Maria Elisabeth Annaberta Desiree Gertrud Henriette Gräfin von Brühl (* 8. Juli 1959 in München; † 9. August 2017 ebenda) war eine deutsche Musikerin, Sängerin und Autorin.
Herkunft Brühl wurde in eine Künstlerfamilie geboren. Ihr Vater Heinrich Graf von Brühl (1929–2011) war Bühnenbildner.GHdA (2006), Band 139, S. 76. Der Maler Carl von Marr war der Stief- und Adoptivvater ihrer mütterlichen Großmutter Trudl von Marr-Messerschmitt (1905–1995), einer Tochter des Malers Pius Ferdinand Messerschmitt.
Leben und Wirken Ab der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre trat die Autodidaktin Brühl als Musikerin und Sängerin auf und war zeitweise Mitglied in einer deutsch-englischen Band. In der Fernsehsendung Live aus dem Alabama begegnete sie Günter Brödl und es begann eine künstlerische Zusammenarbeit. Von Oktober 1985 an war sie Keyboarderin und Sängerin bei Ostbahn-Kurti & die Chefpartie (u. a. als Duettpartnerin im Stück Rendezvous). Neben ihrer musikalischen Tätigkeit publizierte Brühl Kolumnen, Kurzprosa und Lyrik.
Nach Stationen in Wien und Luzern lebte Brühl zuletzt wieder in ihrer Heimatstadt München, wo sie im Alter von 58 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstarb.asansörpress35: Bessie Gräfin von Brühl ist tot, in: Der Freitag, 15. August 2017.
Publikationen
Beiträge in Anthologien Ich bin ein Kakadu. (Erzählende Prosa). In: Sylvia Treudl (Hrsg.): Domino mit Domina: erotische Geschichten. Wiener Frauenverlag, Wien 1988, ISBN 978-3-900399-20-7, S. 75f. Central Park. (Erzählende Prosa). In: Sylvia Treudl (Hrsg.): Domino mit Domina: erotische Geschichten. Wiener Frauenverlag, Wien 1988, ISBN 978-3-900399-20-7, S. 141. Mama im Winter / Der Hundertjahrfächer. (Gedichte). In: Fell aus Titan: Gedichte zum Thema Schmerz. Wiener Frauenverlag, Wien 1989, ISBN 3-900399-27-1, S. 16–17. Ödipus ist eine Chance. In: Eva Laber (Hrsg.): Häm’ und Tücke: Skurriles, Heiteres und Bösartiges von Frauen. Wiener Frauenverlag, Wien 1989, ISBN 978-3-900399-28-3, S. 34–35. Heiliger Nachmittag. In: Eva Laber (Hrsg.): Häm’ und Tücke: Skurriles, Heiteres und Bösartiges von Frauen. Wiener Frauenverlag, Wien 1989, ISBN 978-3-900399-28-3, S. 128. Die Mama und die Hure: Eine Darstellung. (Erzählende Prosa). In: Drama Dreieck: Erzählungen. Wiener Frauenverlag, Wien 1990, ISBN 3-900399-41-7, S. 71–73. Il male del Blues cantato di una donna. (Erzählende Prosa). In: Schnittmuster: Texte zum Thema Trennung. Wiener Frauenverlag, Wien 1992, ISBN 978-3-900399-60-3, S. 156–158. Boa constrictor. (Erzählende Prosa). In: Sidesteps: Texte zum Thema Seitensprung. Wiener Frauenverlag, Wien 1994, ISBN 978-3-596-13294-2, S. 57–60.
Diskografie
Alben 1985: Prinzessin auf dem Mond (Wheel Records)
Singles & EPs 1987: Du & I (mit Erwin Bros; Lion Baby Records) 1988: Ich bin Mona Lisa (Weck Musik) 1993: Die Rose vom Wörthersee (WEA / Warner Music Austria) 1994: The Party Is Over Now (Wheel Records)
Filmographie (Auswahl)
TV und Film 1984: Showstart (ARD) 1985: Live aus dem Alabama (BR) 1986: Anatomie einer Revolution. Zum Beispiel München (BR, ORF; Musik) 1986: NDR Talk Show 1987: Ferienexpress (ORF-Serie, 1 Folge) 2017: Da sein. Leben helfen (Dokumentarfilm; Protagonistin und Musik)
Literatur Genealogisches Handbuch des Adels (GHdA), Band 139 (= Gräfliche Häuser. Band 18). C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2006, , S. 76. Achim Klünder (Hrsg.): Lexikon der Fernsehspiele. Band 1. De Gruyter Saur, Berlin u. a. 2011, ISBN 978-3-11-141196-5, S. 27.
Weblinks
Einzelnachweise
Bessie Kategorie:Sänger Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Musiker (Wien) Kategorie:Musiker (München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Frau