Hekja Marlen Werner (* 15. Juni 1983) ist eine deutsche Offizierin im Dienstgrad Oberstleutnant des Heeres der Bundeswehr. Im Oktober 2023 wurde sie als erste Frau im Heer Bataillonskommandeurin.
Leben Werner wuchs an einem Standort der Bundeswehr im Harz auf. Sie trat 2002 in die Bundeswehr ein und durchlief bis 2005 die Offizierausbildung sowie die Ausbildung zur Artilleriebeobachterin und zur Feuerunterstützungs-Offizierin an der Artillerieschule in Idar-Oberstein und im Panzerartillerielehrbataillon 345 in Kusel. Von 2005 bis 2009 studierte sie Pädagogik mit Schwerpunkt Psychologie und Personalmanagement an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.
Nach dem Studium war Werner von 2009 bis 2011 Führerin eines Joint Fire Support Teams, Fliegerleitoffizierin und Batterieeinsatzoffizierin im Artillerielehrregiment 345 in Kusel,Zu Gleich 2023 a. a. O. wo sie sich 2010 entschied, Berufssoldatin zu werden, und von 2011 bis 2013 Inspektionschefin der III. Inspektion (Allgemeine Grundausbildung für Feldwebel und Unteroffiziere) an der Artillerieschule in Idar-Oberstein. Während dieser Zeit absolvierte sie unter dem den Namen Hekja Marlen Pokorny den 8. Internationalen Stabsoffizierlehrgang der Armed Forces Academy in Liptovský Mikuláš in der Slowakei und wurde als beste Teilnehmerin ausgezeichnet. Von 2013 bis 2016 war sie Personalführerin Artillerietruppe im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln.
Von 2016 bis 2018 absolvierte Werner den 13. Streitkräftegemeinsamen Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst National an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo sie zur Offizierin im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend war sie bis 2022 stellvertretende Heeresattachée an der Deutschen Botschaft Washington, D.C. in den Vereinigten Staaten und studierte von 2016 bis 2022 berufsbegleitend den Master-Studiengang Militärische Führung und internationale Sicherheit an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Von 2022 bis 2023 war sie Referentin für truppendienstliche Personalangelegenheiten in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.
Am 5. Oktober 2003 übernahm Werner das Kommando über das Panzerartilleriebataillon 375 in der Major-Radloff-Kaserne in Weiden in der Oberpfalz und damit als erste Frau im deutschen Heer die Führung über ein Bataillon. Am 22. Juli 2026 wurde das Kommando an ihren Nachfolger Achim Leuther übergeben und Werner wechselte in den Internationalen Militärstab der NATO nach Brüssel in Belgien.
Werner ist verheiratet.
Auslandseinsätze 2015–1016: Personalstabsoffizierin im Multinationalen Einsatzverband sowie Personalstabsoffizerin für Innere Führung beim Train Advise Assist Command – North in Masar-e Scharif in Afghanistan
Auszeichnungen 2002: Einsatzmedaille Fluthilfe 2002 2002: Hochwasser-Medaille des Landes Sachsen-Anhalt 2002 2016 Einsatzmedaille der Bundeswehr für Resolute Support in Bronze 2016: NATO-Medaille für Resolute Support
Siehe auch Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Oberstleutnant (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Absolvent der Führungsakademie der Bundeswehr Kategorie:Absolvent der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg Kategorie:Person im Krieg in Afghanistan 2001–2021 (Deutschland) Kategorie:Artillerist (Bundeswehr) Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Frau