Gustav Nitsch (* 1882; † nach 1950) war ein deutscher Kriminalbeamter und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Leiter der Berliner Kriminalpolizei.

Leben Nitsch absolvierte in den Jahren 1901 bis 1904 eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Schöneberg. Nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg besuchte er die Polizeischule Teltow. Es folgte eine dreimonatige Anstellung als Anwärter im Polizeidienst in Weißensee. Zum Polizeikommissar ernannt, wurde er nacheinander in Düsseldorf, Leipzig und Dresden eingesetzt.

Im Jahre 1923 erfolgte die Ernennung zum Oberregierungsrat und die Versetzung nach Weimar, um das im Aufbau befindliche Landeskriminalamt Thüringen zu leiten, 1924 wurde er dessen erster Direktor. Zur gleichen Zeit war er nebenamtlicher Referent in der Polizeiabteilung des Thüringischen Ministerium des Innern. Mit Wirkung vom 1. November 1933 erfolgte die Versetzung in den Ruhestand. Er war zu dieser Zeit in Leipzig wohnhaft.

Nach Kriegsende wurde Nitsch als Leiter der Kriminalpolizei in der neugebildeten Berliner Polizeibehörde unter Polizeipräsident Johannes Stumm eingesetzt. In dieser Position verblieb er bis zu seiner Pensionierung nach 44 Dienstjahren im Jahre 1950. Sein Nachfolger als Kripo-Chef wurde der Rechtsanwalt Kurt Linke.

Literatur Thüringer Polizei von 1918 bis 1933. In: Sascha Münzel (Hrsg.): Quellen zur Geschichte Thüringens. Band 40, 2013.

Einzelnachweise

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