mini|Evangelische Filialkirche in Wiesfleck
Die evangelisch-lutherische Filialkirche Wiesfleck steht in der Ortschaft und Gemeinde Wiesfleck (; ) im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Sie ist eine Filialkirche der Pfarre Pinkafeld in der Evangelischen Superintendentur A. B. Burgenland.
Lagebeschreibung Der Bau liegt im Ortszentrum und wird durch einen Vorgarten von der Landesstraße (L356) getrennt. Sie wird von einer Zufahrtstraße, die zwischen dem Glockenturm und dem Gemeindezentrum verläuft, erschlossen.
Geschichte Für die 1806 gegründete Schule wurde 1879 eine Turmschule erbaut. 1909 entstand ein weiteres Schulgebäude. Zweiteres wurde 1959 von der politischen Gemeinde Wiesfleck angekauft. Aufgrund der Baufälligkeit der alten Turmschule, wurde sie unter Erhaltung des Glockenturmes teilweise abgetragen und in den Jahren 1974 bis 1976 nach Plänen der Kurt Lehner GmbH aus Pinkafeld mit Unterstützung eines ökumenischen Aufbaulagers des EYCE (Ecumenical Youth Council in Europe) errichtet. Einweihung war am 26. September 1979. Das neue Gemeindezentrum umfasst einen Raum für den Gottesdienst mit 90 Sitzplätzen sowie einen Mehrzweckraum.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 360–363
Architektur Kirchenäußeres Der Zentralbau steht auf einem rechteckigen Grundriss und besteht zirka zur Hälfte aus dem Richtung Nordosten gerichteten, rechteckigen Betraum und dem dem südost anschließenden, um ein Drittel kleineren und etwa quadratischen Mehrzweckraum. Der südwestlich verbleibende Raumteil beherbergt den über eine Treppe von außen erreichbaren, zentralen Eingangbereich mit Vorraum und Sanitäranlagen. Das Gemeindezentrum wird durch zwei vertikal zueinander stehende, verschnittene Satteldächer bedeckt, wobei der First des Betraums wesentlich höher ist. Gegenüber des Einganges befindet sich der dreigeschoßige Glockenturm mit Spitzdach.
Kircheninneres Das Kircheninnere ist einfach gehalten. Die Holzdecke ist trapezförmig. Der Kircheninnenraum wird durch vier große, hochrechteckige Fenster an der Nordwestseite belichtet.
Einrichtung An der Altarwand hängt ein mittig angebrachtes Holzkreuz mit farblich betontem Hintergrund. Davor stehen der Volksaltar, Ambo und Harmonium.
Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Weiden bei Rechnitz, Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 319. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 360–363.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Burgenland Evangelische Kirche Kategorie:Kirche in der Superintendentur Burgenland Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Bauwerk der Moderne im Burgenland Kategorie:Erbaut 1976 Kategorie:Kirchengebäude in Europa