mini|hochkant|Mariä Himmelfahrt in Rogglfing Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist eine im Kern spätgotische, neugotisch überarbeitete Saalkirche im Ortsteil Rogglfing von Wurmannsquick im Landkreis Erding in Niederbayern. Sie gehört zum Pfarrverband Wurmannsquick im Dekanat Simbach am Inn des Bistums Passau.
Geschichte und Architektur Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Rogglfing wurde als gotische Saalkirche im 15. Jahrhundert erbaut. Im Jahr 1884 wurde sie neugotisch überarbeitet und nach Westen erweitert. Das Äußere ist geprägt von der neugotischen Überarbeitung. An der Südseite des Chores befindet sich der wuchtige Turm, der aus vier kaum merklich verjüngten Kuben und zwei Oktogongeschossen besteht. Die Überleitung zum Achteck erfolgt durch glatte Schrägen und mehrfach gegliederte Strebepfeiler. Der steile achtseitige Spitzhelm auf dem gedrungenen Unterbau schafft die ausgewogene und imposante Gesamtwirkung.
Das Innere der Kirche ist relativ breit proportioniert; der Chor ist nur wenig vom Schiff abgesetzt. Der Raumeindruck wird wesentlich durch die durchlaufende Einwölbung mit Spitztonnengewölbe bestimmt. Die Kappen des Chorpolygons sind abgesenkt, um einen harmonischen Abschluss zu schaffen. Ein regelmäßiges Rippennetz gliedert das Gewölbe, das in beiden Raumteilen allein durch den Wechsel von Dreiparallel- zur Zweiparallel-Figuration differenziert ist. An allen Rippenkreuzungen sind kleine Tellerschlusssteine angebracht.
Das ursprünglich dreijochige Schiff greift nur um die Tiefe der Wandpfeiler mit spitzen Quertonnen über den Chor hinaus. Dieser besteht aus zwei Jochen mit Dreiseitschluss und zeigt flache Schildbogenstellungen. In beiden Raumteilen werden die Rippen von polygonalen Vorlagen mit profilierten Polygonkapitellen aufgefangen. Diese Gliederungen sind im Chor reicher ausgebildet. An den Schildbogenstellungen markieren Kämpfer den Übergang von profilierten Lisenen zu den gefasten Spitzbögen. Vorgelegte Polygondienste im Dreiviertelvolumen bilden die Gliederung. Die Rippenansätze über den Kapitellen sind bossenartig betont. Seit der Restaurierung von 1970 zeigt der Raum ein farbig differenziertes Gliederungsgerüst in Ziegelrot und Lichtgrau auf hellem Grund.
Ausstattung Die neugotische Ausstattung wurde bei der Neugestaltung des Inneren durch Joseph Michael Neustifter in den Jahren 1970/1972 beseitigt.Angaben auf der Website des Künstlers Am neuen, kunstgewerblich gestalteten Hochaltar befindet sich eine lebensgroße Schnitzfigur der Madonna aus der Zeit um 1470/1480. Maria steht in leichter S-Kurve auf einer Mondsichel mit Menschengesicht; zwei Engel raffen das Gewand. Die Fassung wurde erneuert.
Die Orgel ist ein Werk von Wilhelm Stöberl aus dem Jahr 1970, mit zwölf Registern auf zwei Manualen und Pedal.
Literatur
Weblinks
Website des Pfarrverbands Wurmannsquick
Einzelnachweise
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