Georg Dirmeier (* 14. Oktober 1853 in Neunkirchen (Unterfranken); † 19. August 1902 in Mintraching) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Schulinspektor sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben Georg Dirmeier studierte Katholische Theologie und erhielt am 23. Juni 1878 die Priesterweihe. Er übernahm zunächst die Stelle eines Kooperators in der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Neunkirchen, bis er dort vom 11. Mai 1889 an als Pfarrer die Gemeinde führte. mini|Pfarrkirche St. Peter und Paul in Neunkirchen 1893 wurde er zur Kirche St. Johannes Baptist in Vohenstrauß versetzt. Diese Kirche ist eine Simultankirche, die sowohl von katholischen wie auch evangelisch-lutherischen Gemeindemitgliedern genutzt wird. Als dortiger Pfarrer war er zugleich Distriktsschulinspektor und führte damit die Aufsicht über die Schulen des Bezirks. Zur damaligen Zeit war die Trennung zwischen Staat und Kirche noch nicht vollzogen, so dass Priester üblicherweise auch die staatliche Aufgabe der Schulaufsicht wahrnahmen. Bis 1899 war er in diesen Ämtern tätig, bis er in die Pfarre St. Mauritius in Mintraching beordert wurde.

Dirmeier engagierte sich in der Politik, wurde Mitglied der Zentrumspartei und erhielt am 16. Mai 1894 als Nachfolger des verstorbenen Abgeordneten Michael Grötsch ein Mandat in der Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Dieses Mandat hatte er bis 1899 inne.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 17. Wahlperiode)

Weblinks

Einzelnachweise

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