Heinrich Ritter von Waechter (* 18. März 1903 in Kiel; † 11. Februar 1982 in Bonn) war ein deutscher Ministerialbeamter.
Werdegang Ritter von Waechter besuchte humanistische Gymnasien in Königsberg und Köslin, wo er 1922 das Abitur ablegte. Daraufhin absolvierte er ein Studium an den Technischen Hochschulen Danzig und Braunschweig, das er 1929 als Diplom-Ingenieur abschloss. Daraufhin war er zunächst von 1929 bis 1930 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Landwirtschaftskammer Brandenburg.
Von 1931 bis 1942 war Ritter von Waechter Referent für „Landwirtschaftliche Energiewirtschaft“ im Reichskuratorium für Technik in der Landwirtschaft, einer Beratungs- und Forschungsstelle des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. 1932 war er dem Stahlhelm beigetreten und wurde als dessen Mitglied 1934, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein Jahr zuvor, in die SA überführt. Von August 1939 bis Dezember 1940 leistete er Kriegsdienst bei der Wehrmacht, zuletzt als Leutnant der Reserve. Von Juli 1942 bis März 1943 war er als Oberkriegsverwaltungsrat Referent für „Technik in der Landwirtschaft“ beim Wirtschaftsstab Ost bzw. im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete. Danach war er von März 1943 bis zum Kriegsende im Mai 1945 Referent für „Landtechnik“ im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Im Nachkriegsdeutschland war Ritter von Waechter von 1945 bis 1947 Referent für „Technik in der Landwirtschaft“ beim Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in Hamburg und später beim Ernährungs- und Landwirtschaftsrat in Stuttgart. Bei seinem Spruchkammerverfahren im Jahr 1947 wurde er als „Entlasteter“ eingestuft. Von 1947 bis 1949 war er Referent für „Technik in der Landwirtschaft“ bei der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebiets in Frankfurt am Main. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wurde er in das Beamtenverhältnis berufen und zum Regierungsdirektor ernannt. Er war schließlich bis zu seiner Pensionierung 1968 im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, zuletzt als Leiter der Unterabteilung „Wasserwirtschaft und Meliorationswesen, Landtechnik, Bauwesen“. Er war 1951 zum Ministerialrat und 1959 zum Ministerialdirigenten befördert worden.
Von 1957 bis 1959 war Ritter von Waechter zudem Vorsitzender der Max-Eyth-Gesellschaft für Agrartechnik. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand wurde ihm 1968 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Er starb im Februar 1982 im Alter von 78 Jahren in Bonn.
Weblinks Heinrich Ritter von Waechter auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien
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