José Luis Praddaude (* 27. April 1918 in Buenos Aires; † 29. Oktober 1988) war ein argentinischer Fußballschiedsrichter.
Sportlicher Werdegang Praddaude gehörte ab Mitte der 1940er Jahre zu den Spielleitern der Primera División. Ab Ende der 1950er Jahre leitete er internationale Matches auf Vereins- sowie Nationalmannschaftsebene im Bereich des von der CONMEBOL organisierten Spielbetriebs.
Im Rahmen der in Ecuador ausgetragenen Dezemberausgabe der Campeonato Sudamericano 1959 – bereits im Frühjahr hatte ein Turnier in Argentinien stattgefunden – sammelte Praddaude erste Turniererfahrung. Nachdem er in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1962 gepfiffen hatte, blieb ihm eine Turnierteilnahme bei der in Südamerika ausgetragenen Endrunde verwehrt – die FIFA setzte auf die Chilenen Sergio Bustamante und Carlos Robles sowie den Brasilianer João Etzel Filho und den Peruaner Arturo Yamasaki als CONMEBOL-Spielleiter. Im Vorjahr hatte er einige Spiele europäischer Nationalmannschaften gepfiffen, als diese sich in Chile mit der Situation vor Ort vertraut machten.
Auf Vereinsebene verlief die Laufbahn Praddaudes umso schillernder: Bei der Copa Campeones de América 1960 pfiff er nach vorhergehender Berücksichtigung bei einem Semifinalspiel auch das 1:1-Unentschieden endende Finalrückspiel am 19. Juni des Jahres, bei dem damit Peñarol Montevideo auswärts bei Club Olimpia den Titel holte. Kurze Zeit später pfiff er Anfang Juli erneut ein Spiel von Peñarol, als der Klub sich bei der Erstaustragung des Weltpokal 1960 mit Real Madrid maß. Nachdem sich die beiden unter seiner Überwachung 0:0-Unentschieden getrennt hatten, holte der europäische Vertreter mit einem 5:1-Heimsieg den Titel. Auch im Folgejahr war er im Wettbewerb um die Copa Campeones de América 1961 Finalschiedsrichter, als Peñarol Montevideo erneut mit einem 1:1-Auswärtsremis – dieses Mal beim brasilianischen Vertreter Palmeiras São Paulo – den Titel im Rückspiel holte. Nachdem sein Landsmann Carlos Nay Foino das reguläre Spiel um den Weltpokal 1961 zwischen dem Uruguayer Klub und Benfica Lissabon geleitet hatte, aber ein Entscheidungsspiel notwendig wurde, übernahm hierfür Praddaude die Spielleitung und dieses Mal holte sich Peñarol mit einem 2:1-Heimsieg den Titel. In den Copa-Libertadores-Austragungen 1965 und 1966 standen jeweils argentinische Mannschaften im Finale, zuvor kam es jedoch zu drei nationalen Duellen in den Semifinalspielen. Dabei kam er jeweils zu einem Spieleinsatz sowie auch im weiteren Halbfinalduell zwischen Peñarol Montevideo und CD Universidad Católica. Zum anschließenden Saisonende beendete er aus Altersgründen seine aktive Laufbahn.
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