nach Ziemkendorf eingemeindet worden, am 1. Januar 1974 wurden Wollin nach Eickstedt und Schwaneberg nach Schmölln eingegliedert.Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 40

Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Uckermark.

Die Gemeinde Randowtal entstand am 31. Dezember 2001 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Eickstedt, Schmölln und Ziemkendorf.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001

Bevölkerungsentwicklung Jahr Eickstädt Schmölln Ziemkendorf Jahr Randowtal Jahr Randowtal 1981 501 833 189 2001 1 158 2021 8881990 463 768 157 2005 1 080 2022 8871995 411 704 136 2010 1 045 2023 8772000 430 636 126 2015 932 2024 876 2020 882 2025 831

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. DezemberHistorisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 26–29Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Randowtal besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 Zukunft für Randowtal 46,2 % 5 39,5 % 4 Zusammen für Randowtal – – 23,1 % 2 AfD – – 22,8 % 2 Wir sind Randowtal – – 9,2 % 1 Wählergruppe Eickstedt 21,7 % 2 5,4 % 1 CDU 32,1 % 3 – – Insgesamt 100 % 10 100 % 10

Bürgermeister 2003–2014: Eva-Maria ChristKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 34 seit 2014: Axel Krumrey (Zukunft für Randowtal)Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Krumrey wurde in der Stichwahl am 30. Juni 2024 mit 64,5 % der gültigen Stimmen erneut zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 30. Juni 2026 Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.§ 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes

mini|hochkant=0.75|Kirche in Schmölln

Sehenswürdigkeiten Reste einer Burg auf dem Räuberberg im Ortsteil Schmölln Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert in Schmölln und Schwaneberg

Einträge in der Denkmalliste des Landes Brandenburg für die Gemeinde Randowtal finden sich in der Liste der Baudenkmale in Randowtal.

Verkehr Randowtal liegt an der Landesstraße L 25 zwischen Prenzlau und Penkun sowie der L 251 nach Brüssow. Durch den Südosten des Gemeindegebietes führt die Autobahn A 11 (Berlin–Stettin) mit der Anschlussstelle Schmölln.

Der nächste Bahnanschluss liegt im ca. 14 km entfernten Prenzlau an der Bahnstrecke Angermünde–Stralsund. Die Bahnstrecke Prenzlau–Löcknitz mit den Haltepunkten Eickstedt, Schmölln und Schwaneberg wurde am 30. Juni 1997 stillgelegt.

Einzelnachweise

Weblinks

Schmölln in der RBB-Sendung Landschleicher vom 8. Mai 2005 randowtal.info – Private Internetseite

Kategorie:Gemeindegründung 2001