Die Nationalen Deutschen Tischtennis-Meisterschaften (TT-DM) werden jährlich ausgetragen. Spielberechtigt sind Deutsche, die von den Regionalverbänden gemeldet werden. Gemeldet werden dürfen auch Ausländer, die mindestens drei Jahre einem deutschen Verein angehören.

Geschichte Erste Ansätze für eine deutsche Meisterschaft gab es bereits im Jahr 1907, als der Berliner Sportklub 1905 (früher Ping-Pong-Club 1905) im Berliner Nollendorf-Kasino ein Turnier veranstaltete mit den Wettbewerben Herren- und Dameneinzel. Es wurde als „amerikanisch“ bezeichnet, um patentrechtliche Probleme mit dem Namen Ping-Pong zu vermeiden. Ein weiterer Ansatz für Deutsche Meisterschaften fand 1925 statt, damals unter der Bezeichnung Bundesspiele. Ab 1930/31 wurden diese Bundesspiele regelmäßig durchgeführt, seit 1932 unter dem offiziellen Namen Nationale Deutsche Meisterschaften. Kriegsbedingt setzte man 1945 und 1946 aus. Von 1949 bis 1990 veranstaltete die DDR ihre eigenen Meisterschaften. Allerdings konnten die DDR-Spieler bis einschließlich 1954 an den gesamtdeutschen Meisterschaften teilnehmen. Bis dahin galt gemäß der Anzahl der Aktiven folgende Teilnehmer-Quote: Zwei Drittel aus Westdeutschland (DTTB) Ein Drittel aus der DDR (Sektion Tischtennis) Im Falle einer Teilnahme konnte das Saarland vier Herren und zwei Damen nominieren. Ende 1954 verlangte die DDR eine 50:50 Quote, da sie ein souveräner Staat sei. Als dies vom Arbeitsausschuss Deutscher Tischtennissport abgelehnt wurde, nahm die DDR nicht mehr an den gesamtdeutschen Meisterschaften teil.

Seit 1981 gibt es für die Sieger im Einzel einen Wanderpokal, gestiftet von Eberhard Schöler für die Herren und Agnes Simon für die Damen.

Austragungsmodus Bis 1992 Bis 1992 wurden die Einzel- und Doppelwettbewerbe im K.-o.-System ausgetragen.

Ab 1994 1994 wurden die Teilnehmer gemäß Rangliste sortiert und in drei Kategorien aufgeteilt: Kategorie I bestand aus den oberen 16 Spielern, Kategorie II aus Rang 17 bis 32 und Kategorie III aus den Plätzen 33 bis 64. In der ersten Runde traten nur Spieler der Kategorie III gegeneinander an. Die 16 Sieger gelangten in Runde 2, wo nun die Spieler der Kategorie II einstiegen. Kategorie-I-Spieler begannen in Runde 3 zusammen mit den Siegern aus Runde 2.

Mit der Einführung der Kategorien wollte man die Anzahl der einseitigen Spiele zwischen Kontrahenten mit sehr unterschiedlicher Spielstärke vermeiden und zudem den schwächeren Spielern mehr Spiele ermöglichen. Dieses System wurde bereits vorher bei den Westdeutschen Meisterschaften erprobt.

Ab 2007 Seit der DM 2007 werden im Einzel zunächst Vorrunden in Vierergruppen im Modus „Jeder gegen Jeden“ durchgeführt. Dabei wurden drei Gewinnsätze ausgetragen. Die beiden Erstplatzierten qualifizierten sich für die Hauptrunde, für die die sechzehn besten Spieler beiderlei Geschlechts jeweils schon qualifiziert sind. Der Mixedwettbewerb entfiel.

Ab 2019 Das Mixed wurde wieder eingeführt.

Ab 2020 Das Teilnehmerfeld wird reduziert. Statt bisher 48 Damen und Herren sind nun nur noch 32 Damen und Herren am Start. Zudem wird die Turnierdauer von drei auf zwei Tage verkürzt.

Im Jahr 2024 wird ein neues Konzept eingeführt. Neben den "normalen" Meisterschaften der Profis finden parallel noch die Jugendmeisterschaften U15 und U19 sowie Leistungsklassen A, B und C statt. 2025 starteten zudem noch die Seniorenmeisterschaften.

Übersicht über die deutschen Einzelmeisterschaften Die meisten Titel im Einzel gewannen bisher (2019) bei den Herren Timo Boll (13) vor Eberhard Schöler (9) und Conny Freundorfer (9) sowie bei den Damen Nicole Struse (9) vor Hilde Bussmann (7) und Gertrude Pritzi (7). Die meisten Medaillen insgesamt – alle Disziplinen berücksichtigend – holte Wilfried Lieck, nämlich 23 zwischen 1965 und 1987. Bei den Damen hält Kristin Lang mit 26 Medaillen den Rekord.